Heizkostenabrechnung falsch?

3 Antworten

"Ich habe dann vor einer Woche eine Mail geschrieben" - das hat soviel Wert als hättest Du nichts getan.

Sowas macht man schriftlich gegen Empfangsbestätigung.

Ok, danke für den Tipp :) Direkt hinterher oder erstmal bis Freitag warten?

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Entscheidend ist nicht, was in diesem Infoblatt steht, sondern welcher Verteilschlüssel bisher für diese Anlage zur Anwendung kam. Denn der Vermieter kann diesen Verteilschlüssel nur dann ändern, wenn entweder gewisse Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden oder wenn alle Mieter einer Änderung - soweit sie gesetzeskonform ist - zustimmen.

Du wirst kaum eine Antwort bekommen - also frage andere Mieter die dort schon mehrere Jahre wohnen, wie der Verteilschlüssel in der Vergangenheit war. Wurde dieser dann für die vergangene Heizperiode geändert, dann muß Dir der Vermieter diesbezüglich Auskunft geben.

Das ganze ist ein Neubau, alle sind zum selben Zeitpunkt eingezogen. Also wird bei allen der Schlüssel 70:30 sein, nehme ich mal an.

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@PaLuSc

ERGÄNZUNG: Ein Neubau, der letztes Jahr fertiggestellt wurde. Es war also die erste Abrechnung, um die es geht. Dennoch steht im Vertrag, dass das Infoblatt bestandteil des Vertrages ist.

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@PaLuSc
Ein Neubau, der letztes Jahr fertiggestellt wurde.

Tipp für's nächste Mal: So etwas gehört in den Sachverhalt der Fragestellung.

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Ein beiliegendes Infoblatt ist nur interessant, wenn es Bestandteil des Mietvertrages ist. Und dann, was dort genau steht. Was steht ansonsten im Mietvertrag zur Verteilung der Heizkosten?

Hierzu solltest Du auch Deine Nachbarn befragen, um ein klares Bild über die vom Vermieter vorgelegte Abrechnungspraxis zu gewinnen.

Ob 50 oder 70 % verbrauchsabhängige Heizkosten sind, beide Möglichkeiten sind grundsätzlich durch die Heizkostenverordnung gedeckt.

Du musst selber Klarheit gewinnen, was vertraglich vereinbart wurde und entsprechend handeln. Hier gibt es Hilfestellungen:

https://www.bmgev.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Heizkosten.pdf

https://www.mieterverein-hamburg.de/export/sites/default/.content/dokumente/infoblaetter/info35-Heizkosten.pdf

Achte auf die Nachweisbarkeit des Zuganges Deiner Schreiben an den Vermieter!!!

Wie du oben im Kommentar (sorry!) schon gelesen hast, ist es ein Neubau und es geht um die erste Abrechung. Im Vertrag steht zur Verteilung der Heizkosten dass diese anch Maßgabe der Heizkostenverordnung umgelegt werden. Und es steht dort, dass mir das Infoblatt ausgehändigt wurde.

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@PaLuSc

Danke, aber bitte noch genauer.

Im Vertrag steht zur Verteilung der Heizkosten dass diese nach Maßgabe der Heizkostenverordnung umgelegt werden.

Dieser vertragliche Satz ist im Prinzip Nonsense, weil schon in der Heizkostenverordnung steht, das letztere vorrangig vor vertraglichen Vereinbarungen ist.

Aber die Verordnung eröffnet dem Vermieter einen Spielraum von 50 bis 70% bei verbrauchsabhängigen Heizkosten. Wie soll nun in Deinem Fall die Ausübung des Spielraumes vorbestimmt sein? Das vertraglich vereinbarte Infoblatt könnte eine Vermutung bzw. Festlegung bieten, wenn dort z. B. eine Pro-forma Berechnung der Heiz- und Nebenkosten enthalten ist. Befrage die übrigen Hausbewohner (vorzugsweise mit gleich großer Wohnung).

Vielleicht suchst Du mit Deinen Unterlagen doch besser noch den Mieterverein auf.

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@LittleArrow

Danke für deine Antworten. Pro-forma in dem Sinne, als das dort eben die 50:50 Verteilung vorgeschrieben steht. Dort stehen auch Ausnahmen anderer Wohneinheiten der Genossenschaft, bei denen die 70:30 Regelung gilt, meine Wohneinheit ist dort aber nicht gelistet. Also nach Infoblatt Abrechnung zu 50:50 und laut Vertrag gilt das Infoblatt. Für mich als Laie klingt das eindeutig. Die Abrechnung kam wie gesagt vor 8 Wochen, bisher wurde die Nachzahlung aber auch nicht belastet (läuft alles mit Lastschrift). Wie verhalte ich mich, wenn es die Tage eingezogen wird? Lastschrift widerrufen bzw. um den strittigen Betrag mindern? Im Moment bin ich einfach nur sauer, dass die es nicht schaffen, innerhalb von 8 Wochen zu antworten... Ich habe auch Telefonisch und schriftlich drum Gebenten den Abschlag zu erhöhen, da ist seit 8 Wochen auch nichts passiert... Irgendwann wird der höhere Abschlag dann auch nutzlos.

Zum Mietverein: Weißt du zufällig, ob der Partner auch einen Beitrag zahlen muss? Wir sind noch nicht Mitglied, wollten das aber so oder so mal in Angriff nehmen. Weiß nicht ob der Beitrag pro Person oder pro Paar (kein Ehepaar) fällig wird. Auf den Seiten des Mietervereins Hamburg ist dort nichts zu finden.

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@PaLuSc

Dann sollte 50:50 gelten, denn ich unterstelle, dass Du richtig gelesen hast.

https://www.test.de/Gewusst-wie-Lastschrift-zurueckholen-5015636-0/

Bei Lastschriftermächtigung kannst Du dem Vermieter ankündigen, dass Du seiner Lastschrift widersprechen wirst und nur den fälligen Betrag unter Vorbehalt überweist.

https://www.test.de/Gewusst-wie-Lastschrift-zurueckholen-5015636-0/

Die Partnerregelung Deines zuständigen Mietervereins kenne ich natürlich nicht. Aber der Mieter bzw. die Mieter im Mietvertrag sollte Mitglied sein. Im Antrag des Mieterverein-Hamburg gibt es auch ein Feld für den (Ehe)Partner! Und lies bitte, welche Mietrechtsprobleme ab wann gedeckt bzw. rechtschutzversichert sind:

https://www.mieterverein-hamburg.de/de/mitgliedschaft/rechtsschutz-mietprozess-prozesskosten/

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@PaLuSc

Nach HeizkostenVO ist beides zulässig (und auch alles dazwischen). Und wenn im Mietvertrag auf das Merkblatt verwiesen wird, ist das für mich Vertragsbestandteil. Mit diesem Wissen würde ich jetzt mal einen ordentlichen Brief auf Papier schreiben (auch wenns wehtut) und per Einschreiben abschicken.

Ich denke, die haben gemerkt, dass sie Mist gebaut haben und deshalb nicht geantwortet.

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Wohnungübergabe (Auszug): Schäden & nicht erfolgte Schönheitsreparaturen

Beim Auszug/Wohnungsübergabe meines Mieters (Mietdauer 9 Jahre), habe ich als Vermieter einige gravierende Schäden festgestellt.

Der Mieter weigert sich diese auf seine Kosten zu beheben und beruft sich normale Gebrauchs- und Verschleißspuren:

  1. In der vom Vermieter gestellten Küche (bei Einzug 2 Jahre alt) viele Schaniere defekt. Während der Mietdauer anscheinend nie nachjustiert. Aufgrunddessen sind dann auch zwei Türen abgefallen und deren Holz beschädigt bzw. Beschichtungen abgeplatzt.

  2. Die Badezimmertür-Zarge durch mehrere Bohrungen verletzt, um ein Regal anzuschrauben.

  3. Fußbodenleiste teils abgerissen.

  4. Bei einer Wohnungstür Rahmen/Zarge zersplittert und Türklinke komplett defekt.

Die o.g. Schäden wurden während der kompletten Mietziet nie vom Mieter gemeldet.

Schönheitsreperaturen & Instandsetzungen:

Der Mieter hat während der 9 Jahre nicht einmal tapeziert bzw. gestrichen (Tapete ist noch vom Vormieter) und will jetzt auch beim Auszug weder neu tapezieren, noch große Dübellöcher beheben, etc. Obwohl im Mietvertrag steht, daß er Schönheitsreparaturen u.a. Tapezieren während der Mietdauer bzw. spätestens bei Ende des Mietverhältnisses duchführt. Außerdem hat der Mieter für Bagatellschäden bis 50 € auf eigene Kosten lt. Vertrag aufzukommen.

Ich habe die Wohnung in diesem Zustand so nicht abgenommen, die Schäden im Protokoll mit Fotos festgehalten und dem Mieter eine Frist von 2 Wochen für die Reparatur eingräumt.

Fragen:

  1. Inwieweit bin ich als Vermieter im Recht? Welche Schäden und Schönheitsreparaturen muß der Mieter auf eigene Kosten tragen?

  2. Weitere Vorgehensweise? Anwalt einschalten (wegen hoher Kosten ungern)?

  3. Einbehaltung der Kaution? Die Wohnung auf meine Kosten tapezieren und alle Schäden beheben lassen. Allerdings deckt die Kaution bei weitem nicht die Schäden und die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung ab.

  4. Sonstige Vorschläge?!

Vielen Dank für eine Antwort, Vorschläge und Tipps.

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