Hausverkauf wegen Pflegeplatz Mutter schwierig, da Kind lebenslange Wohnrecht hat?

2 Antworten

Auf die "Aussage" des Bruder würde ich mich nicht verlassen. Liegt ein Grundbucheintrag vor? Wenn nicht, könnte das Wohnrecbt womöglich Phantasieprodukt des Bruders sein.

Außerdem: Wenn es das Wohnrecht wirklich geben sollte, durch wen, wann und mit welchen Vereinbarungen ist es begründet worden? Wenn die Mutter dieses Wohnrecht den Bruder schenkweise zugewendet hat, könnte die Schenkung womöglich wegen Verarmung der Schenkerin widerrufen werden. Eventuell gibt es dazu ja auch noch detaillierte Vereinbarungen.

Warum sollte man da was machen? Schließlich wird das Sozialamt auf das Haus zugreifen und die Kinder in Haftung nehmen falls die Heimkosten nicht gedeckt sind.

Das Wohnrecht austragen zu lassen, gegen den Willen des Bruders ist nicht möglich. Verkauf mit Wohnrecht ist grundsätzlich möglich, aber nur mit erheblich geringerem Kaufpreis.

Da die Pflegebedürftige Dement ist, muss eh das Vormundschaftsgericht eingeschaltet werden. Der Notar wird ja bei der Beurkundung die "nicht Geschäftsfähigkeit" des Verkäufers feststellen und dann führt kein Weg an einer Betreuung und Vormundschaftsgericht vorbei.

Also Ihr könnt da jetzt einiges anschieben, das viel Zeit Mühe kostet. Aber an dem Bruder nicht vorbei führt. Somit werdet Ihr nur Teilerfolge erzielen und das Haus zum kleinen Preis verkaufen. Ob damit das Problem gelöst ist?

Es geht auch einfacher, indem man nix tut. Dann wird Sozialhilfe beantragt und es geht seinen Gang.....

Alle Kinder können schon vorab prüfen, wieweit sie überhaupt vom Sozialamt zur Übernahme von Kosten für die Pflege in Anspruch genommen werden können und wie hoch diese Kosten sind. Denn auch Sozialämter wissen, dass so belastete Häuser so gut wie unverkäuflich sind und die Kinder zu Leistungen aufzufordern ist einfacher und schneller und der Ball ist wieder bei den Kindern.

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@hildefeuer

Den Bruder wird das nicht interessieren. Er bezieht EU Rente. Damit ist er raus und kann nicht herangezogen werden. Deshalb weigert er sich auch das Wohnrecht austragen zu lassen. Gedanken müssen sich die verbleibenden Kinder machen. Also nachrechnen ob man zahlen müsste. Kreditzinsen und Tilgungen gehen ja vom Einkommen ab.

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