Hausverkauf bei Scheidung?

2 Antworten

Das wird kompliziert...Am Besten Anwalt einschalten...

Prinzipiell gilt Zugewinngemeinschaft - also es gehört beiden 50/50. Von dem Marktwert (Gutachter einschalten) werden ALLE Verbindlichkeiten abgezogen inkl. der Kosten... die 40.000,-€ haben damit meiner Meinung damit NICHTS zu tun... sie sind eine Eigenentscheidung der Frau...

Evtl auch noch Steuerberater... wegen Steuerfrage...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Da stimme ich zu, den Anwalt einschalten wäre meiner Meinung nach auch das Beste!!

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Hallo Eliza,

deine Frage betrifft offenbar die rechtlichen Regelungen zum Zugewinnausgleich bei der Scheidung einer Ehe.

Der Zugewinnausgleich richtet sich danach, wie viel jeder Ehegatte jeweils während der Ehezeit an Vermögen dazugewonnen hat. Wenn der Scheidungsantrag bereits zugestellt wurde, steht bereits der Stichtag für die Berechnung fest.

Es liegt hier wohl im Interesse des Mannes, das Haus zu behalten bzw. das 100%-ige Eigentum daran zu erwerben. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die derzeitige Situation für ihn gar nicht schlecht ist. Denn auch wenn ihm das Haus nicht vollständig alleine gehört, kann er es derzeit alleine nutzen. Beide Ehegatten haben während der Ehezeit durch ihr Investment in das Haus 300.000 € dazugewonnen. Diese Summe stellt auch ihren Anteil am Haus dar, den der Mann kompensieren müsste.

Die 40.000 € können von ihr nicht auf die 300.000 € draufgerechnet werden, weil es sich um ihre persönlichen Aufwendungen handelt, die mit dem ursprünglichen Haus nicht mehr in Verbindung stehen.

Die Spekulationssteuer hat ebenfalls nichts mit dem Zugewinnausgleich nach der Scheidung zu tun. Sie ist nur fällig, wenn die Absicht der Gewinnerzielung mit dem Erwerb und Verkauf der Immobilie verbunden war. Demnach kann die Spekulationssteuer in deinem Fall nur die Frau betreffen, weil sie als Verkäuferin auftritt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

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