Hausverkauf an die Ehefrau

2 Antworten

Soviel ich weiß, läuft ein Immobiliengeschäft unter Eheleutenrechtlich nicht anders ab, als ein Verkauf an Fremde. Das bedeutet, dass ein notariell beurkundeter Grundstückskaufvertrag benötigt wird.

Hierfür fallen, wie auch sonst bei der Übertragung von Immobilien, die gesetzlichen Gebühren des Notars an. Auch eine Umschreibung im Grundbuch ist notwendig, die ebenfalls Kosten auslöst.

Die Grunderwerbsteuer ist anschließend von Deiner Frau zu tragen.

Grunderwerbsteuer fällt da nicht an, § 3 Nr. 4 oder 5 GrErwStG - je nach Scheidungsphase.

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Jetzt stellt sich die Frage, ob ich das Haus an meine Frau verkaufen kann und sie die Restschulden bei der Bank vorzeitig ablösen kann.

Teil 1 "Jetzt stellt sich die Frage, ob ich das Haus an meine Frau verkaufen kann"

Ja.

Teil 2 "Jetzt stellt sich die Frage, ... sie die Restschulden bei der Bank vorzeitig ablösen kann."

Nein. Es sind Deine Schulden und Du mußt bei einem Verkauf Deine Schulden ausgleichen, sonst wird Deine Bank das Grundpfandrecht nicht freigeben und Deine Frau wird nicht im Grundbuch eingetragen. Kauft Deine Frau mit ihren Barmitteln?

Meine Bank meinte, nur bei Verkauf wäre eine vorzeitige Ablösung der Darlehen möglich.

Bevor Du Dich in den Verkaufprozess stürzt, ist die Frage der Vorfälligkeitsentschädigung (Höhe und Rechtsanspruch) in diesem Verkaufsfall zu prüfen. Dazu nutze hier die Suchfunktion!

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