Hausstrom

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5 Antworten

Fall 1: Nutzung der Treppenhausbeleuchtung durch mehrfaches Drücken des Tasters, obwohl man nicht die Treppe benutzt. Hier handelt es sich entweder um einen Spassvogel oder Widerling, für dessen hausfriedenstörende Extrastrombenützung über die Hausstromumlage alle zahlen müssen. Es erfolgt Ächtung durch die Hausgemeinschaft und muss zur Strafe warten, dass er endlich vom Vermieter eine Abmahnung wegen Störung des Hausfriedens bekommt.

Fall 2: Nutzung des Hausstrom zwecks Betreiben eines für Hausstrom unüblichen Stromverbrauchers, z. B. Gefriergerät im Keller. Eine solche Nutzung ist auch einer Abmahnung (möglicherweise mit Untersagung dieser Nutzung) würdig, es sei denn, der Mieter vergütet rückwirkend und fortan eine großzügig bemessenee Pauschale an die "Hausstromzählerkasse". Solch ungefragte Nutzung hat aber bereits schon zu fristloser Kündigung geführt, da der Hausgemeinschaft ein größerer Schaden entstanden ist.

Fall 3: Manipulation der Hausstromleitungen, um den Strom in der eigenen Wohnung zu nutzen (unausgesprochenes Ziel: Umgehung des eigenen Stromzählers). Diese Manipulation bedarf definitiv keiner Abmahnung, sondern rechtfertigt die fristlose Kündigung, da die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar ist. Hinzu kommen strafrechtliche Überlegungen.

Quelle: http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/s1/stromdiebstahl.htm

Was ist mit der Hausverwaltung? Die sollte sich doch um solche Probleme kümmern, oder nicht? Ich würde mich dort beschweren und dann sollen die dafür sorgen, dass der Strom auf den öffentlich zugänglichen Steckdosen abgeschaltet ist und nur auf Nachfrage eingeschaltet wird.

Du meinst demjenigen, der im Keller z. B. einen Brennofen betreibt und den Strom dafür von der Gemeinschaft "abzweigt" oder der die Vertreiler manipuliert, so dass die ganze Wohnung über den Gemeinschaftszähler läuft.

Dem blüht die ganze Härte des StGB. Betrug ist strafbar und wer das absichtlich und fortgesetzt macht, dürfte mit ziemlicher Sicherheit hinter schwedische Gardinen wandern.

Hängt aber auch etwas davon ab. Wenn wer dachte, sein Licht im Keller läuft über den Wohnungszähler, dann eine Steckdose dran baut und seinen Partykühlschrank dort betreibt, dann muss er halt den Strom an die Gemeinschaft zahlen. Dass die beim schätzen nicht abrunden, sollte aber auch klar sein, oder?

Also, Betrug ist das nicht (§ 263 StGB).

Diebstahl ist es auch nicht, da es an der beweglichen Sache mangelt (§ 242 StGB).

So, und jetzt bin ich gespannt: Welches Delikt haben wir hier vor uns?

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@LittleArrow

Mit meinem Link war die Suche dann wirklich etwas einfacher! Schon das Reichsgericht (Nein, dass ist nicht Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut, sondern der oberste Gerichtshof des Deutschen Reiches gewesen) hatte entschieden, dass Strom keine Sache sein kann und den Gesetzgeber zur Einführung des § 248c StGB gezwungen.

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Dem sollte aber die WEG dringend Abhilfe schaffen, dass nicht "jedermann" Hausstrom benützen kann. Wenn das bekannt ist, ist die Gemeinschaft gefordert. Der oder die Verwaltung soll diesen Mieter zunächst ansprechen und zut Unterlassung auffordern. Es gibt ja technische Möglichkeiten dass dies nicht mehr vorkommt!

Der muß Nebenkosten zahlen, woran dachtest Du denn sonst noch?

Doch wohl nicht am Herumschrauben an der Anlage aus eigennützigen Zwecken. Da gibt es nämlich das dafür:

www.gesetze-im-internet.de/stgb/__248c.html

Hallo Privatier59, bei uns im Hausblock nutzt ein Mieter den Hausstrom zu persönlichen Zwecken. Nein, er schraubt nicht an der Anlage herum.

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@illeritz

Zeig das dem Vermieter an. Der soll darauf reagieren. So etwas kann bei entsprechender Schwere der Tat Grund zu einer fristlosen Kündigung sein. Zumindest aber muß dem Mieter das untersagt werden.

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