Hauskredit Bedingungen als Frau?

4 Antworten

Du musst natürlich die Erlaubnis des Ehemannes für Deine Erwerbstätigkeit nachweisen. Ach nee, das galt nur bis 1977.

Wesentlich interessanter dürfte die Probezeit sein, die besser schon abgeschlossen sein sollte zum Zeitpunkt des Kreditantrages.

du, ganz ehrlich. Wenn ich immer wieder sowas höre von wegen Frau usw. denke ich auch in welchem Jahrhundert wir leben. Meine Probezeit ist schon um. Muss ein unbefristeter Vertrag her?

also würde ich auch als FRAU keine Probleme haben? 🤣

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@Baris0315

Wollen wir's hoffen. Offiziell sicher heutzutage nicht.

Aber ein unbefristeter Arbeitsvertrag wäre m.E. schon wichtig.

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Hallo,

also ich höre wirklich zum ersten Mal, dass sich eine Bank dafür interessiert, ob die Frau oder der Mann mehr verdient :-) Letztlich ist der Bank egal wie ihr Zins und Tilgung bewältigt und über welches Gehalt. Ihr kauft die Immobilie ja auch als Ehepaar und vermutlich auch zu jeweils 50%, d.h. ihr werdet dann zu gleichen Teilen in das Grundbuch eingetragen. Wichtig ist der Bank, dass ihr den Kredit bedienen könnt. Und wer hier mehr oder weniger verdient ist wirklich egal. Das ist zumindest meine Erfahrung. Wichtig ist der Bank, dass ihr einen gewissen Prozentsatz Eigenkapital habt und auch, ob ihr Sicherheiten bringen könnt, evtl. in Form einer Lebensversicherung. Zudem wird sich die Bank erstrangig über eine Grundschuld in's Grundbuch eintragen lassen. Vermutlich wird sie eure Immobilie nicht vollfinanzieren. Das würde ich euch auch nicht raten, solltet ihr, und davon gehe ich aus, die Immobilie nicht vermieten wollen sondern selbst beziehen. Ratsam sind ca. 30-40 %, jedoch mindestens 20% Eigenkapital einbringen zu können.

Natürlich ist es immer besser einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu haben, um bei einer Bank einen Kredit zu bekommen. Rechnet euch am besten aus, mit welchen monatlichen Raten ihr noch gut leben könnt. Momentan liegt der Zins ja recht günstig. Davon würde ich dann eine Hochrechnung starten, welchen Kreditbetrag (Zins & Tilgung) ihr mit dieser Rate bequem abzahlen könnt ohne euch den Hals zuzuschnüren. Mit dem dann errechneten Kreditbetrag, bei dem ihr ggf. auch noch die Maklergebühren von bis zu 6% und die anderen Kaufnebenkosten wie Notargebühren und Grunderwerbssteuer berechnen müsst, würde ich dann auf die Suche nach einer entsprechenden Immobilie gehen. Rechnet also den Kaufbetrag der Immobilie zzgl. Kaufnebenkosten von ca. 10%. Das ist der Gesamtbetrag, den ihr stämmen müsst. Vielleicht kommen auch noch Renovierungskosten auf euch zu, diese würde ich ebenfalls mit einkalkulieren und wenn möglich auch mitfinanzieren.

Viel Spaß mit eurem Eigenheim

Vanessa

Muss man das Eigenkapital ersparen oder gibt es da auch eine Möglichkeit einen kleinen Kredit hierfür aufzunehmen? Und sollte das dann auch bei der selben Bank sein?

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@Baris0315

Hallo, nein das ist eher keine gute Idee. Eigenkapital heißt ja deshalb so, weil es eben kein "Fremdkapital" ist, also kein geliehenes Geld sondern euer eigenes Kapital ist. Sich "Eigenkapital" zu finanzieren, das auch noch bei der Bank bei der man die Immobilie finanziert, widerspricht sich selbst. Also entweder erspart über ein Sparkonto, Girokonto, Festgeld oder auch von der Familie geliehen. Über einen Bausparvertrag kann man zusätzlich Geld bei einer Finanzierung einbringen. Ebenfalls gibt es auch noch KfW Darlehen. Da solltet ihr euch gut beraten lassen. In der Regel ist es auch so, dass die Bank nicht die "Kaufnebenkosten" finanzieren möchte und gerne sieht, wenn man diese selbst trägt. Man sollte also zumindest die ca. 10% Kaufnebenkosten, wie Grunderwerbssteuer und Notarkosten sowie ggf. die Provisionskosten für den Makler selbst bezahlen können. Wenn nicht, kann man diese schon auch mit finanzieren. Wenn ihr mit 0 Eigenkapital zu einer Bank geht und eine Immobilie vollfinanzieren wollt, wird die Finanzierung schwer werden und es wird sicherlich auch die monatliche Belastung eines Annuitätendarlehens sehr hoch werden.

Vielleicht hier mal eine Beispielrechnung:

Ihr findet eine Wohnung die euch gefällt die 300.000,-- EUR kostet. Das ist der Kaufpreis, den der Verkäufer haben möchte. Dazu kommen ca. 10% Kaufnebenkosten wie 3,5 - 5 % Grunderwerbssteuer, je nach Bundesland. Ebenfalls wird der Notar ca. 1,5% Gebühren abhängig vom Kaufpreis für die notarielle Beurkundung verlangen. Je nachdem möchte der Makler auch noch seine Maklerprovision von 3,57%. Rechnen wir also mal grob mit 10%, dann müsst ihr 330.000,-- EUR finanzieren. Jetzt kommt es eben darauf an, was ihr monatlich an Zins und Tilgung bezahlen könnt und natürlich auch wie lange ihr die Immobilie abbezahlen wollt oder könnt.

Man kann das auch umgekehrt rechnen und sagen ich kann z.B. im Monat 1.000,-- EUR für einen Kredit abbezahlen. Welche Kaufsumme inkl. Kaufnebenkosten, kann ich denn mit 1.000,-- EUR monatlich bekommen? Und auf Basis dieser Rechnung sucht ihr euch dann die passende Immobilie.

Viele Grüße

Verena

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Ich bin auch daran interessiert. Wir wollte auch das Haus kaufen und dazu brauchen wir einen Kredit. Ich verdiene mehr als mein Mann.

Habt ihr auch Kinder? 🤗

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