Hauskauf von Privat in Raten?

3 Antworten

Generell musst Du Dich an den Kaufvertrag halten, d.h. wenn dieser keine vorzeitige Ablösung des Restbetrags vorsieht, dann muss der Verkäufer dem nicht zustimmen.

Bedenke, dass bei einer positiven Inflationsrate die Zeit für Dich arbeitet, d.h. die zukünftigen Zahlungen entsprechen immer weniger an Kaufkraft, da sie durch die Inflation reduziert werden.

Legst Du also den bei Dir jetzt verfügbaren Betrag konservativ an, dann kannst Du die Raten weiterhin bestreiten und ggf. sogar noch einen zusätzlichen Gewinn einstreichen. Ich vermute mal, dass die Restdauer für die Ratenzahlung nicht mehr als 10 Jahre in die Zukunft noch besteht, d.h. auf diesen Horizont reduziert sich auch ein Risiko für Marktschwankungen bei Wertpapieranlagen, jedoch steigt momentan das Risiko auf Inflation. Im schlimmsten Fall legst Du den jetzt verfügbaren Betrag in Teilen gestaffelt fest auf Festgeldverträge (z.B. immer jahresweise), die zwar nur wenig Ertrag (der versteuert werden muss) unterhalb der Inflationsrate bringen, aber das Ziel wird damit erreicht und ist nicht schlimmer als der Fall einer sofortigen Resttilgung.

Über welchen Restbetrag und welchen Restzeitraum reden wir denn?

schorshaus

Der Veräusserer besteht auf die Einhaltung der notariellen Vertrages. Vielleicht macht ihn ein grosszügiges Ablöseangebot geneigter.

Zu beachten ist jedoch:

Wurde eine Rentenschuld (= Grundschuld) bestellt, dann muss der Betrag bestimmt werden, durch dessen Zahlung die Rentenschuld abgelöst werden kann (vergl. § 1199 (1) BGB.

Wenn der Verkäufer das nicht möchte so gilt der Kaufvertrag. Du kannst ihn nicht einseitig ändern.

Aber wo ist das Problem? Geld komplett auf ein separates Konto legen und terminierte Überweisungen einstellen, schon ist das Thema für dich erledigt.

Haette halt gerne das Objekt vollstaendig im Grundbuch an mich uebertragen wird

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