Hauskauf über Makler, Tochter des Verkäufers führt Verhandlungen ( Angst. im Maklerbüro). Rechtens?

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6 Antworten

Nach österreichischer Rechtslage ist die Sache eindeutig! Hat die Maklerfirma auf alle wesentlichen umstände welche den Hauskauf betreffen und vor allem aber auch auf einen möglichen Interesseskonflikt "schriftlich" vor der Vertragsunterzeichnung hingewiesen und wurde der Provisionsanspruch auch klar vereinbart ist der Provisionsanspruch rechtens. Fehlt aber nur eines davon (schriftliche Information über alle wesentlichen umstände, Vereinbarung der Provisionspflicht und Information über den Interessenskonflikt) kann 100% rückgefordert werden. Ich musste selbst schon Rückzahlen, weil ich die Information, dass ich auch Hausverwalter der Liegenschaft bin nur Mündlich nicht aber schriftlich gegeben habe.

Warum nicht? Ist zwar keine guter Stil der Maklerfirma, aber durchaus noch in Ordnung.

In Deinem Fall hat die Maklerfirma den Auftrag das Haus zu verkaufen. Welchen Ihrer Makler die Firma damit betraut, ist Sache der Maklerfirma.

Nach diesem Grundsatz urteilen die Gerichte:

Ein Immobilienmakler hat grundsätzlich Anspruch auf die Provision, wenn der Immobilienerwerb durch seine Hilfe zum Vertragsabschluss erfolgt.

Wenn also Courtage bezahlt wurde, sind die Chancen wohl nicht besonders gut. Andererseits wenn der Käufer nachweisen kann, dass er durch den verschwiegenen Interessenskonflikt benachteiligt wurde, kann der Kauf evtl. rückabwickeln...

Der Verdacht eines Interessenkonfliktes liegt auch ohne Beweis nahe, würde die Verhandlungen abbrechen.

was ist, wenn der kauf schon getätigt wurde, könnte man die Courtage zurück fordern?

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was ist, wenn der kauf schon getätigt wurde? könnte man die courtage zurück fordern?

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also wenn ihr euch im nachhinein darüber ärgert,das ihr die courtage bezahlen musstet, frage ich mich warum seid ihr über einen makler an die sache herangetreten?

meiner ansicht nach ist es zum vertragsabschluss gekommen,die immobilie ist erfolgreich vermittelt worden oder?

Arglistige Täuschung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Bedeutung gelangt der Begriff vor allem im Zivilrecht, aber auch im Verwaltungsrecht. Eine Täuschung ist gegeben, wenn

http://de.wikipedia.org/wiki/Arglistige_T%C3%A4uschung

ist doch noch gar nichts geschehen diesbezüglich... die frage war nur aufgekommen.. ob man dadurch den preis drücken kann... und privat wurde wohl versucht an sie heranzutreten.. wurde aber aufs maklerbüro verwiesen.

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Ich bin kein Jurist, habe aber im Rahmen meiner Immo-Aktivitäten sehr wohl die Information erfahren, dass Familienangehörige nicht als Makler auftreten dürfen, zumindest solange dies dem Käufer nicht offen gelegt wird. Ich rate zur Überprüfung (vielleicht mal folgendes Urteil anschauen: OLG Hamm vom 20.01.2000 22 U 75/99 MDR 2000, 635). Wie gesagt, übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit.

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