Hauskauf mit Null Eigenkapital, ist das wirklich sinnvoll?

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Ich gehe mal davon aus, dass Deine Freundin das Haus evtl. günstiger bekommt von Ihren Eltern als es ein Dritter bekommen würde?! Dann finanziert Sie nämlich zwar 100% des Kaufpreises aber nicht 100% des Objektwertes. Für Deine Freundin selbst ist es aber doch nicht entscheidend, ob Sie 100% oder 50% von irgend etwas finanziert, sondern ob Sie sich die tatsächliche Kreditsumme und insbesondere die monatlich anfallenden Beträge leisten kann.

Wenn sie ein Ferienhaus kauft, was schon im Eigentum der Familie ist, dann gelten evtl. andere Regeln (dazu müßte man den kompletten Hintergrund kennen. Es kann z. B. wenn das Haus vermietet wird, gut und gerne auch steuerliche Gründe haben, wegen des Zinsabzuges).

Bei einem normalen Kauf würde ich dringend davon abraten. Ein Arbeitspatzverlust, oder auch nur eine Verringerung der Einnahmen, kann größte Probleme bringen.

Bei einem Hauskauf ist stets die Frage nach dem WARUM und WOFÜR wichtig, eben die Hintergründe und Ziele die damit verfolgt werden sollen. Und viele andere Fragen (Rücklagen, Reparaturkosten) - um nicht ein Trauma zu erleben. Aber ich möchte ja Ihre 2 Kernfragen beantworten. Beide Fragen kann man mit "JA" beantworten, ohne dieses pauschal zu tun! Es macht Sinn und ist auch in Österreich und Holland normal. Bei einer 110% Finanzierung stecken Banken aus diesen Ländern dahinter. Mit dieser "Überfinanzierung" und/oder dem angesparten Eigenkapital baut man eine Fremdtilgung auf, das den Vorteil hat, dass Sie bis zu 15 Jahren früher mit der Finanzierung fertig sind, gegenüber üblichen deutschen Hausbankfinanzierungen. Das können, je nach Finanzierungsvolumen, einige zehntausend Euro sein, die man spart. "Ohne Eigenkapital" heißt also nicht - ich kauf mit mit 0 Euro ein Haus! Wenn Arbeitslosigkeit oder Krankheiten ins Leben treten, und man nicht, der Bank oder dem Vermieter, seine "Miete" zahlt - ist egal wie hoch man Finanziert hat, das Problem bleibt dann das Gleiche. Wenn man unverschudet als Eigentümer (Haus/ETW) in dem Objekt selbst wohnt, hilft in diesen Fällen und unter bestimmten Vorraussetzungen auch der Staat eine Zeitlang mit. Ich würde mich freuen, wenn ich helfen konnte. Gruß Sven

Haus kaufen und Finanzierung durch Mieteinnahmen?

Hallo Forum,

bin eben zufällig auf dieses Forum gestoßen und wollte eure Meinung zu diesem Thema/ Situation haben.

Es ist so, dass ich wahrscheinlich das Thema nicht zu 100% euch vermitteln kann da ich ein Leie bin. Bitte seid nachsichtig.


Wir haben eine Immobilie entdeckt und obwohl wir im Bietverfahren überboten worden sind, hat der Eigentümer uns die Immobilie angeboten.

Haus mit ca 400qm 1100qm Grundstück.

UG und OG zum vermieten und EG von uns bewohnt.


Wir hatten zu dieser Immobilie eine Anfrage bei einer Bank gestellt und obwohl alles positiv aussah zuletzt eine Absage bekommen, da das Risiko vom Ausfall der Mieteinnahmen zu hoch wäre. Kann man für sowas eine Versicherung abschließen?


Nun haben wir bei der Sparkasse (Hausbank) angefragt. Die haben gewisse Werte anders gewichtet und kamen auf eine monatlich zu zahlende Rate von ca. 2.950€ bei einem Gesamtkredit von 730.000€ davon wären 100.000€ Sanierungskosten. Eigenkapital von ca. 80.000€. Mein Mann ist Architekt und hat die Sanierungskosten berechnet und mit den Gewerken die er kennt abgesprochen.

Ich bin noch in Elternzeit und würde in ca 2 Jahren mit meinem Gehalt ihn unterstützen können. Mein Mann verdient netto 3.100€ wir haben als große Ausgabe momentan unser Auto mit ca 250€ / Monat und die Miete mit 1.050€


Was denkt ihr, wäre seitens der Sparkasse eine Finanzierung sinnvoll? Die Dame von der Kreditabteilung die alles berechnet hat sagte, dass sie das als machbar sieht und positiv gestimmt ist. Aber sie müsse das mit dem Chef noch besprechen. Nun sitze ich auf heißen Kohlen und habe Angst, dass wir vom Eigentümer den Zuschlag für das Haus haben aber die Kreditabteilung bei der Sparkasse uns einen Strich durch die Rechnung machen kann.

Glaubt ihr mit mehr Eigenkapital würden wir besser da stehen z.B 100.000€?


Denkt ihr auch dass sich das mit der Sparkasse noch hinziehen könnte da sie vllt ein Gutachten vom Haus haben wollen.


Weiss nicht wie lange wir den Besitzer ohne Finanzierungszusicherung hinhalten können. Wir sollten von der Sparkasse aus trotzdem auf das Haus bieten auch wenn noch nichts fest ist.


Sehr nervenaufreibend alles. Ach und die Sparkasse sagte dass es positiv ist, dass man drei Einheiten vermieten kann. Volksbank bei denen wir zunächst angefragt hatten, hatte uns nur angeraten zwei Einheiten zu vermieten. Des Weiteren nannten die als Grund zum Mietausfall auch die Sanierungskosten. Obwohl mein Mann alles aufgeschlüsselt hat und detailiert aufgezeigt hat mit welchem Geld er hin kommt. Auch von anderen erfahrenen Architekten abgesegnet worden ist.


Vllt könnt ihr mir eure Einschätzung sagen. Das Haus ist unser Traumhaus und vllt habt ihr eine Idee wie wir da weiter verfahren können. Andere Banken fragen oder oder.


Danke im Voraus und wie gesagt seid bitte nachsichtig.


Liebe Grüsse und danke im Voraus.









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