Hauskauf 420 000 mit 3000 Einkommen?

5 Antworten

Wenn ich mir ein eigenes Haus kaufen würde, dann mit Sicherheit nicht, um dann irgendwelche fremden Menschen als Mieter so nah um mich zu haben. Das wäre für mich persönlich schon das schlagende Argument dagegen.

Ausserdem wird es ja nicht unbedingt bei der einmaligen Mietersuche bleiben. Es kann auch zu Mietausfällen/Leerstand kommen, das betrifft dann auch Euer Finanzierungskonzept.

Dann muss man auch noch evtl. Nebenkostenabrechnungen machen (wenn keine Pauschalabrechnung vereinbart wird) und sich generell mit Mietrecht beschäftigen und sich mit den Mietern rumschlagen.

Das Einkommen bis zur Rente auszureizen würde mir auch nicht gefallen. Naturgemäß werden Kinder irgendwann gross und ziehen aus. Dann gibt es kein Kindergeld und Baukindergeld mehr, das Haus wird zu gross und die Kinder studieren in einer anderen Stadt und brauchen trotzdem Unterhalt.

Ja, trotzdem werden viele glücklich mit ihren Häusern. Ich bin halt eher pessimistisch:)

Kurz überlegt - Ihr würdet mit etwa null Euro Eigenkapital anfangen - Wahnsinn.

Eines der grossen Probleme unserer Zeit - es wird zuviel gewollt - Häuschen genügen nicht mehr - es muss ein Riesending mit drei Gästeklos sein - zur Miete wohnen und zufrieden sein ist out.

Wir wissen nicht, wo Ihr wohnen wollt.

Ich jedenfalls wohne in Köln. Im Augenblick gehen auch Mietwohnungen im Umfeld von Köln gut. Es liegt noch nicht lange zurück da hatten Vermieter im Umkreis von 10 km von Köln noch erhebliche Probleme bei der Mietersuche. Wer weiß, wann der Markt wieder umschlägt? Leerstand kann dann drohen und die gesamte Finanzierung in Frage stellen.

Außerdem zahlt nicht jeder Mieter pünktlich. Manche zahlen sogar überhaupt nicht. Das ist der nächste Unsicherheitsfaktor.

Und schließlich: Eigenheim und Doppelwohnhaus ist etwas völlig anderes. Ihr müsst mit dem Gedanken leben können Hausmeister für die Mieter sein zu wollen.

Wir wohnen in der Nähe von Stuttgart.

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@Hausliebe

Dort verhält es sich ähnlich wie in Köln. Die Frage ist die, wie gut ist der Standort an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen und wie groß wird die zu vermietende Wohneinheit sein.

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@Hausliebe

Damit könnt Ihr zumindest einen großen Mieterkreis ansprechen und das Risiko des Leerstandes ist relativ gering. Allerdings müßt Ihr Euch selbst entscheiden, wieweit Euch fremde Leute im Haus stören und wieweit Ihr guten Kontakt zu Euren Mietern pflegen wollt. Letzteres führt häufig zu langen Mietverhältnissen.

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Ohne nähere Angaben, ist es nahezu unmöglich einen guten Rat zu geben.

  • Ist das Haus den Kaufpreis wert?
  • Sind die Nebenkosten im Hauspreis von 420 TEUR enthalten?
  • Wie hoch ist Eure aktuelle Miete?
  • Welche Konditionen hat die Bank für die Baufinanzierung angeboten?
  • Wie viele Kinder habt Ihr?
  • Sind Eure Arbeitsplätze sicher?

Grundsätzlich sieht es bei Euch sehr knapp aus. Im Zweifel würde ich lieber sorgenfrei zur Miete wohnen, als mit Stress und finanziellen Sorgen im eigenen Haus.

Die Bank hat bereits überprüft, dass das Haus 420 000 wert ist. Die Nebenkosten sind nicht enthalten.

Unsere aktuelle Miete beträgt 900€ kalt.

Konditionen: 1,24 % Sollzins, 10 Jahre Zinsbindung, es wird auch ein Bausparvertrag abgeschlossenen-für die Sicherheit nach 10 Jahren.

Wir haben ein Kind und sichere Arbeitsplätze.

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@Hausliebe

Die Bank hat gar nichts geprüft - das können die nicht - sie nennen einen Preis, der ihnen in den Kram passt, um ihr Zeug verkaufen zu können.

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@Hausliebe

Ich habe einige Kritikpunkte an diesem Bankvorausdarlehn mit anschließendem Bauspardarlehn: Die genannten Konditionen des erstgenannten Darlehns können Euer Aus bedeuten, wenn nach 10 Jahren die Kapitalmarktzinsen und damit die Finanzierungszinsen für das Vorausdarlehn substantiell gestiegen sind. Eins scheint klar zu sein: Der Bausparvertrag wird nach 10 Jahren noch nicht zuteilungsreif sein. Und vielleicht überfordern Euch finanziell nach Zuteilung nicht die Bausparzinsen, aber möglicherweise die verlangte Bauspartilgung. Für das Bauspardarlehn wird vor Abschluss in ca. 12 Jahren eine neue Kreditwürdigkeitsprüfung anfallen.

Wenn Ihr so knapp bei Kasse seid, woher kommt dann das Geld für die Einzahlung in den Bausparvertrag?

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@LittleArrow

Genau! Ich würde das ganze (wenn überhaupt) gleich mit Volltilgerdarlehen abschließen und nicht noch so ein blödes Bausparkonstrukt einbauen.

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@Hausliebe

Der Einbau eines Bausparvertrags ist der reine Blödsinn und dient nur dem Profitinteresse der Bank.

Wenn überhaupt, dann ist nur ein Annuitätendarlehen sinnvoll, mit einem Festzins über die gesamte Laufzeit und das nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Laufzeit vollständig getilgt ist. Die Laufzeit und damit die Höhe der monatlichen Raten muss den finanziellen Möglichkeiten des Kreditnehmers angepasst werden.

Vereinbarungen wie vorzeitige Tilgungsmöglichkeiten sind Schnickschnack, welche das Darlehen in der Regel nur verteuern.

Immer auch Angebote von anderen Kreditinstituten einholen! Es gibt auch günstigere Angebote

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