Ich möchte einen Hausanteil (50 %) von meiner Cousine abkaufen, auf was muss ich achten?

4 Antworten

Wann habt Ihr denn geerbt? Wenn es noch nicht sehr lange her ist, dann ist es eine Erbauseinandersetzung und klöst keine Grunderwerbsteuer aus.

Als Kaufpreis solltet Ihr schon den normalen Wert ansetzen, sonst kommt es noch zu einer "gemischten Schenkung."

Kauf auf Rentenbasis ist auch möglich. Entweder eine mit fester Laufzeit, oder lebenslänglich. Für die Beträge gibt es Abzinsungstabellen.

Der Zinsanteil aus der Rente, ist wie Darlehenszins steuerlich abzugsfähig bei der Vermietung.

Ebenso natürlich die Abschreibung auf den Kaufpreis.

Die Kosten für die Renovierung könnten u. U. Anschaffungsnahe Herstellungskosten sein.

Wir haben vor 4 Jahren geerbt. Meine Cousine möchte 50.000 Euro haben. Ich dachte da an folgende Variante. 80.000 Euro Kredit. Davon 30.000 Euro sofort an meine Cousine. Die restlichen 20.000 Euro über so einen Rentenvertrag. Was hat eigentlich mein Kaufpreis mit einer späteren Vermietung zu tun? Richtet der sich nicht nach einen Richtwert der Region und Ausstattung?

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@Franken1977

Der Kaufpreis sind für die zweite Hälfte des Hauses Deine Anschaffungskosten und somit Basis für die Abschreibung. Für den geerbten Teil übernimmst Du ggf. die Abschreibung des Erblassers.

Die Bemessung des Kaufpreises richtet sich nach dem Marktrwert.

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Notarkostenrechner findet man im Internet. Deine Frage danach, welchen Kaufpreis man im Notarvertrag angeben soll läßt vermuten, daß Du mit einem teilweisen Bargeschäft liebäugelst. Das könnte sich aber angesichts der dann beabsichtigten späteren Vermietung als Eigentor herausstellen. Die AfA kann selbstverständlich nur vom offiziell bezahlten Kaufpreis errechnet werden. Ein Kauf auf Rentenbasis würde sich nicht mindernd auf die Notarkosten auswirken.

Hallo Franken1977,

für die steuerliche Beratung zur geplanten Vermietung empfehle ich Dir den direkten Kontakt zu einem Steuerberater. Bei Fragen zur Erbschaftssteuer bzw. Grunderwerbsteuer ist Dein Notar meist der beste Ansprechpartner.

Für Deine Finanzierung ist es auf jeden Fall positiv, dass Du bereits zur Hälfte Eigentümer bis. Die Banken setzen dann den Teil, der Dir bereits gehört, ähnlich wie Eigenkapital an. Daraus ergibt sich dann oft eine sehr schöne Beleihung, die sich auch im Darlehenszins widerspiegelt.

 

Falls es sich bei dem Hof noch um ein landwirtschaftlich genutztes Objekt handelt, sind in der Regel Regionalbanken die besten Ansprechpartner für eine Finanzierung.

 

Im Rahmen des Darlehens wird dann eine Grundschuld als Sicherheit im Grundbuch eingetragen, die mit bestimmten Grundbuch- und Notarkosten einhergeht. Diese kannst Du mit dem folgenden Rechner überschlagen: http://www.interhyp.de/Notar-Grundbuchkostenrechner.    

 

Viele Grüße

Mario, Interhyp AG

Ist bei einer Erbengemeinschaft ein Gemeinschaftskonto für Mieteinnahmen nötig?

Hi,

ich habe mit meiner Schwester eine vermietete Wohnung geerbt (50/50). Ich erledige die gesamte Verwaltung, meine Schwester möchte lediglich an den Einnahmen beteiligt werden. Der nächste Schritt ist für mich aktuell, Konto zu eröffnen und die Mieter zu benachrichtigen.

Da meine Schwester und ich nicht in der selben Stadt wohnen, und ich bei meiner Hausbank sehr einfach ein Vermieter- und Kautionskonto eröffnen kann, würde ich vermutlich ein/zwei neue Einzelkonten dafür eröffnen. Meine Schwester wäre damit einverstanden, dass es kein Gemeinschaftskonto wäre. Sie kriegt natürlich Einsicht und ich würde ihr dann einfach einen Dauerauftrag mit ihrem Anteil einrichten.

Unsicher bin ich mir jedoch jetzt, ob dies zu irgendwelchen Nachteilen führen kann, insbesondere steuerlich.

  • Reicht es aus, wenn meine Schwester am Ende den Kontoauszug meines Vermieter-Kontos bei der Steuererklärung anhängt? Über das Grundbuch lässt sich relativ leicht nachweisen, dass ihr 50% zustehen.
  • Zudem kann Sie soviel ich weiß auch keinen Freistellungsauftrag auf diese Einnahmen beantragt, da es mein Konto ist. Lässt sich dies per Steuererklärung dann wieder reinholen?
  • Gibt es sonst noch Vor/-Nachteile? Sonst habe ich nur von der Haftbarkeit erfahren.

Ich habe einen deutlichen höheren Steuersatz als meine Schwester, daher wäre es schon sehr von Vorteil, wenn sie ihren Anteil selbst versteuert.

Ich danke für die Unterstützung!

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