Haus überschreiben:Wer übernimmt die Kosten?

3 Antworten

Entschuldige, aber Ihr beide seht das Problem an einer ganz falschen Ecke und streitet Euch um Kosten, die den geringsten Teil ausmachen.

Um zu rekapitulieren:

Ihr habt vor 5 'Jahren ein Haus gekauft. Es gab Eigenkapital, der Rest wurde finanziert.

Dein Ex möchte von Dir die Hälfte der Kosten, die durch die Übertragung entstehen. Dazu auch die Hälfte der Vorfälligkeitsentschädigung der Bank.

  1. Ich verstehe nicht, warum Vorfälligkeitsentschädigung entstehen soll. Es geht nur um die Schuldübernahme für Deine Hälfte. Wenn er tilgen will, dann muss er das auch selbst zahlen.
  2. Aber das viel größere Problem ist a) die Grunderwerbsteuer, die muss er natürlich zahlen und zweitens die Schenkungssteuer, wenn er Dir nicht den heutigen Wert abzüglich des Restkredits in bar zahlt.

Alles andere ist private Vereinbarung. Wenn wir hier die echten Werte kennen würden:

ehemaliger Kaufpreis

Aufgenommener Kredit

jeweiliges Eigenkapital

Heutiger Wert des Objektes

Stand des Restkredits.

Es geht auf jeden Fall um mehr Geld, als um die Gebühren für Notar und Umschreibung.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich stimme Ihnen zu,dass die Vorfälligkeitsentschädigung von meinem ehemaligen Lebensgefährten zu tragen ist,da er das Haus sofort haben und den laufenden Kredit umschreiben möchte.

Bei der Grunderwerbssteuer bin ich mir nicht sicher,das wird,glaube ich,nach dem Kalenderjahr berechnet.Übernimmt er dieses Jahr das Haus,müssen beide die Steuer zahlen.Übernimmt er es nächstes Jahr,dann nur er.Aber das ist nur gefährliches Halbwissen.

Ich möchte natürlich meine Daten nicht öffentlich ins Netz stellen.Ich merke aber auf jeden Fall,dass ich doch Rechtsberatung brauche,damit es wirklich fair abläuft.

Vielen Dank!

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@Flabra78

Du meinst die Grundsteuer. Die schuldet der, der Eigentümer am 1.1. des Jahres ist oder wie es vertraglich vereinbart ist.

Der Käufer muss aber auch Grunderwerbssteuer bezahlen, die Höhe bestimmt sich je nach Bundesland unterschiedlich, zwischen 3,5 und 6,5%.

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@Andri123

Oh,danke,stimmt,ich meinte die Grundsteuer.Diese hatte er mit einberechnet.Danke für die Info!

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Das müsst ihr 2 untereinander ausmachen. Du entscheidest ja für welchen Preis du ihm deine Hälfte verkaufst. Und wenn du gut damit leben kannst erstmal nicht zu verkaufen, wird er dir wohl ein attraktives Angebot machen müssen. Es gibt also keinen Zwang dass du die Hälfte der anfallenden kosten übernehmen musst. Letztendlich ist das reine Verhandlungssache und deine Position scheint ja eine sehr gute zu sein.

Danke für die Antwort!

Das sehe ich normalerweise auch so.Aber letztendlich gibt man sein Eigentum,sein Zuhause auf und wenn man mit dem ausgezahlten Geld (von dem wirklich viel fehlt,wenn ich für alle Gebühren auf komme) wieder in etwas investieren möchte,muss man sich dann doch fachlichen Rat holen.Ich möchte mich hinterher nicht ärgern müssen.Wir streiten nicht,ich hoffe,dies bleibt auch so.

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Der Gewinn ist doch so hoch, das es lächerlich ist, sich über die Nebenkosten zu streiten?
Ihr habt das Haus vor 5 Jahren gekauft? Dann dürfte je nach Lage mindestens eine Wertsteigerung von 30% möglich sein. Und so teilt ihr auch.

Beispiel: ihr habt das Haus für 200 tsd gekauft. Mit 100 tsd hast du dich beteiligt.

Jetzt ist das Haus 300 tsd wert.

Dh deine Hälfte ist jetzt 150 tsd. Und so solltet ihr auch teilen, sonst lohnt es sich doch für dich gar nicht.

Ich wittere irgendwo das dein Ex dich mit dem Kaufpreis übers Ohr hauen will

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