Haus schenken lassen? Wer kennt die Vor- und Nachteile?

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5 Antworten

Wenn man das Haus der Eltern übernimmt, hat man natürlich ab da auch die Kosten zu tragen, wie z.B. Grundsteuer, Reparaturkosten usw. Die Eltern dürfen wohnen bleiben, man kann dann die 2. Wohnung nicht nutzen, das Wohnungsrecht gilt dauerhaft. Sollten die Eltern mal ins Heim müssen, müssen die Kinder dafür zahlen. Zumindest das - was das Wohnrecht wert wäre. Auf der anderen Seite, ist es natürlich toll, ein Haus übernehmen zu können, wenn man es selber kaufen müßte, muß man dafür oft locker 250.000 Euro oder gar mehr (mit entsprechendem Grundstück) ausgeben. Und aus der Sicht der Altern ist es natürlich klar, daß sie als kleine Gegenleistung dafür das Wohnrecht haben müssen.

Letztlich hängt es natürlich vom Wert und Zustand und der Lage des Hauses ab, ob sich das wirklich lohnt.

In den weitaus meisten Fällen gilt aber auch hier der Satz "Einem geschenkten Gaul....".

Falls Ihr irgendwann einmal den Ort wechseln wolltet oder müsstet, bliebe es ja weiterhin Euer Haus und Ihr könntet die jetzt selbst bewohnten Räume vermieten, hättet also Einnahmen, die sicher höher sein dürften als die Kosten, die auf Euch als Eigentümer zukämen.

Und wenn die Eltern stürben oder in ein Heim gehen müssten, dann könntet Ihr das Haus notfalls verkaufen.

Rückfrage: Gibt es andere direkte Abkömmlinge, also Erben ? Wenn ja, können diese nicht einfach ausgeschlossen werden !

Für die Schenkung wird Schenkungssteuer fällig, damit mit diesem Weg nicht die Erbschaftssteuer umgangen werden kann. Allerdings gelten bei Kindern sehr hohe Freibeträge, so dass ein normales Haus ohne Steuern an die nächste Generation übergeben werden kann - es kommt auf den Wert des Hauses an.

Die Eltern wünschen ein Nießbrauchrecht, das ebenso im Grundbuch eingetragen werden muss.

Private Situation: was passiert eigentlich, wenn man besipielsweise wegziehen möchte ??? Das ist alles zu bedenken.

Eigentum ist in 1. Linie auch Verantwortung. Es kommt auf das Verhältnis zu den Eltern an und natürlich auch auf die finanziellen Voraussetzungen bei notwendigen Reparaturen und Umbauten.

  • gibt es weitere Abkömmlinge?
  • sind Renovierungen geplant/ nötig?
  • Niessbrauch notariell eintragen lassen
  • ist der Wert des Hauses sehr hoch -> Schenkungssteuer?
  • was passiert, wenn ihr umziehen müsst?

Solche Schenkungen sind sinnvoll, wenn es weiteres Vermögen zu übertragen gibt -> 10 Jahresfrist.

Bei der Schenkung sollte klar sein, was zukünftig erwartet wird. Die Eltern sollten sich das Wohnrecht eintragen lassen (Niessbrauch, kein zusätzl. Vertrag). Man sollte sich über mögliche Renovierungen unterhalten (die tragt dann ihr als Eigentümer!), was bei Umzug passiert, ob dann vermietet werden soll (eure Wohnung), ob ihr Renovierungen auch steuerlich absetzen wollt (in so einem Falle würde ich einen StB heranziehen; so ein Konstrukt ist komplex).


Wenn über alle Eventualtitäten gesprochen worden ist, wird es wenig Stress in der Zukunft geben. Aber man sollte ALLES ansprechen - VORHER!

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