Mein Haus ist in der Zwangsversteigerung und ich habe einen Mahnbescheid bekommen, was kann ich tun?

3 Antworten

Hallo,

also ich würde mir für solch eine "komplizierte Kiste" auf jeden Fall anwaltliche Unterstützung holen.

Zwangsversteigerung ? hm.... ok, aber das Wohnrecht bleibt ! So findet man mit einiger Sicherheit schon allein deshalb keinen Käufer für das Haus.

Wenn seinerzeit mit der Mutter keine wie im Text beschrieben notariellen Vereinbarungen getroffen wurden , sieht deine Lage nicht gerade rosig aus.

Mein Rat bleibt, ohne  " Rechtsverdreher " wird das nichts, schätze ich.

Danke , daran habe ich auch schon gedacht.... :-(    Ist alles leider nicht so einfach ...   Macht einen auch was fertig die ganze Sache ... Am liebsten wäre es mir eine Rückübertragung zu machen ( in der Hoffnung das ich dann aus allem raus bin und endlich wieder mal in ruhe schlafen kann...... :-(   ) 

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@hexhexhexhex

Hallo nochmals :-)

Ja unbedingt das Vorhaben ( Rechtsberatung) so schnell wie möglich angehen. Verlorene Zeit verursacht unnötig Kosten und unnötig zusätzlich Nerven, die verständlicherweise bereits überstrapaziert sind.

Du wirst sehen, es schläft sich danach wieder besser.

Viel Glück und Alles Gute !

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Hex …

Vier Anmerkungen zu den bisherigen Vorschlägen:

Veräußerung des Grundstücks

Die Veräußerung des Grundstücks nach der Beschlagnahme hat auf den Fortgang des Zwangsversteigerungsverfahrens keinen Einfluss. Ein Eigentumswechsel nach dem Wirksamwerden der Beschlagnahme ist als Verstoß gegen das Veräußerungsverbot gem. § 23 Abs.1 Zwangsversteigerungsgesetz dem vollstreckenden Beschlagnahme-Gläubiger gegenüber (relativ) unwirksam. Stimmt er zu, wird die Maßnahme voll wirksam.

Eigentumsverzicht

Durch einem Verzicht auf das Eigentum an dem in der Zwangsversteigerung befindlichen Grundstück ändert auch nichts an der persönlichen Verpflichtung des Eigentümers (§ 928 BGB). Er haftet für die ausgefallenen Forderungen weiterhin mit seinem gesamten persönlichen Vermögen.

Wohnrecht

Das Wohnrecht für die Mutter bleibt nur dann bestehen, wenn es im Range v o r dem betreibenden Gläubiger im Grundbuch gesichert ist, was eher selten vorkommt. Ein Doppelausgebot bringt nichts.  Im Nachrang wird sie  sich mit dem Rest begnügen müssen, der vom Erlös (Meistgebot, auf das der Zuschlag erfolgt) nach Befriedigung der vorrangigen Gläubiger übrig bleibt. Der Resterlös wird für sie verrentet.

Empfehlung

Bevor du einen Fachanwalt einschaltest, solltest du mit dem Gläubigervertreter (Bankmitarbeiter) ein persönliches Gespräch führen und versuchen, einen möglichst kostengünstigen Weg aus der Misere zu finden.

Vielleicht hilft Dir ein Hinweis auf §928 BGB:

(1) Das Eigentum an einem Grundstück kann dadurch aufgegeben werden, dass der Eigentümer den Verzicht dem Grundbuchamt gegenüber erklärt und der Verzicht in das Grundbuch eingetragen wird.

(2) Das Recht zur Aneignung des aufgegebenen Grundstücks steht dem Fiskus des Landes zu, in dem das Grundstück liegt. Der Fiskus erwirbt das Eigentum dadurch, dass er sich als Eigentümer in das Grundbuch eintragen lässt.

Dies würde aber m.E. das Wohnrecht zum Erlöschen bringen.

Oh Mikkey, das wäre ja beinahe die erlösende Nachricht !

Schön, DH !!!

Das geht so einfach ? Nur verzichten und man ist (fast) alle Sorgen los ?

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@Gaenseliesel

Ich hoffe, das geht wirklich so einfach, auf jeden Fall sollte man sich dazu mit einem Notar zusammensetzen.

@hexhexhexhex:

Ach ja, dem Mahnbescheid musst Du natürlich erst mal widersprechen!

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@Mikkey

Dennoch, vorerst richtig guter Tipp !

Kann man nur hoffen, dass das Haus ein angemessener Wertausgleich zu den damit im Zusammenhang stehenden, angehäuften Schulden ist.

OK, kann man nur abwarten.

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Vielleicht hilft Dir ein Hinweis auf §928 BGB:

@Mikkey Bist du sicher?

M.E. wäre sie damit nur das Objekt los aber doch nicht die Schulden bei der Bank oder anderen Gläubigern ?? 

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@NickgF

Wenn sie auch die Schulden übernommen hat, natürlich, davon steht aber nichts in der Frage.

Interessant wäre hier auch, welche Position die Mutter da einnimmt, ist ihr klar, dass das Wohnrecht durch die Zwangsversteigerungen gefährdet ist?

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  2. Falls der Mieter nicht ausziehen will, müssen wir Klagen (Räumungsklage) sollten wir die gleich mit der Kündigung auf Eigenbadarf mitschicken (um Druck auszuüben) oder erst mal abwarten? Vielen Dank.

Liebe Grüße TanjaManu

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