Haus für Eltern kaufen. Lange tilgen oder nach dem Tod verkaufen?

2 Antworten

"Macht es Sinn mit der Bank eine 110% Finanzierung zu vereinbaren?"

ist die Frage ob die Bank das macht und wie hoch die monatliche Belastung wird.

"Könnte ich den Kredit bezahlen und meine Eltern würden mir im Prinzip, dass was sie aktuell an Miete zahlen, einfach auf mein Konto überweisen?"

Ja wenn das nicht reicht, für Tilgung und Zinsen musst Du halt zuschießen. Der Betrag war ja Warm-Miete 610€. Es fallen auch Nebenkosten an.

"Was könnte ich von den Steuern absetzen?"

Die Kreditkosten und die Kosten für Umbau (Hardware ) und Fahrtkosten zum Einkauf und Objet mit 30ct/km.

"Macht es Sinn, die Tilgung so gering wie möglich zuhalten? Ich persönlich habe überhaupt kein Interesse an dem Haus und würde es nach dem Tod meiner Eltern sowieso verkaufen."

Die 610€ sind ja warm, kalt wären das dann so ca. 450-500€. Ob das bei geringer Tilgung reicht, must Du selbst errechnen, wenn das Finanzierungsangebot vor liegt. Dir sollte auch klar sein, das bei Verkauf der Gewinn versteuert werden muss, weil Du ja nicht darin wohnst. Aber das kannst Du ja auch später entscheiden ob Du Dich dort anmelden willst. Es würden ja die letzten 3 Jahre vor verkauf reichen, dort zu wohnen.

"Sollten irgendwelche Umständen eintreten die aktuell nicht kalkulierbar sind, wäre es möglich das Haus früher zu verkaufen und den Kredit herauszulösen?"

Das solltet Du bei dem Finanzierungsangebot bei der Bank erfragen, welche Möglichkeiten es gibt. Stichworte Vorfälligkeitsentschädigung, Sondertilgung.

Warum ein Haus? Die Eltern werden älter und ein Haus macht viel Arbeit. Irgendwann kann Papa auch nicht mehr alles allein machen. Die Kosten werden dann auch vom Eigentümer allein getragen werden müssen. Vielleicht wäre eine Wohnung besser geeignet, die gleich altersgerecht umgebaut wird. Größere Reparaturen werden dann von der Gemeinschaft getragen und verteilen sich auf viele Schultern

Wenn das Haus erstmal renoviert ist und alles steht, wird auch alles so bleiben wie es ist. Größere Reparaturen sollten da nicht mehr anfallen. Das muss natürlich jetzt schon beim kauf berücksichtig werden. Das größte Problem bei einer Wohnung sind die Nachbarn, die möglicherweise irgendwann nebenan einziehen könnten. Kenne einen Fall aus meinem Freundeskreis. Und dann hat man unterm Strich nichts gewonnen. Aus dem Grund kommt eine Wohnung nicht in Frage.

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Hallo, wenn die Eltern jetzt 54 sind, ist davon auszugehen, dass sie 20 - 30 Jahre in dem Haus leben. Das ist eine lange Zeit und anzunehmen, dass da keine größeren Reparaturen gibt, ist illusorisch. Insbesondere, da davon auszugehen ist, dass es sich schon um ein älteres Haus bei Kauf handelt. Neben Reparaturen kommen eventuell noch staatlich verordnete energetische Maßnahmen z.B. notwendige Investitionen auf sie zu. Bei den vorhandenen knappen Mitteln, halte ich den Plan für ein Risiko. LG

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