Haus der Eltern kaufen?

2 Antworten

1. Nein, Mietzahlungen sind nicht im Nachhinein auf Raten auf einen Kaufpreis umzudeuten.

2. Ob es sich bei dem geplanten Kauf wirklich um einen Kauf handelt, oder um eine gemischte Schenkung, hängt davon ab, wie hoch der derzeitige Verkehrswert abzüglich des Restdarlehens ist. Beispiel: Verkehrswert aktuell 400.000, Restdarlehen 200.000. Dann hätten die Eltern 200.000 geschenkt, wenn Du das Haus für 200.000 kaufst.

3. Bezüglich der Schwester ergeben sich erst Pflichtteilsergänzungsansprüche, wenn die Eltern innerhalb von 10 Jahren nach der Teil-Schenkung versterben und der restliche Nachlass nicht ausreicht für das Pflichtteil.

Das Vorhaben ist offenbar noch nicht mit den Eltern besprochen worden. Dann hätten sich einige der Fragen schon geklärt!

Zum Abschluss eines Kaufvertrages gehören bekanntlich zwei Parteien und die müssen sich auf einen Kaufpreis einigen.

Was Euch vorschwebt ist offenbar ein Freundschaftspreis. Normalerweise wird ein Haus nämlich zum Marktwert verkauft und nicht nach der Höhe der noch bestehenden Bankschulden des Verkäufers. Anrechnung von Mieten gibt es auch nicht. Die Miete ist nun einmal Gegenleistung für die Nutzung und nicht Vorauszahlung auf den Kaufpreis.

Wenn die Eltern das genau so sehen hätte die Schwester später keinerlei Ansprüche.

Wird aber zu einem Freundschaftspreis verkauft, dann ist das eine teilweise Schenkung. Da könnte es den Pflichtteilsergänzungsanspruch geben.

Die Eltern wissen Bescheid. Genaues haben wir aber noch nicht besprochen. Sie sind der Meinung das es keine Ansprüche geben wird. Wir möchten nichts geschenkt haben. Wir möchten den vollen Wert bezahlen. Wir dachten nur das wir da ja schon mit der "Miete" etwas abbezahlt haben könnten. Uns war aber irgendwie klar das wenn es nicht als solches in einem Vertrag festgelegt wurde auch nicht bei der Bank z.b. zählt.

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