Haus-Anteil eines Erben abkaufen

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Wenn du dich mit deinen anderen Parteien einigst kannst du das machen. Sollten die Parteien jedoch anderweitig verkaufen wollen, steht dir als Miteigentümer lt. § 2034 BGB ein Vorverkaufsrecht zu. D. h. zum gleichen Verkaufspreis wie der "externe" Käufer muss dir das Objekt angeboten werden.

Sollten deine Miteigentümer jedoch nicht verkaufen wollen musst du dieses entweder akzeptieren oder die Auflösung der Erbengemeinschaft beantragen. Im letzteren Fall würden dann alle Objekte in die Zwangsversteigerung gehen. Für alle Parteien im Zweifel der schlechteste Schachzug, jedoch ggf. ein gutes Druckmittel.

Richtig erläutert, obwohl natürlich eine gütliche Einigung besser wäre.

Gleichwohl sind die steuerlichen Auswirkungen dieselben. Weißt du, welche?

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@EnnoBecker

Du hast vergessen, welche Auswirkungen auf wen Du meinst.

Kannst aber auch gleich für alle Konstellationen antworten, wäre viel praktischer ...

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@LittleArrow

Hab ich nicht vergessen. Nur die Sachlage ist mir noch zu diffus.

Wird sie klarer, werde ich mich schon äußern. Kann aber auch sein, dass das im Moment nicht interessiert. Und faul genug bin ich.

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Danke für die schnelle Antwort. Muss Partei 1 zu dem Verkauf der Anteile von Partei 2 und 3 zustimmen, oder können die Parteien darüber allein entscheiden? Sollte ich also die Anteile allein einer Partei abgekauft haben, steht mir ein Vorkaufsrecht zu gleichen Konditionen, sofern ein ander Kaufinteressent ein Angebot unterbreitet, zu?

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@duda78

Aus welchem Grunde sollte dir ein Vorkaufsrecht zustehen?

Wie kommst du darauf?

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@EnnoBecker

Mit dem Vorkaufsrecht meinte ich eigentlich nicht in Bezug auf die anderen Parteien, lediglich mit Bezug auf aussenstehende Interessenten. Also welche die noch keinerlei Anteile am Haus haben.

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@duda78

Hm... so wie ich das sehe, hast du ebenfalls keinen Anteil an den Hausanteilen der anderen Parteien. Warum sollten die anderen Parteien bevorzugt an dich verkaufen?

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Das Vorkaufsrecht steht allen Miteigentümern der Erbengemeinschaft (!) zu.

Unterstellt, du bist Partei 3, hast du das gleiche Vorkaufsrecht oder Miteigentumserwerbsrecht der anderen Anteile wie umgekehrt jeder der Erbengemeinschaft dich auszahlen kann.

Angenommen, du bist keiner der drei Parteien der Erbengemeinschaft, hast du allerdings zwei Probleme.

Ersten bedürfen Verkäufe an dich der allfälligen Zustimmung.

Zweitens kann andernfalls jeder Miterbe Teilungsansordnung beantragen und das Haus im Zuge der Zwangsvollstreckung selbst erwerben.

Könntets du nach 7/8 Eigentumserwerb von den Parteien 1 und 2 im Bieterverfahren nun nicht mehr mithalten, geht dein Anteilskaufpreis den Bach runter und Partei 3 hat ein Haus zum Vorzugspreis erworben :-O

Kannst du es, kaufst du das Haus aber insgesamt deutlich über Verkehrswert zu teuer.

G imager761

Danke für die vielen Antworten und Informationen. Nochmal kurz zur Info: Ich gehöre nicht zu den 3 Besitzern des Hauses. Habe jedoch zu einer Partei mit 12,5% Anteil einen guten Draht, zu den anderen beiden leider nicht. Da das Haus wahrscheinlich max. in einem Jahr verkauft werden soll, dachte ich, ich kauf die 12,5% Anteile der befreundeten Partei ab, um mir dieses angesprochene Vorkaufsrecht einzuräumen. Da Partei 1 und 2 auf keinen Fall das Haus für sich beanspruchen wollen. Benötigt Partei 3 die Zustimmung von 1 und 2 um ihre Anteile zu verkaufen?

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Sorry, aber das sehe ich ganz und gar nicht so.

Das Vorkaufsrecht steht allen Miteigentümern der Erbengemeinschaft (!) zu.

Woraus soll sich das denn ergeben? Wenn ich nun herkomme und sage zu Partei Nummer 3, dass ich 30% mehr zahle, warum sollte der mir seinen Teil nicht verkaufen können?

Ersten bedürfen Verkäufe an dich der allfälligen Zustimmung.

Nö. Die Zustimmung ist notwendig, wenn das Grundstück insgesamt verkauft werden soll. Nicht, wenn ich einer der Parteien den Anteil abnehme.

Teilungsansordnung beantragen und das Haus im Zuge der Zwangsvollstreckung selbst erwerben.

Bei der Teilungsversteigerung sind andere Bieter nicht ausgeschlossen.

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