Hat man ein Recht auf Einsicht der Finanzen bevor man das Erbe annimmt/ ausschlägt?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nach § 34 FGG kann die Einsicht der Gerichtsakten jedem insoweit gestattet werden, als er ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht. Da Sie erbberechtigt sind, haben Sie ein berechtigtes Interesse, so dass Sie zunächst Einsicht nehmen können.

Natürlich.

Wenn man nur ein Teilerbe bekommt ist, das ja eigentlich ncith notwendig, weil der Haupterbe auszahlt.

Ist man selbst der Haupterbe, so hat man Anspruch auf alle Unterlagen (Kontoauszüge, verträge usw.).

Ausserdem, sollte sich später etwas ergeben, von dem man bei der Annahme des Erbes nciht wissen konnte, so bleibt immer der Nachlasskonkurs, bei dem die Verantwortung auf die größe des Erbes beschränkt bleibt.

Finanzielles Chaos Erbengemeinschaft- muss Haus an einen Erben vermietet werden oder kann dieses unentgeltlich genutzt werden wenn Einigkeit besteht?

Folgender Sachverhalt ist eingetreten: Vater (Alleinverdiener) ist verstorben und vererbt an 2 erwachsene Kinder und 1 Frau 3 Häuser, die nur zum Teil abgezahlt sind. Das Erbe entspricht der gesetzlichen Erbfolge,  die Witwe erbt die Hälfte und die Kinder des Erblassers je 1/2 der anderen Hälfte des Erbes.

Kind a möchte Haus 1 bewohnen (dieses war zuvor vermietet, die Miete wurde verwendet um den Kredit abzuzahlen, Mieter haben Mietverhältnis selbst aufgelöst), Kind b bewohnt Haus 2 seit Jahren und zahlte Miete an Eltern, Mutter möchte Haus 3 weiterhin bewohnen und die Finanzen regeln, sprich den Kredit abzahlen mit Hilfe der Kinder, die einen Betrag x zahlen. Alle sind sich einig, es gibt keinen Streit.


Müssen die Häuser durch die Mutter nun an die Kinder vermietet werden zum ortsüblichen Mietpreis oder macht es finanziell keinerlei Sinn? Wäre es möglich oder sogar klüger statt der Miete ( die ja versteuert werden muss) an die Mutter eine Nutzungsgebühr zu zahlen, die zur Kredittilgung aufgewendet wird?
Faktisch muss ein Betrag von 2000 Euro fließen um den laufenden Kredit zu tilgen, dies kann die Mutter als Hausfrau mit Witwenrente nicht alleine stemmen.

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Wielange gilt eine Erbausschlagung?

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Kontosaldo:

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3.000€ Kreditkarte Mutter, noch nicht abgebucht

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Die Bank will 6.000€ von meiner Mutter. Wäre auf dem Konto ein Plus, würde ihr 50% des Betrages zustehen und die andere Hälfte geht in die Erbmasse ein. Ist es auch bei einem Sollsaldo so?

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50% v. 1.000€ = 500€

und 3.000€ ihre Kreditkarte

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Was meint Ihr? Für Antworten bin ich sehr dankbar.

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