Hat jemand Erfahrung mit dem Widerruf eines Darlehens um Vorfälligkeitsentschädigung zu sparen?

2 Antworten

Dieser Weg kommt für Darlehensnehmer in Frage, die zwischen Ende 2002 und Mitte 2010 ein Immobiliendarlehen aufgenommen haben. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass zu jedem Verbraucherkreditvertrag eine Widerrufsbelehrung gehört.

Darin wird einem Darlehensnehmer erklärt, dass er seine Unterschrift unter den Darlehensvertrag binnen zwei Wochen widerrufen kann. Die Widerrufsbelehrung muss eine bestimmte Form haben, um wirksam zu sein. 2002 traten gesetzliche Neuerungen in Kraft, die auch das Widerrufsrecht geändert haben.

Daraufhin haben die Banken ihre Widerrufsbelehrungen angepasst und dabei fast immer formelle Fehler gemacht. Und wegen dieser Fehler endet die Frist zum Widerruf nicht, so dass viele Verbraucher noch viele Jahre nach Vertragsschluss einen Kredit widerrufen und damit ihr Darlehen vorzeitig auflösen können. Der Widerruf des Darlehensvertrags kann dabei jederzeit erklärt werden.

http://www.fachanwalt-hotline.eu/Interessengemeinschaft/5406-Widerrufsbelehrungen-oftmals-fehlerhaft-Darlehen-guenstig-umschulden?PHPSESSID=a8567492ec78d64a4e509ff53e574388

Wie macht man als vermeintlicher Schuldner einen Verstoß gegen Treu und Glauben geltend?

Folgender Fall: Ein Gläubiger macht eine Forderung aus 1994 (!!) nun erstmals via Inkassobüro / Rechtsanwalt gegenüber dem Schuldner geltend. Er behauptet, er hätte einen vollstreckbaren Titel aus 1995.

Nun gibt es ja §242 BGB, Verstoß gegen Treu und Glauben und entsprechede BGH-Urteile, die eine erstmalige Forderungsbeitreibung, trotz erwirktem Titel, schon nach 7, 9 und 12 Jahren als Verstoß gegen §242 und die Forderung als verwirkt ausgeurteilt haben. Jahrelanges Untätigsein des Gläubigers hebelt also die 30 Jahre-Frist durchaus aus.

Wie soll sich denn der, nun nach 20 Jahren mit der Forderung "überfallene" Schuldner richtig verhalten? Wie macht er den Verstoß gegen §242 geltend?

Dem beitreibenden Anwalt schreiben erscheint mir nicht sehr zielführend. Dem Gerichtsvollzieher die BGH-Urteile beim Besuch unter die Nase halten, ist glaube ich, auch nicht der richtige Weg.

Soll der Schuldner selbst einen Anwalt beauftragen? Wer zahlt dann dessen Kosten?

Nur zur Erläuterung: In dem Fall handelt es sich um eine Anfangsforderung von knapp 2000 DM (!) eines Autohauses, aus der nun über 9500 € geworden sein sollen. Der vermeintliche Schuldner erinnert sich nicht jemals mit diesem Autohaus in Kontakt gestanden zu haben. Er hat zwar Ende der 80er mal in dem Ort gewohnt der rd. 300km weit entfernt ist. Seit 1989 wohnt er aber hier in der Nachbarschaft.

Da er einen normal häufigen Nachnamen hat, ist die Annahme, dass es sich um eine Verwechslung handelt zwar nicht ausgeschlossen - aber wie weist man das nach?

Er schwört übrigens, dass ihm niemal ein entsprechendes Urteil oder gar Vollstreckungsbescheid zugestellt wurde.

Hat jemand einen Tipp, was nun an welcher Stelle getan werden muss?

Danke für Eure Hilfe.

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Problem mit American Express Gold Card...

Hallo,

ich bin Vielreisender und viel unterwegs und treffe daher regelmäßig auf die AMEX Anbieter am Flughafen.

Vor etwas über 1 Jahr hatte ich mir das Angebot mal näher angesehen und auch einen Antrag ausgefüllt, allerdings hat mir der Berater Vorort ausdrücklich versichert, dass es noch kein finaler Abschluss sei. D.h. erst nach Erhalt der Karte und Freischaltung dieser wäre der Vertrag verbindlich. Und falls ich ich nicht innerhalb einer Frist freischalte, verfällt die Karte. Leider habe ich die Aussage nur mündlich erhalten, aber mir war damals sehr wichtig nicht sofort Vorort einen Vertrag abzuschließen. Ich habe ausdrücklich mehrmals gefragt!

Ich hatte mir dann 2 Wochen später zu Hause alles angesehen und mich dann doch dagegen entschieden, also habe ich die Karte nicht freigeschaltet! Für mich war der Fall damit erledigt.

So und nun bekomme ich eine Rechnung und eine Lastschrift von American Express von 140€ für eine Karte, die ich nie genutzt habe und die ich noch nicht einmal mehr habe. Ich habe nämlich die Unterlagen von damals nicht aufbewahrt und die Karte zerstört.

Hat mich also der Berater damals falsch informiert? Denn in den Unterlagen stand auch drin, dass die Karte freizuschalten sei. Aber anscheinend ist es AMEX egal, ob man die Karte freischaltet, kassiert wird trotzdem...

Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, sehe die Chance aber eher gering, da ich leider die Unterlagen nicht aufbewahrt habe, oder sollte ich doch mal einen Anwalt fragen?

Die 140€ sind wohl leider verloren, die Karte werde ich aber kündigen, ich habe sie ja nicht mal mehr. Und es zeigt mir einmal mehr, dass ich in dieser Welt echt niemandem trauen darf, das macht mir grad irgendwie wütend und traurig zugleich.

Meine Frage ist nun auch, ob jemand schon von einem ähnlichen Fall gehört hat?

Mein nächster Schritt ist nun erstmal die Hotline.

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