Hat ein Erbvertrag nicht eindeutig mehr Vorteile als das Berliner Testament?

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3 Antworten

topsin: Der eigentliche Zweck des Erbvertrages als Rechtsinstitut liegt in der Bindewirkung.

Während testamentarische gemeinschaftliche Anordnungen (nur zwischen Ehegatten und eingetragene Lebenspartner möglich) jederzeit frei widerruflich bleiben (notarielle Beurkundung erforderlich), können im Erbvertrag (zwischen beliebigen Personen miteinander möglich) bindende Verfügungen getroffen werden, also Verfügungen, die der Erblasser grundsätzlich nicht mehr einseitig aufheben kann.

Allerdings kennt das Gesetz drei Gründe, die den Erblasser zum Rücktritt (notarielle Beurkundung erforderlich) vom Erbvertrag berechtigen:

a) ein Rücktrittsvorbehalt im Erbvertrag, b) Schwere Verfehlungen des Bedachten, c) Aufhebung der Gegenverpflichtungen.

Das vertragsmäßige Erbrecht kann sich aber als entwertet erweisen, wenn der Erblasser sein Vermögen oder wesentliche Teile davon vor dem Erbfall weggegeben hat (Ausnahme sittenwidrige Geschäfte, sog. „Aushöhlungsgeschäfte“).

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Da sowohl ein Erbvertrag als auch ein Berliner Testament Vor - und Nachteile haben kann, sollte man sich im Vorhinein genau überlegen, welches die richtige Lösung sein kann.

In folgendem Link sind die einzelnen Variationen gut beschrieben:

http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/testament/testament_01.html

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Wo siehst du da einen Unterschied?

Ein Ehevetrag kann dieselben Verfügungen wie ein Berliner Testament enthalten, darf allerdings auch von Nichtverheirateten, allerdings nur notariell beurkundet, geschlossen werden.

G imager761

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