Harz4 beantragen?rechnen die Lehr Geld vom Sohn an?

2 Antworten

Bevor ich es vergesse - bitte informiere Deinen Sohn, dass er auf die Internetseite (so googeln)

azubi + azubine

gehen soll. Auf dieser Seite speziell für Auszubildende sind zu vielen Themen sehr wertvolle Tipps, auch was finanzierung angeht. Diese Seite ist eine wahre Goldgrube.

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Jetzt zu Deiner Frage:

Das kommt drauf an. Vermutlich ist Dein Sohn unter 25 Jahre (U25).

Wenn Dein Sohn so viel verdient, dass er von seinem Einkommen leben kann, ist er nicht mit Dir zusammen eine Bedarfsgemeinschaft. Das ist er nur, wenn sein Einkommen dafür nicht ausreicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft

Bekommst Du für ihn noch Kindergeld? (Mit diesem Thema kenne ich mich nicht aus, weiß nicht, ob auch für Auszubildende den Eltern Kindergeld gezahlt wird.) Falls Du für ihn Kindergeld bekommst, muss er der Kindergeldstelle mitteilen, dass das Kindergeld nicht mehr an Dich, sondern an ihn selbst gezahlt werden soll.

Also, wenn Dein Sohn von seinem Einkommen finanziell leben kann, hat er mit dem Jobcenter nichts zu tun. Er muss dann so viel Einkommen haben, dass er

  • 1/3 der Miete plus Nebenkosten + Heizung zahlen kann (Ihr seid ja drei im Haushalt), und der
  • Regelsatz beträgt zur Zeit 432 Euro.

Hier kannst Du es nachlesen:

Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

und auch hier in einem neueren Artikel:

Darf in Hartz 4 das Einkommen meiner Kinder angerechnet werden?

https://hartz4widerspruch.de/news/darf-das-einkommen-meiner-kinder-angerechnet-werden/

Du wirst ja dann gefragt, ob Du Kinder hast, und Du wirst dann sagen bzw. schreiben, dass er sich in einer Ausbildung befindet und wieviel er verdient. Wenn Du nach Lesen der Artikel der Meinung bist, dass Dein Sohn nichts mit dem Jobcenter zu tun haben wird, mache darauf aufmerksam. - Es kommt vor, dass Sachbearbeiter beim Jobcenter entweder nicht daran denken, oder dass Du jemanden vor Dir hast, der nicht ausreichend ausgebildet ist bezüglich der Vorschriften für Hartz IV.

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Anders als @wilees bin ich anderer Meinung, was die Finanzierung durch Deinen Partner angeht.

So wie Du schreibst, ist es ja nicht Euer gemeinsamer Sohn, sondern Deiner. Wäre es Euer gemeinsamer Sohn, wäret Ihr beim Jobcenter automatisch eine Bedarfsgemeinschaft. Da ich davon ausgehe, dass es nicht Euer gemeinsamer Sohn ist, seid Ihr es wahrscheinlich nicht.

Denn zu einer Bedarfsgemeinschaft gehört, dass Ihr eine Einstehgemeinschaft seid. Das bedeutet, wenn einer von Euch beiden zum Beispiel hohe Schulden macht, steht der andere dafür mit ein. - Wenn aber der andere sagt: Nöö, Deine Schulden zahlst Du alleine, damit habe ich nichts zu tun, dann seid Ihr keine Einstehgemeinschaft. (Auch dazu siehe den Artikel, den ich Dir reingegeben habe.)

Falls das Jobcenter verlangt, dass Du die Vermögensverhältnisse Deines Partners angeben sollst: Das muss er nicht. Denn Ihr seid nicht verheiratet, habt kein gemeinsames Kind, und eine Einstehgemeinschaft seid Ihr auch nicht. - Siehe dazu das Urteil in diesem Artikel:

Hartz IV: Anrechnung unverheirateter Partner

https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-anrechnung-unverheirateter-partner

Falls man dort doch darauf besteht, Weise auf das dort genannte Urteil mit dem Aktenzeichen (Az.) hin.

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Falls Dein Partner und Du einen Untermietvertrag vereinbart habt (muss der Vermieter genehmigen), wird die Miete durch drei geteilt. Wenn Dein Sohn finanziell eigenständig ist, zahlt er ja 1/3 der Miete, Du 1/3 und Dein Partner 1/3. Und Dir würde der Regelsatz für Singles 432 Euro zustehen.

Wenn Dein Sohn sich mit seinem Einkommen nicht finanzieren kann, seid Ihr beide eine Bedarfsgemeinschaft, und beide würdet Ihr den Regelsatz in Höhe von 389 Euro kriegen.

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Gehört Dein Sohn der Bedarfsgemeinschaft an, so hat er von seinem Gehalt 100 Euro auf jeden Fall frei und von dem Betrag, der darüber ist (von 101 bis 1000 euro) 20%. Mehr wird er wohl nicht verdienen, denn dann würde er ja sowieso finanziell frei sein. (Ab 1001 Euro wäre der Freibetrag 10%.)

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher. Hier gehe ich auch auf das Thema Ämterlotsen ein. - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. Dazu schreibe auf das Doppel dort, wo Platz für Stempel usw. ist: "Schreiben unterschrieben erhalten:" (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit

jobcenter unterlagen verloren

und lies auch dies:

Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Deinen ePersonalausweis musst Du nicht kopieren lassen, alles Wichtige kann davon abgeschrieben werden:

Wann ist das Kopieren des Personalausweises erlaubt

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/wann-ist-das-kopieren-des-personalausweises-erlaubt/

und

LDI NRW: Personalausweis kopieren oftmals nach DSGVO verboten!

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ldi-nrw-personalausweis-kopieren-oftmals-nach-dsgvo-verboten/

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Deine zur Bearbeitung Deiner Sache erforderlichen Bankbelege legst Du vor - sie werden eingesehen, aber NICHT fotokopiert - lies dazu dies:

Hinweise zur datenschutzgerechten Ausgestaltung der Anforderung von Kontoauszügen bei der Beantragung von Sozialleistungen

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1109-Hinweise-zur-datenschutzgerechten-Ausgestaltung-der-Anforderung-von-Kontoauszuegen-bei-der-Beantragung-von-Sozialleistungen.html

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Immer wieder kommt es vor, dass Jobcenter / Sozialämter eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter verlangen, obwohl Mietvertrag und letzte Mietanpassung eingereicht sowie Bankbelege mit den Mietezahlungen vorgelegt wurden - dazu:

Jobcenter Regensburg: Vermieterbescheinigungen verstoßen gegen Datenschutz

https://kanzlei-hhs.de/jobcenter-regensburg-vermieterbescheinigungen-verstosen-gegen-datenschutz/

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

Hallo ich will mich bei Harz 4 anmelden da ich kein Geld hab.

Nur es ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers dafür zu sorgen, dass Du "persönliches" Geld hast.

Lebe von das geld was mein Lebenspartner verdient.

Das wirst Du auch weiterhin müssen, da Dein Lebensgefährte und Du + DeinSohn eine Bedarfsgemeinschaft bilden.

Mein sohn macht grad seine Lehre muß wurd mein Sohn dann was ab gezogen?

Dessen Einkommen, würde soweit er seinen eigenen Bedarf decken , selbstverständlich darauf "angerechnet" werden, respektive bis auf einen Freibetrag.

Habe auf "hilfreich" geklickt, dabei wollte ich eins tiefer anklicken fürs Kommentieren. 🙂

Der Partner gehört nicht der Bedarfsgemeinschaft an, wenn sie und er keine Einstehgemeinschaft sind. Verheiratet sind sie nicht, und der Sohn scheint nicht ihr gemeinsamer zu sein.

Dass der Partner sie bis jetzt finanziell unterhalten hat, ist reine Freundlichkeit. Wenn er jetzt keinen Bock mehr drauf hat, muss er das nicht. Wüsste nicht, dass das Jobcenter daraus ein Gewohnheitsrecht ableiten kann.

Wünsche Dir eine schöne Woche.

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