Handy-Retoure angeblich ohne Inhalt, Mahnbescheid von Inkassobüro. Was jetzt?

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Textvorschlag: "Wertes Inkasso. Das Gerät wurde fristgerecht zurückgesandt. Die Beweise liegen ihrer Mandantin vor. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen. Ich diskutiere nicht und lasse mich nicht einschüchtern."

Mehr würde ich denen nicht schicken. Alle weiteren Briefe ignorieren. Deren Kosten sind nicht dein Problem.

Die müssten ohnehin beweisen, dass das Paket unbeschädigt war (Für Probleme auf dem Transportweg haftet der gewerbliche Verkäufer) und dass es wirklich leer war. Beides wird dem Anbieter wohl unmöglich sein.

Ggf. kannst du zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten, insbesondere zusammen mit der Seriennummer u.ä. Dann kann das Handy ggf. geortet werden und vielleicht kann man es zum eigentlichen Dieb zurückverfolgen. Das musst du nicht machen, es erleichtert aber auch die Argumentation für dich, sollte das wirklich weitergehen bis vors Gericht. Ggf. findet man dann den Dieb bei der Post bzw. im Lager des Verkäufers. Ich würde zur Polizei gehen, denn du kannst schwören (-> eidesstattliche Versicherung), dass das Handy richtig verpackt wurde. Dein Zeuge kann helfen, aber sie können auch behaupten, du hättest das Handy nie verschickt, sondern nur einen leeren Karton. Mit einer Strafanzeige kannst du das Argument entkräften. Nach dem Motto "Wenn ich es behalten hätte, hätte ich es doch nicht angezeigt, ich wäre doch sonst saudoof, würden die das Handy dann zu mir zurückverfolgen"

Achja: Behalte deinen Briefkasten im Auge. Briefe von einem Gericht musst du beantworten. Bei einem gerichtlichen Mahnbescheid bekommst du ein Formular. Da kreuzt man "Ich widerspreche komplett" an und schickt es per Einschreiben ans Gericht zurück. Danach sollten die endgültig Ruhe geben.

Super, vielen lieben Dank für die Antwort. Noch ein paar Fragen hinterher:

Bei einem gerichtlichen Mahnbescheid bekommst du ein Formular. Da kreuzt man "Ich widerspreche komplett" an und schickt es per Einschreiben ans Gericht zurück. Danach sollten die endgültig Ruhe geben.

Genauso geschehen. Meine Frage jetzt ist lediglich, ob ich anderweitig handeln soll um mir etwaige Problemchen vom Hals zu schaffen, gerade nachdem ich den Mahnbescheid bereits bekam. Insbesondere was den Kontakt mit dem Inkassobüro angeht bin ich leicht skeptisch und würde instinktiv erst gar nicht kommunizieren wollen.

Darüber hinaus frage ich mich, was es mit der Erklärung auf sich hat, die ich abgegeben sollte: ich unterschrieb wie oben dargelegt ein Formular, in welchem ich versicherte, dass ich das Gerät ordnungsgemäß versandt habe. Auf die rechtzeitig abgeschickte Kopie gab es keine Antwort, mein E-Mail-Duplikat habe ich laut ihrer Antwort zu spät versandt.

Das sollte ja eher keine Auswirkungen auf das Prozedere haben, schließlich können die ja wiederum behaupten was sie möchten bei einem derart unverbindlichen Dokument; aber für den Fall, dass es mir doch in den Hintern beißen könnte möchte ich das doch nochmal ausdrücklich erwähnt haben. Letztlich ist meine Skepsis was den direkten Kontakt mit dem Inkassobüro angeht wohl der eigentliche Grund für das Hinausziehen dieser Sache, da bin ich einfach etwas sehr gehemmt.

Nochmal ein Dankeschön für den Rat, ich weiß deine Zeit sehr zu schätzen!

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@ThomasVonSieben

Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Ich schaue hier nur selten rein. Zusätzliches Handeln ist nicht erforderlich. Wichtig war nur der Widerspruch gegenüber dem gerichtlichen Mahnbescheid.

Insbesondere was den Kontakt mit dem Inkassobüro angeht bin ich leicht skeptisch und würde instinktiv erst gar nicht kommunizieren wollen.

Man sollte denen gegenüber exakt ein mal klarstellen, dass man das zurückweist. Und kommen neue Anwälte/Inkassos, kann man das ignorieren. Dieser einmalige Widerspruch ist sogar streng genommen überflüssig. Er beugt nur einem Schufa-Eintrag vor. Denn sobald widersprochen wurde, darf da eigentlich nichts mehr bei Schufa und Co. eingetragen werden.

Darüber hinaus frage ich mich, was es mit der Erklärung auf sich hat, die ich abgegeben sollte

In meinen Augen reine Schikane. Solche Versicherungen muss man maximal vor einem Gericht abgeben. Aber so weit kommt es nicht. Die Versicherung ist auch überflüssig. Du hast ja einen Beweis, das vernünftig abgeschickt zu haben.

Auf die rechtzeitig abgeschickte Kopie gab es keine Antwort, mein E-Mail-Duplikat habe ich laut ihrer Antwort zu spät versandt.

Es gibt da kein "zu spät". Es gibt da keine Fristen. Die gibt es maximal vor Gericht.

schließlich können die ja wiederum behaupten was sie möchten

Vor Gericht ist derjenige, der etwas positives für dich behauptet, in der Beweispflicht. Dein einziger Beweis ist, dass du es versandt hast. Damit ist das Thema eigentlich durch. Behaupten können die viel. Ohne relevanten Beweis bringen denen die Behauptungen gar nichts.

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Du hast den Rücksendeschein im Orginal noch !! Und kannst du einen Zeugen belegen das die Ware im Karton verschickt wurde.

Auf diesem steht ein Datum, das innerhalb der Frist liegt.

Dazu hast du eine Bestätigung das alles ankam.?

An keiner Stelle im Text erklärt du die Headline, nachder nix ankam

Handy-Retoure angeblich ohne Inhalt

Das Problem ist das die Handyanbieten die öffnung der Pakete filmen. Des weiteren werden die Pakete auch von der Post gewogen. Also musst du schon beweisen das du abgesendet hast. Anderseit müssten die reagieren wenn sie ein leeres Paket bekommen haben. Das Versandrisiko liegt bei denen.

Schreib alles in 2 Sätzen, schick es dem Unternehmen und dem Inkasso und erkläre die Forderung für stritig. Sie sollen klagen wenn Sie was wollen-

Danach nur noch auf Klage oder Mahnbescheid in gelben Umschlägen vom Gericht reagieren

Was auch immer die Wahrheit sein mag ?

>An keiner Stelle im Text erklärt du die Headline, nachder nix ankam

Hier was ich schrieb:

>Wäre da nicht die Tatsache, dass laut Auskunft das Gerät angeblich nicht ankam.
>Es wurde um Rückmeldung gebeten, ich hatte ein nettes Gespräch und mir wurde gesagt, man liese mir ein entsprechendes Formular zukommen, das ich unterschreiben und mit dem mir ausgestellten Einlieferungsbeleg versehen solle. Auch das tat ich und sandte es innerhalb der erwähnten zwei-Wochen-Frist per Brief zurück.
>Ich habe bereits einen Mahnbescheid bekommen. Ich ging davon aus, dass das Thema sich bereits erledigt hatte - dem aber nicht so war.

Der Einlieferungsbeleg hat kein Gewicht aufgedruckt, Zeugen habe ich einen. Mein Problem ist eigentlich nur die Herangehensweise: sollte ich, nachdem ich bereits einen gelben Brief bekam dem ich widersprach, einfach dem Inkassounternehmen nochmal die Unterlagen (=Dokument, in dem ich versichere, dass ich das Gerät ordnungsgemäß versandt habe + Einsendebeleg) zukommen lassen mit dem Hinweis, dass ein Irrtum vorliegen muss?

Ich will mich lediglich nicht in der Sache verhaspeln. Danke schonmal für den Beistand.

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@ThomasVonSieben
Ich habe bereits einen Mahnbescheid bekommen.

Und WIderspruch eingelegt ??? Wenn nicht, dann war es das bereits gewesen

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@KarinM

Du hast . Danach muss und kann der Gegner klagen. Danach sollten eigentlich keine Inkassos mehr kommen, Es geht dann vor Gericht. Dann zeigst du deine Belege und den Zeugen. Die Gegenseite ihren und fertig.Wenn die Gegenseite das überhaupt macht . Die sind am Zug

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