Handy beschlagnahmt ohne Beschluß?

3 Antworten

Auch wenn die Rechnung auf deinen Namen läuft, würdet Ihr es erst danach wieder bekommen, da es in seinem Besitz war, er es genutzt hat und sie darauf Beweise vermuten und diese gilt es zu sichern.

Heißt; vor Abschluss der Ermittlungen, werdet Ihr es nicht erhalten. Und sogar wenn doch! Würden sie vorher eine Kopie von allen Daten die sich auf dem Handy befinden, anfertigen.

Zum Tat Zeitpunkt war das Handy aber Zuhause, er hatte es nicht mit. Gilt es dann trotzdem noch?

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@melado

Ich kann es dir nicht beantworten, da ich kein Anwalt bin. Aber wenn es in seiner Wohnung war, gilt der Beschluss ja für die Wohnräume von Ihm, egal ob er da ist oder nicht. Und wenn das Handy bei Ihm zu Hause liegt, geht man von aus, es ist seins.

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@melado

Wir wissen ja nicht, worum es bei den Ermittlungen geht. Er könnte sich z. B. über das Handy mit Komplizen ausgetauscht haben, insofern ist es durchaus möglich, dass sich auf dem Handy relevante Beweise befinden.

Meine Empfehlung: Sucht euch einen Anwalt. Derŕ kann sich dann um alles kümmern, auch um das Handy.

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Eine Anmerkung:

Sollte das Handy verschlüsselt und passwortgeschützt sein, so bist weder du noch dein Partner dazu verpflichtet, den Behörden das Passwort zu verraten bzw. diesen Zugang zum Speicher des Smartphones zu ermöglichen.

Dies kann euch nicht nachteilig ausgelegt werden, da sich in Deutschland niemand selbst belasten muss und ihr auch keine Mitwirkungspflichten bei den Ermittlungen habt.

Man kann auch von der Fernlöschungsfunktion durch Apple oder Google gebrauch machen.

Es gibt mit Sicherheit einen richterlichen Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung. Dieser deckt das Vorgehen der Ermittlungsbeamten rechtlich vollkommen ab. Wenn im Rahmen des Ermittlungsverfahren auf deinem Handy keine verfahrensrelevanten Beweise gefunden werden, sollte das Handy zurück gegeben werden. Umgekehrt, werden darauf noch verfahrensrelevante Tatsachen gefunden, solltest du damit rechnen, dass auch gegen dich von der Staatsanwaltschaft ermittelt wird, oder du zu einer Aussage aufgefordert wirst. Dann wird es höchste Zeit sich anwaltlicher Hilfe zu bedienen.

Noch eines: du bist gut beraten den Tatvorwurf oder Details dazu nicht in den sozialen Medien zu posten. Das kann dir nur schaden.

Solange gegen dich nicht ermittelt wird, kannst du nur ggf. Zeugin sein, und das ist zunächst für dich neutral.

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