Handelt es sich beim Serviceleistungsvertrag (Bahn-Job-Ticket) der Bahn um einen geldwerten Vorteil?

...komplette Frage anzeigen ServiceVertrag mit Bahn - (Steuern, Finanzamt, Steuerberater)

3 Antworten

Das heißt die Mitarbeiter geben der Firma kein Geld und die Firma zahlt auch kein Geld, weder an die Mitarbeiter noch an die Bahn

das sehe ich ein wenig anders, denn wenn keiner was zahlt, wer zahlt dann? Ich vermute, bei der Lohnabrechnung werden die Kosten für das Ticket von der Firma vom Nettogehalt abgezogen. Wenn nicht, dann zahlt der Kunde (der Mitarbeiter) direkt an die Bahn.

Einen geldwerten Vorteil sehe ich hier nicht.

Es fließt lediglich ein Geldstrom vom Bahnkunden an die Bahn. (Der Bahnkunde zahlt für das Ticket an die Bahn). Die Firma zahlt nichts, sondern bestätigt der Bahn lediglich, daß der Mitarbeiter hier arbeitet. Das ist die Voraussetzung damit die Bahn, das Job-Ticket an ihren Kunden verkauft.

Auf der Lohnabrechnung, die die Firma erstellt, taucht nichts zu diesen Vorgängen auf.

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@solicitation1

Vielleicht kann man es so vergleichen: Jemand bekommt eine Vergünstigung für eine Leistung, weil er z. B. Student ist oder körperbehindert ist?

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@solicitation1

kein geldwerter Vorteil.

Das ist wie bei vielen Anbietern, bei denen man bei Nennung seines Arbeitgebers einen Rabatt bekommen kann. Der Arbeitgeber weiss von den Zahlungen nichts.

Das sind einfach nur Sonderkonditionen, die ein Anbieter wie hier die Dt. Bahn, Angestellten einer Firma bieten.

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Auf der Lohnabrechnung, die die Firma erstellt, taucht nichts zu diesen Vorgängen auf.

Warum auch. Die ausgehandelten Sonderkonditionen sind zwar ein geldwerter Vorteil, aber kein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil.

Um Sonderkonditionen bei Bahn und anderen Öffis zu bekommen, kannst Du auch einen Verein gründen. Hast Du genügend Mitglieder, welche das Bahn-Abo nutzen, dann bekommt auch dieser eigens zu dem Zweck gegründete Verein Prozente. Du siehst, ob nun der AG oder sonstwer den Rabatt aushandelt ist egal.

Steuerpflichtig wäre in der AG-Version, wenn der Abonutzer den Ticketpreis von seiner Firma bezahlt bekäme. Da aber auch nur, wenn das Abo mehr als 44,00/Monat kostet. Kostets mehr, kann der AG den Fahrtkostenzuschuss auch pauschal mit 15% versteuern.

Die Hardcopy ist etwas schwer zu lesen. Deshalb die m. E. wichtigen Passagen (Geldströme betreffend) hier nochmal:
"Die bei einem DB Job-Ticketvertrag überlicherweise anfallenden Aufgaben der Firma, wie z. B. ... Inkasso der Abo-Ticketkosten beim Mitarbeiter ... können, durch Abschluss eines Servicevertrag, vom DB Abo Center übernommen werden. Das Serviceentgelt kann vom Abo-Kunden direkt an die Bahn bezahlt werden.

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