Handelsvertreter- Provision nur für Material oder auch die Dienstleistung?

2 Antworten

Die grundsätzliche Frage ist doch, was Du als Handelsvertreter verkaufst?

Kauft der Kunde nur die Dichtung und baut sie selbst ein, besteht natürlich nur Provisionsanspruch auf das verkaufte Teil. Verkaufst Du aber auch den Einbau mit, besteht auch dafür Provisionsanspruch - selbst wenn der Kunde erst später den Einbau beauftragt, weil er z.B. feststellte, dass er das mit Eigenmitteln selbst nicht leisten kann.

Im Übrigen würde ich niemals einen margenabhängigen Provisionsvertrag akzeptieren. Da ist die Maxime "Vogel friss oder stirb" schon vorprogrammiert.

Ergo: HV-Vertrag auf alle Umsätze, die von Dir beim Kunden generiert wurden. Im Übrigen auch auf Umsätze, die damit mittelbar im Zusammenhang stehen, wie z.B. notwendige Planungsleistungen. Faktisch also alle Umsätze, die durch den Unternehmer bei dem Kunden fakturiert werden.

Möchte der Unternehmer, dass Du zusätzlich auf die Gewinnmarge achtest, kann er das relativ einfach dadurch erreichen, dass er Dir bei Erreichen bestimmter Margenziele einen Bonus bezahlt.

Natürlich seit ihr in der Vertragsgestaltung frei. Trotzdem noch ein Hinweis darauf, dass selbst nach der Beendigung des HV-Vertrags ein Provisionsanspruch auf Verkäufe mit dem Kunden besteht, obwohl Du daran gar nicht mehr beteiltigt warst.

Schau mal hier: http://www.vertriebsrecht.net/vertriebsrecht/provisionsanspruch/index.php



"Nun soll meine Provision nur aus der Gewinn Marge des verbauten Materials"

Dir ist klar, das die Gewinnmarge sich jederzeit ändern kann. Auch kann der Hersteller die Gewinnmarge klein rechnen, auch nachträglich und die Provision zurückverlangen, insbesondere dann wenn der Firmeneigentümer wechselt oder andere Firmen zugekauft werden oder Fusioniert wird.

Das kann für Dich bedeuten das Du keine Provision erhältst, bzw. diese nachträglich zurückzahlen musst. Wenn das alles im anderen Steuerjahr geschieht wäre das ein Fiasko, da Du versteuerte Provision zurückzahlen müsstest und die Steuern nicht zurückbekommen könntest.

Finger weg.

Aber die Steuerlage und Risiken bei Inhaberwechsel, Fusion sind ein Argument zum Verhandeln. Da Du ja die Einbauarbeiten mit vermittelst, würde ich dafür auch die Provision aushandeln.

Spekulationssteuer mit tlw. Untervermietung?

Moin moin aus Berlin,

ich bin in Not geraten und muß mich von meiner ETW trennen. So wie ich die Fakten derzeit sehe, fällt bei mir die 25% Steuer aus Spekulationsgeschäften an.

Chronologie:

2000 ETW gekauft (marktüblich)

2005 verkauf an leibl. Mutter, um einer Verwertung vorzubeugen (deutl. unter Wert/Restschuld)

2015 Rückkauf (ohne Gewinn/Verlust)

Ende 2018 geplanter Verkauf an leibl. Sohn (mit ca. 37.000€ Gewinn, aber unter derzeitigen Wert)(falls die Finanzierung scheitert, Verkauf Anfang 2019 maktüblich mit ca. 65.000€ Gewinn ggü. letzten Kauf)

Seit 2000 bin ich Nutzer der ETW (tlw. als Mieter, bzw. als Selbstnutzer)

Problem: Als es mir gesundh. schlechter ging, habe ich 60% meiner Wohnung seit 09.2017 vermietet um die ausbleibenden Lohn zu kompensieren

Frage1: 10-Jahresfrist entfällt, da letzter Kauf jünger. Oder?

Frage2: 3-Jahresfrist entfällt auf die 60%, da im Jahr des Verkaufs keine Eigennutzung. Oder?

Frage 3: auf die 40% fällt keine Sp-Steuer an, da im Jahr des Verkaufs und den beiden Jahren davor eigengenutzt. Richtig? Oder hab ich da was durcheinander gebracht?

Frage 4: Wenn ich im Dez. 2018 die ETW wieder 100% selber nutze, zählt das dann für "im Jahr des Verkaufs eigengenutzt"? In den Jahren zuvor war ja Eigennutzung vorhanden.

Bemerkung: Eine verbale Beratung bei Finazamt oder Steuerberater ist derzeit nicht möglich, da inzwischen nahezu gehörlos.

...zur Frage

Bin ich als Handelsvertreter im Nebenjob rentenversicherungspflichtig?

Hallo, ich arbeite sozialversicherungspflichtig mit einem Zeitanteil von 60%. Nun möchte ich aus Spaß an der Sache gerne als Handelsvertreter im Nebenjob ( selbst. Mit einem Auftragegeber) eine zusätzliche Tätigkeit ausüben. Der Verdienst spielt dabei keine große Rolle. Sicher unter 450€ im Monat. Mein normales Einkommen beträgt gut des sechsfache. Muss ich auf meine Einkünfte im Nebenjob Rentenversicherungsbeiträge zahlen? Gilt hier eine Geringfügigkeitsgrenze? Muss ich mich überhaupt bei der Rentenversicherung melden oder kommen die automatisch auf mich zu ( durch Gewerbeanmeldung und Finanzamt)? Ich danke für Rat und Untestützung.

...zur Frage

Braucht ein selbständiger Handelsvertreter eine Gewerbeanmeldung?

Ich möchte gerne als freie (weil sie einen nicht fest einstellen) Handelsvertreterin für eine spezifische Firma tätig werden. Brauche ich dafür einen Gewerbeschein? Und darf ich, ohne einen solchen, keine Kunden ansprechen oder nur nichts verkaufen?

...zur Frage

Quellensteuer umgehen - steuerrechtliche Betrachtung?

Ist es eigentlich Steuerrechtlich unbedenklich, ausländische Aktien mit hoher Bardividende am Tag bevor diese ex-Dividende gehandelt werden zu verkaufen und nach dem Dividendenabschlag wieder zurückzukaufen? Denn erfahrungsgemäß fallen solche Werte mindestens um die Dividende und man hätte ja quasi draufgezahlt, wenn man die Dividende zwar bekommt, aber auf diese nicht nur Abgeltungssteuer, sondern auch ausländische Quellensteuer abgezogen wird, also 2x 25 %, bzw. bei NV-Bescheinigung immer noch 25 % Quellensteuer. Ergänzung vom 16.02.2012 16:45: Also mal ein Rechenbeispiel: Man hat am 21. September 2011 500 Vivendi Aktien zu 14,60 Euro gekauft und die Dividende i.H. v. 1,40 wird zu einem einzigen Termin, nehmen wir mal am 01. Mai 2012 ausgeschüttet, wobei die Aktie am 30.04 ex-Dividende gehandelt wurde und der Kurs annahmegemäß 16 Euro beträgt, keine Freibeträge verfügbar sind und die Abgeltungssteuer in Deutschland 26,25 %, die frz. Quellensteuer ebenfalls 25 %, wobei 15 % der Quellensteuer angerechnet werden bei der dt. Abgeltungssteuer. Ergänzung vom 16.02.2012 16:50: annahme: Ordergebühren betragen 10 Euro je Transaktion. 1. Verkauf der Aktie vor dem Dividendenabschlag und Rückkauf nach dem Dividendenabschlag, wenn der kurs um den Dividendenabschlag gefallen ist. (mit Abgeltugnssteuer und Verkauf vor dem Dividendenabschlag) 29.04 Verkauf: +8000 ( realisierter Gewinn 1.40 * 500 = 700) Abzug Abgeltungssteuer - 184 --> Verkaufserlös: 7814 30.04 Kauf zu 14,60 Euro: -7300


Summe aller cashflows: + 514 Ergänzung vom 16.02.2012 16:53: 2. Erhalt der Dividende bei Abgeltungssteuer: 500 * 1,4 = 700 - Abgeltungssteuer 184 (26,25 %*700) - Quellensteuer 175 (25 % *700) + Anrechnung Qust 105 ( 15 % *700)


Summe aller cashflows: 446 Ergänzung vom 16.02.2012 16:54: Vorteil des Aktienverkaufs ggü. dividende: --> 514-2*10-446= 48 Ergänzung vom 16.02.2012 16:57: 3. Verkauf der Aktie mit Rückkauf am ex-Dividendentag bei NV-Bescheinigung: 29.04 Verkauf: +8000

30.04 Kauf: - 7300

Su mme aller cashflows 700

  1. Dividende bei NV-Bescheinigung Summe aller CF: 700 * 0,75 = 525

Vorteil des Aktienverkaufs ggü. Dividende --> 700-2*10-525= 155 Ergänzung vom 16.02.2012 16:59: Verkauf und Rückkauf würde sich in beiden Fällen lohnen, gesetzt den Fall, der Kurs würde um den Dividendenabschlag, oder gar mehr fallen. Ergänzung vom 16.02.2012 17:02: Die Aktie dürfte am ex-Dividenden-Tag bei uneingeschränkter Steuerpflicht dividendenbereingt max. um 0.096 (0.66 %) bzw. bei NV-Bescheinigung max um 0.31 (2.12 %) steigen.

...zur Frage

Steuererklärung: Einnahmen aus Ehemaliger Selbständigkeit

Hallo!

Von NOV 2004 - APR 2007 Handelsvertreter n. HGB §84. Ich habe Storno-Reserve-Konto bei meinem Vertrieb, auf dem ca. 5% meine Provisionserlöse als Sicherheit hinterlegt wurden. Nach Ablauft der Haftungszeit, hab ich mir nun 1200 EUR auszahlen lassen (08.2010).

Nun will ich für 2006 + 2007 meine Steuererklärung machen ("bald" dran :-) ). Es entstehen Buchhaltungskosten von 350 EUR f. 2006 u. 125 EUR f. 2007.

Fragen:

1) Kann ich die Bh-kosten die in 2010 entstanden sind, in 2006 + 2007 "reinrechnen lassen", da sie ja diesen Jahren zuzuordnen sind?

2) Oder wäre es besser diese erst für 2010 "aufzuheben". Schließlich hatte ich ja in 2010 die Auszahlung 1200 EUR, welche ich um genannte Kosten in summe 475 EUR mindern könnt, oder?

3) Kann ich die Einnahmen aus ehemaliger Selbständigkeit in 2010 überhaupt als "EK aus Gewerbebetrieb" deklarieren, obwohl ich ja mein Gewerbe längst abgemeldet hatte? Oder wären das nun "Sonstige Einnahmen".

Meine "Rest-Reserve" ist noch 275 EUR und wird 2011 frei.

4) Wenn ich hier 250 EUR in 2011 u. 25 EUR in 2012 auszahlen lasse, kann ich diese dann evtl. als "Sonstige Einnahmen" deklarieren u. somit die Freigrenze gem. § 22 Nr. 3 EStG von 256 Euro im Kalenderjahr unterschreiten?

Herzlichen Dank für die Auskünfte und Gruß aus dem Schönen REGENSBURG!!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?