Frage von Pepsi2000, 65

Hallo, ich möchte fragen, ob ich gegen einen Festsetzungsbescheid (Änderung der Steuererklärung von 2014 Einspruch erheben kann? ?

Meine Frau und ich sind Mitglied seit 10 Jahren (2007) in einer Erbengemeinschaft. Damit habe ich mich allerdings bisher wenig beschäftig und bisher kam auch nie irgend ein Bescheid vom Finanzamt. Jetzt erhielt ich zum ersten Mal eine Änderung des Bescheides von 2014, dass 850 Euro Gewinn angefallen sind, und daraus ergibt sich eine Nachzahlung von rund 350 Euro. Kann ich gegen diesen Beschein Einspruch erheben, da mir keinerlei Informationen zu den Einkünften vorliegen? Ich würde Einkünfte gerne recherchieren und mich von der Richtigkeit überzeugen.

Antwort
von EnnoWarMal, 48

Ja, als Beteiligter bist zu zum Einspruch - in gewissen Grenzen - befugt, § 356 AO.

Aber das Problem liegt hier woanders: Der F-Bescheid muss angegriffen werden, und das kann inhaltlich nur der, der die FE gemacht hat.

Ich vermute allerdings, dass es sich um einen Schätzbescheid . die Zahl ist mir zu gerade. In diesem Fall solltest du Einspruch einlegen und die FE baldmöglichst nachreichen.

Antwort
von Snooopy155, 52

Der Weg über den Einspruch ist sicher möglich, aber ob Du damit mehr Auskünfte erhalten wirst ist fraglich. Einer aus dieser Erbengemeinschaft muß ja die Steuererklärung für die Erbengemeinschaft erstellt haben, den zu fragen ist sicherlich sinnvoller, denn diese Person ist den Erben gegenüber auskunftspflichtig.

Kommentar von Pepsi2000 ,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Da habe ich mich vielleicht schlecht ausgedrückt.

Das möchte ich auch so machen, allerdings ist dies aufgrund einiger Komplikationen nicht so schnell möglich und daher würde ich die Nachzahlung einfach gerne etwas aufschieben.

Kommentar von Gaenseliesel ,

eine Steuernachzahlung muss man grundsätzlich erst einmal bezahlen, ob Einspruch eingelegt wurde oder nicht, dies spielt dabei keine Rolle. Ein Einspruch entbindet nicht von der Zahlung der Forderung. 

Allerdings kannst du m.M. gleichzeitig eine Aussetzung der Vollziehung beantragen. (§ 361 Abs. 2 AO)

Wird dem Antrag entsprochen, bekommst du ggf. einen Zahlungsaufschub. Die Zahlung musst du dann erst leisten, nachdem über dem Einspruch entschieden wurde. 

Kommentar von EnnoWarMal ,

Aussetzung der Vollziehung würde ich nicht beantragen.

Der Zinslauf für 2014 ist doch in vollem Gange, eine bessere Anlage kann man für sein Geld ja kaum kriegen.

Aus demselben Grund gewähren die Finanzämter zur Zeit gern die AdV.

Antwort
von topbaugutachter, 40

Am besten einmal den Fehler "Damit habe ich mich allerdings bisher wenig beschäftig" beseitigen. Und wenn einem die "Erbengemeinschaft" stört kann man diese auch auflösen. Dann muss man nur die eigenen Probleme lösen. Ein Einspruch bringt ja kaum was, wenn man Ahnung hat gegen was.

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