Frage von Bali09, 46

Arbeitsunfall, Schädelhirntrauma, 14 Tage KH, 4 Wochen Reha, Beruf Koch. Folgen: nichts riechen und schmecken. 78 Wochen Krankengeld. Meldung Arbeitsamt?

Ich habe aber noch einen bestehenden Arbeitsvertrag.Wie sieht das aus wenn der Arbeitgeber mir einen krankheitsbedingten Auflösungsvertag oder eine krankheitsbedingte Kündigung anbietet? Muss ich jede angebotene Arbeit annehmen? Wie sieht das mit Abfindung aus? Viele Fragen, trotzdem hoffe ich auf Antworten. Gruss Jürgen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hildefeuer, 26

"krankheitsbedingten Auflösungsvertag" hat eine Sperre beim ALG1 zur Folge

"eine krankheitsbedingte Kündigung" ist besser. Damit würde ab dem ersten Tag ALG1 gezahlt. So dem Chef andeuten. Das man dann freilich eine Abfindung fordern kann, kommt später wenn die Kündigung ausgesprochen wurde.

Bzgl. Arbeitsagentur würde ich über die Krankheit und Krankheitsfolgen nichts kommunizieren und mich auf das Arzt-Geheimniss berufen. "Fragen Sie meinen Arzt!" sagen und gut ist. Sonst stehen Sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, was aber Voraussetzung für ALG1 ist. Bei Bezug von ALG1 müssen Sie pro Forma jede Arbeit annehmen die für Sie geeignet ist.

Prüfen ob Berufsunfähigkeit vorliegt und Rente bezogen werden kann (kommen aber meist nur unter 500€ raus) oder Umschulung möglich ist. GDB (Grad der Behinderung) einreichen und prüfen lassen.

Antwort
von Primus, 32



Hier kannst Du nachlesen, was Du von der Berufsgenossenschaft erwarten kannst:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/ansprueche-von-arbeitnehmern-nach-einem-arbeit...

Kommentar von Primus ,

Noch was: Bei einem bestehenden Arbeitsvertrag bekommt man nach der Austeuerung ALG I, wenn ein Rentenantrag gestellt wurde und zwar so lange, bis der Antrag entweder bewilligt, oder endgültig abgelehnt wurde.

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