Hallo zusammen, wir haben unser Eigentum von 2008-2014 selbst bewohnt und mussten dann aus beruflichem perspektivewechsel 2015 verkaufen wann fallen steuern an?

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2 Antworten

Mit den 6 Monaten Vermietung habt ihr den Gewinn aus dem Verkauf des Hauses einkommensteuerpflichtig gemacht.

Durch diese Vermietung habt ihr die Ausnahmetatbestäbder des § 23 Abs. 1 EStG erschossen.

Für den Zeitraum dieser 6 Monate könnt Ihr natürlich die Kosten (Zinsen, Abschreibung, Nebenkosten) gegen die Miete rechnen und den Überschuss/Fehlbetrag mit dem übrigen Einkommen verrechnen.

Ihr hättet vorher fragen sollen, die Situation wäre lösbar gewesen.

Snooopy155 17.03.2016, 08:26

Dass der Gewinn bei dieser Konstellation steuerpflichtig wird, hätte den Fragestellern auch der Notar sagen können, denn der kannte ja alle Fakten.

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EnnoWarMal 17.03.2016, 09:08
@Snooopy155

Der Apotheker oder Bäcker des Fragestellers hätte das auch sagen können, wenn er genug Ahnung hat. Befugt sind sie dazu allesamt nicht, auch nicht der Notar.

Hier ist kein Steuerberater mal wieder teurer gewesen als ein Steuerberater. Hier hätte man das ganz anders gestalten müssen, beispielsweise als Verkauf in 2014 (dann steuerfrei) mit Darlehensvertrag. Beispielsweise.

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NasiGoreng 17.03.2016, 18:19
@EnnoWarMal

Notare sind (notwendiger) Teil der Bürokratie. Bürokraten tun stets das was im Gesetz steht, auch wenn es im Einzelfall total unsinnig ist. Mitdenken, Hilfe und guten Rat gibt es beim Bürokraten bestenfalls, wenn es das Gesetz verlangt.

Bäcker oder Apotheker "mit Ahnung" wären vermutlich hilfreicher gewesen, wenn man ihnen rechtzeitig von dem geplanten Vorhaben berichtet hätte. 

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Muoth 17.03.2016, 10:06

Danke, dachte ich mir schon, wollte es aber genauer wissen! Gibt es denn Einzefall Entscheidungen, denn der § 23 Abs. 1 EStG ist nicht ganz erfüllt aber auch nicht ganz ausgeschlossen, denn die zwei jahre zuvor war die Immobilie ja selbst genutzt, nur nicht im Jahr des Verkaufs? Immer nett mit dem Lehrgeld.....

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EnnoWarMal 17.03.2016, 12:25
@Muoth

denn der § 23 Abs. 1 EStG ist nicht ganz erfüllt aber auch nicht ganz ausgeschlossen

Was ist denn nicht eindeutig?

"Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die ... im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden."

Das Jahr der Veräußerung ist 2015. Wurde es da zu eigenen Wohnzwecken genutzt? Nein. Wo gibt es da noch ein Missverständnis?

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Das wichtigste wurde ja schon richtig erläutert.

Die Frage ist dann noch ob Steuern anfallen. Falls kein Veräußerungsgewinn entstanden ist wäre ja die Steuer dennoch bei 0 Euro.

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