Hallo, Was ist besser für weiterfinanzierung einer Wohnung: reines Annuitätendarlehen oder Annuitätendarlehen mit Bausparvertrag kombiniert?

2 Antworten

Wenn Du es Dir leisten kannst, neben einem Annuitätendarlehen einen Bausparvertrag zu besparen, dann gibt es günstigere Konditionen.

Nachdem die Konditionen für ein Forwarddarlehen u.a. vom sog. "Beleihungsauslauf" abhängen, sind Tips aus Magazinen nicht wirklich individuell. Auch spielt der Zustand der Immobilie und die Einkommens/Vermögenssituation eine Rolle.

Wende Dich am besten an einen unabhängigen Immobiliardarlehnsberater. Gegenüber einer Bank bekommst Du hier Zugang zu 80-400 Darlehenskonditionen.

Um einen ersten überblick zu erhalten findest Du bei http://aquila-ea.de/finanzierung.htm ein Tool zum persönlichen Zinscheck.

Du scheinst Deine Informationen nur aus einer Quelle bezogen zu haben, nämlich von der Bausparkassenseite. Es gibt diverse Kritikpunkte am sog. Bausparvertrag mit Bankvorausdarlehn, z. B. ungewisser Zuteilungszeitpunkt, mickrige Guthabenzinsen während der langen Anspardauer, erneute Bonitätsprüfung vor Auszahlung des Bauspardarlehns etc. Das alles ist keine gute Wahl, sondern es wurden Dir sogar falsche Informationen gegeben:

Es gibt Vorschläge mit reine Annuitätendarlehen, da ist aber der längste Zinsbindungsfrist 15 Jahre (???), und ich weiß nicht welche Zinssatz ich danach haben kann (ich bräuchte dann ca. noch 4-5 Jahren).

15 Jahre sind garantiert nicht die längste Zinsbindungsdauer! Es gibt auch Zinsbindungsdauern von 20, 25 und 30 Jahren (und länger). Da wird für Dich schon etwas Passendes dabei sein:-)

Und für Deinen besonderen Fall gibt es den Spezialfall des Annuitätendarlehns, das sog. Forward-Darlehn, das schon heute mit durchgängigem Festzinssatz abgeschlossen und erst im Mai 2019 ausgezahlt wird. Ein solches Forward-Darlehnszins ist bei der heutigen Situation (wegen des niedrigen Wiederanlagezinssatzes bis Mai 2019 als dem Kreditzinssatz) etwas teurer als ein sofort auszahlbares Annuitätsdarlehn, aber Du hast ab sofort Zinssicherheit bis zur letzten Rate!

Du darfst Dich auch gerne mal persönlich beraten lassen von Leuten, die Dir die besten, passenden Finanzierungsalternativen zusammen stellen können. Kaufe Dir mal für € 5,30 das aktuelle Heft 11/2016 von Finanztest und lies auf Seite 92, wen Du da fragen könntest. Vorab könntest Du auch hier Informationen für € 2,50 bekommen: https://www.test.de/Anschlussfinanzierung-Kredite-vergleichen-viele-Tausend-Euro-sparen-4963970-0/

In der momentanen Marktsituation drängt kein Abschluss, aber der Bausparkassenvertreter wird Dir das genau widerlegen wollen, um zu seinem Abschluss zu kommen.





Hier kannst Du Dir auch ein Bild über Forwarddarlehn machen:

https://forward.fmh.de/rechner/fmh2/default.aspx

Bei erstrangiger Beleihung mit einem Darlehn von € 100.000 zahlst Du ab Mai 2019 eine Annuität von ca. € 500/Monat für ca. 20 Jahr bei nominell 1,83 % p.a.

Bei 15 Jahren ab Vollauszahlung müßtest € 621/Monat zahlen (1,58 % p.a.).

Dabei wird eine ausreichende persönliche Bonität unterstellt.

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Kredit für Freundin aufnehmen?

Hallo zusammen,

angenommen es geht um folgenden fiktiven Sachverhalt:

Person X wohnt mit seiner Freundin seit einigen Jahren zusammen in seinem Haus (Eigentum). Seit ein paar Jahren hat sie finanzielle Probleme, weshalb sie Person X vor ca. einem Jahr gefragt hatte, ob er für sie einen Kredit aufnehmen könnte, weil sie aufgrund der negativen SCHUFA Auskunft keinen Kredit bekommt. Leider war Person X so naiv und hat dies für sie auf seinen Namen gemacht.

Der Kreditbetrag wurde von der kreditgebenden Bank direkt auf ihr Konto überwiesen. Mittlerweile befindet sie sich auch in der Schuldnerberatung.

Nun meine Fragen:

Seitdem Person X den Kredit für sie aufgenommen hat, wird ihr monatlicher Lohn direkt vom Arbeitgeber auf das Girokonto von Person X überwiesen. Die Rate für den Kredit hält Person X direkt von dem überwiesenen Lohn ein. Den Rest bekommt sie von Person X entweder bar oder überwiesen.

Person X hat aber erst vor kurzem zufällig davon gelesen, dass dies eigentlich ein Verstoß gegen die Vertragsbedingungen seiner Bank darstellt (Stichwort: Geldwäschegesetz). Bisher hat ihn die Bank nicht darauf angesprochen. Trotzdem möchte Person X umgehend, dass die Lohnzahlungen seiner Freundin wieder auf ihr Girokonto gehen. Dazu muss SIE jedoch zu ihrem Arbeitgeber und diesen über die Kontoänderung informieren.

1. Welche Möglichkeiten hätte Person X, falls sie sich aus welchen Gründen auch immer weigert, die Lohnüberweisung auf ihr Konto ändern zu lassen? Kann Person X die Änderung bei ihrem Arbeitgeber verlangen?

Bei der gleichen Bank bei der Person X sein Girokonto hat, hat er auch die Baufinanzierung meines Hauses laufen. Person X hat nun Angst, dass ihm seine Bank die laufende Baufinanzierung kündigt, weil die Gehaltszahlungen seiner Freundin verbotenerweise auf sein Girokonto laufen bzw. gelaufen sind und Person X gegen die AGBs verstoßen hat und sich vertragswidrig verhalten hat.

2. Wäre eine Kündigung der Baufinanzierung aus diesem Grund bei immer pünktlicher Rückzahlung der Raten überhaupt möglich / realistisch?

Einen Vertrag über ein Privatdarlehen hat Person X mit seiner Freundin nur mündlich beschlossen. Daher will er das ganze nun nachholen und schriftlich fixieren. Dazu gibt es jede Menge Mustervorlagen im Internet. Person X hat gesehen, dass dort auch immer Zinsen verlangt werden müssen, damit das Finanzamt die Kreditgewährung nicht als Schenkung wertet.

3. Welchen Zinssatz müsste Person X mindestens verlangen, damit diese Gefahr nicht besteht ?

Wie Anfangs im Beispiel erwähnt, wurde der Kreditbetrag von der kreditgebenden Bank direkt auf das Konto der Freundin überwiesen.

4. Hätte Person X ohne einen schriftlichen Darlehensvertrag die Chance, die Herausgabe der gesamten Summe zu verlangen?

Ich Danke Euch für jede Antwort und für jeden Tipp in dieser fiktiven Sache !

Viele Grüße, Vanessa K.

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