Muss ich die Umsatzsteuern für 2015 und 2016 nachzahlen?

2 Antworten

tja, dummerweise ist der Steuerpflichtige verantwortlich .....

wenn die Grenzen überschritten sind MUSS der Steuerpflichtige auf das Finanzamt zugehen .... nicht umgekehrt ....

somit:

JA, das Finanzamt kann das so einfach tun, da es nur den § 19 UStG anwendet.

NEIN, du kannst nichts dagegen machen.

wenn du Kunden hast, die selber regelbesteuerte Unternehmer sind, kannst du denen die Umsatzsteuer nachberechnen .... was dich aber NICHT davon entbindet, aus dem erhaltenen Betrag die Umsatzsteuer abzuführen

Die Kunden waren leider ausschließlich Privatkunden, miese briese. Wie gesagt hätte ich das Gewerbe in dem Wissen nie die 2 Jahre weitergeführt...

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Für 2014 wird die Umsatzsteuer auf jeden Fall erhoben, weil du die Kleinunternehmergrenze überschritten hast. Es kommt übrigens nicht darauf an, ob du die Umsatzsteuer deinen Kunden ausdrücklich in Rechnung gestellt hast oder nicht - fest steht, du hast sie kassiert (in dem Preis, den du von deinen Kunden vereinnahmt hast). Also führst du sie jetzt einfach an das Finanzamt ab und rechnest deine Vorsteuer dagegen.

Für 2015 bist du ebenfalls umsatzsteuerpflichtig, weil du die Grenze in 2014 gekappt hast.

Zu 2016 kann man hier leider nichts sagen, weil du nicht geschrieben hast, ob du 2015 wiederum über die 17.500 EUR gekommen bist (du hast nur geschrieben, dass du unter 50.000 EUR geblieben bist, aber das beantwortet ja die Frage nicht).

Kann das Finanzamt das so einfach tun ...?

Warum nicht? Schließlich ist es doch im Recht.

kann ich da etwas gegen machen?

Du müsstest beweisen, dass dein Umsatz sowohl 2014 als auch 2015 unter 17.500 EUR lag. Aber zumindest für 2014 hast du das ja schon selbst ausgeschlossen.

Für 2014 wird die Umsatzsteuer auf jeden Fall erhoben, weil du die Kleinunternehmergrenze überschritten hast. 

Nein, 2014 ist sauber, wenn der Fragesteller zu Beginn seiner Tätigkeit davon ausgegangen ist, die KU-Grenze nicht zu überschreiten. Man müsste hier mal auf den Anmeldebogen gucken, was da steht.

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@EnnoWarMal

Stimmt, hab ich nicht dran gedacht.

Er wird da wohl Kleinunternehmer angekreuzt haben, sagt mir mein Kaffeesatz.

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@blackleather

Hm...das geht nicht anzukreuzen. Man muss eine Zahl nennen.[1]

Aber selbst wenn da "17.500" steht, könnte man das retten. Man muss nur richtig argumentieren.

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[1] Wenn man eine Zahl unter 17.500/#Monate angegeben hat, kann  man ankreuzen, ob man opiert.

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Kleinunternehmer wechselt in Festanstellung innerhalb des Jahres. Gewerbe abmelden o. bis Ende des Jahres als Nebenberufliches Gewerbe weiter laufen lassen?

Ich bin Hauptberuflich Selbständig seit September 2016. Ich habe von der Kleinunternehmer Regelung gebrauch gemacht. 2016 weniger als 17,5K € Umsatz erwirtschaftet. Soweit so gut.

Jetzt nach über einem Jahr, zum 01.11.2017 begebe ich wieder in eine Festanstellung.

Nun bin ich mir unsicher ob ich das Gewerbe komplett abmelden soll oder es lieber als Nebenberufliches Gewerbe weiter laufen lassen soll.

So wie ich es verstanden habe, darf ich im folge Jahr als Kleinunternehmer maximal 50K€ Umsatz und 8,5K€ Gewinn erzielen um weiterhin Kleingewerbetreibender zu sein.

Die 50K habe ich bis zum 30.10 nicht überschritten aber in 10 Monaten fast die 8,5K Gewinn. Jetzt die Angst:

Ich habe auf keiner Rechnung als die Umsatzsteuer ausgeschrieben,

( da Kleingewerbetreibender)

und ich mag auf keinen Fall rückwirkend an alle Firmen eine erneute Rechnung für die Umsatzsteuer stellen müssen.

Ist es also clever die letzten 2 Monate des Jahres, das Gewerbe als Nebenberuf aufrecht zu erhalten um dann auf das Jahr gerechnet weniger Einnahmen zu haben?!

Die letzten 2 Monate würde ich ja sowieso kürzer treten und somit auf das komplette Jahr gesehen auch weniger erwirtschaften.

Werden dann meine Einkünfte aus dem Anstellungsverhältnis mit angerechnet?

Für meinen neue Arbeitgeber wäre ein Nebenberufliches Gewerbe in Ordnung.

Auf die geringfügigen Einnahmen innerhalb der etwaigen Nebenberuflichen Tätigkeit kann ich verzichten. Ich mag nur ungern rückwirkend alle Rechnungen erneut schreiben müssen. Ich weiß einfach nicht wie es berechnet wird?

Errechnen die den Durschnitt auf das Jahr aus den 10 Monaten die ich Selbständig war? Ist es deshalb schlau, 2 Monate mit 0€ Umsatz zu haben um das dann auszugleichen? Oder werden die Einahmen aus dem Anstellungsverhältnis dazu gerechnet? Abmelden oder bis Ende des Jahres weiter laufen lassen.

Vielen, vielen Dank für eure Hilfe.

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