Hallo liebe User. Ich bin selbstständig und verkaufe über den Tag gesammelte Onlinewährung auf einer Verkaufsplattform. Muss ich dafür Umsatzsteuer zahlen?

2 Antworten

In der EÜR werden alle Einnahmen sowie Ausgaben verrechnet was den übrig bleibt ist den dein Gewinn oder halt Verlust. Somit hast du nun dein Gewerbe abgeschlossen.

Jetzt geht das um die Einkommensteuererklärung hier kommt halt dein Einkommen rein wie

Lohn Mieteinnahmen oder auch Einnahmen aus dein Gewerbe bzw. auch Verluste.

Logischer weise ist die Gewerbesteuer eine Betriebsausgabe und wird in der Eür gerechnet.

Dadurch wirst du weniger Gewinn erwirtschaften und somit auch weniger Einkommensteuer bezahlen.

Krankenkasse ist keine Betriebsausgabe

Z.b. Wenn du ein Job hast wo du Lohn bekommst zahlst du da Krankenkassen beiträge somit währst du bei einer Nebentätigkeit von der Krankenkassebetrag befreit. Ist es aber dein Hauptberuf dein Gewerbe den musst du Krankenkasse abführen. Informiere dich hierzu bei deiner Krankenkasse. Sie bekommt sowieso deine Daten vom Finanzamt übermittelt, gehe lieber vorher hin sonst kannst 2 Jahre nachzahlen.

Mit dein Coins wirst du hier keine Rechssichere Aussage bekommen - Der weg zum Steuerberater ist wohl besser.

Eine Steuerregel gibt es für eine EÜR - Keine Buchung ohne Beleg

Wenn du was Verkaufst musst du wohl ne Rechnung erstellen.

Vielleicht reicht auch ein Monatlicher Kontobericht der Plattform wo du Verkaufst?

Liebe Grüße

Danke für deine Antworten. Auf der Plattform verkauft man anonym bzw. man sieht nur die Kaufanfragen und Kaufangebote von den Usern. Eine Rechnung kann man dort runterladen. Dort steht aber nur mein erhaltener Betrag, den Wert der 2,5% Verkaufsgebühr und die 19% Umsatzsteuer die der Betreiber der Plattform von der Verkaufsgebühr abführt. Daher wäre eine Rechnung stellen schwierig bzw. vom wem sollte ich die 19% auch einnehmen die für den Staat sind? Mit den Coins muss ich wohl abklären lassen. Krankenkassenbeitrag zahle ich seit dem ersten Monat, es ging mir nur darum ob man das dort anführen kann. Jedenfalls danke, dein Beitrag hat mir schon etwas weiter geholfen. :-)

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1. Wären es Bitcoins müsstes du es nicht versteuern. Sind es Sammelgestände musst du es versteuern. Ist es eine Währung den wohl nicht. Liegt wohl an der Definition der Sache.

2.

Ausgehend vom Gewerbeertrag des Unternehmens wird ein Steuermessbetrag ermittelt, der Gewerbesteuermessbetrag. Dieser wird vom Finanzamt durch Bekanntgabe eines Gewerbesteuermessbescheids (Grundlagenbescheid für die Gewerbesteuer) festgestellt.

Der Gewerbeertrag wird auf volle 100 € abgerundet (

§ 11 Abs. 1 GewStG

)

Abzug eines Freibetrags

bei natürlichen Personen (gewerbliche Einzelunternehmen) und Personengesellschaften: 24.500 € (

§11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG

)

3. Du musst eine EÜR (Einnahmen Überschuss Rechnung) erstellen. Das Ergebnis davon kommt in deine Einkommensteuererklärung.

4.Umsatzsteuer - Nein

   Gewerbesteuer - Wenn dein Gewinn den du mit Hilfe deiner EÜR ermittelt hast höher ist als 24.500€ den ja sonst nicht.

5. Du solltest für alles ein Beleg haben - Ob Ausgabe oder Einnahme. Es ist wichtig eine Vernünftige EÜR zu machen.

Wie es aussieht erwischaftes du Gewinn mit dein Unternehmen, investiere was in ein Beratungsgespräch beim Steuerberater bevor bei einer Steuerprüffung das grosse erwachen kommt.

Hallo Hermann. Danke für deine Antwort.

Zu 1. Es sind Klammlose. Das sind Onlinepunkte die ähnlich wie Bitcoins dazu genutzt werden können Waren damit zu erwerben, sie auf Plattformen oder an Privatleute gegen Euro zu tauschen oder auf verschiedensten Seiten damit z.B. an Verlosungen teilzunehmen. Ich habe keinerlei Anschaffungskosten (nur sehr viel Zeit und Wissen erforderlich) beim sammeln. Verkaufen tue ich diese auf einer Handelslattform ohne direkt mit Käufern in Kontakt zu treten. Die 19% Umsatzsteuer nehme ich für den Staat also nicht ein und eine Mehrwertsteuer? Mehrwert von was was keinen direkten Wert hat(keine Anschaffungskosten). Ich bin da immer noch nicht sicher.

Zu 2: Ich weiss das man über 24.500 Euro Gewerbesteuer zahlen muss. Die Frage war eher ob sich mein Einkommen dadurch verringert(durch die Zahlung der Gewerbesteuer) und ich dadurch weniger Einkommenssteuer zahlen muss.

Zu3: Also muss ich in der EÜR meine Umsatzsteuer aufführen?

Zu 4: Sind bei der EÜR sowas wie Krankenversicherungskosten auch Ausgaben die man da anführt?

Zu 5: Bei vielen Verkäufen habe ich nur den Geldeingang auf dem Konto. Da gibt es sonst keinen Beleg bei Privatverkauf. Reicht ein Ausruck davon aus?

Ja, sollte mich beraten lassen. Möchte nur eine erste Tendenz haben.  Vielleicht ist ja auch hier ein Steuerberater anwesend der eventuell Interesse hat.

MfG

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Neuware 2016 mit Kleinunternehmerregelung gekauft, importiert und Umsatzsteuer gezahlt. Ab 2017 regelbesteuert - Muss ich volle UmSt zahlen?

Hallo, Ich habe im Mai 2016 ein Einzelunternehmen gegründet und das gesamte Jahr von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch gemacht, da ich gedacht hätte, dass ich unter der Grenze von 17500€ bleibe (anfängliches Investment lag bei circa 2500€).

Das Geschäft lief sehr gut und ich habe circa 45.000 € Umsatz gemacht. Das FA habe ich bereits im November informiert und die Info bekommen, dass ich ab dem 1.1.17 regelbesteuert bin und Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben muss.

Nun zur eigentlichen Frage: Der Hauptwirtschaftszweig des Unternehmens ist der Import von Waren und der Weiterverkauf in Deutschland. Ich habe diesen Dezember Ware importiert und auf die Waren-, sowie Versandkosten und Zölle wie gewöhnlich Einfuhrumsatzsteuer (19%) gezahlt. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung kann ich diese nicht als Vorsteuer geltend machen.

Ab heute (2017) weise ich auf jeder Rechnung 19% Umsatzsteuer auf den Gesamtbetrag aus. Da ich also Umsatzsteuer abführe und gleichzeitig die gezahlte Steuer auf die 2016 eingekaufte Ware nicht zurückbekomme, übersteigen die Ausgaben die Einnahmen und ich mache Verluste.

Bin ich verpflichtet, auch auf diese Ware Umsatzsteuer abzuführen? Und falls ja: Gibt es eine Möglichkeit, die 2016 gezahlte Steuer zurückzubekommen?

Ein bekannter gab mir den Tipp, mich mit der Differenzbesteuerung auseinanderzusetzen, allerdings konnte ich dazu nur Einträge finden, in denen es hauptsächlich um gebrauchte KFZ geht. Ist die Differenzbesteuerung hier eventuell anwendbar?

Vielen Dank im Voraus. Gerne bin ich auch bereit, für eine Beratung zu bezahlen, falls Sie der Ansicht sind, hier sei eine detaillierte Beratung notwendig. Schreiben Sie mir in diesem Fall bitte eine PN.

Johannes Ungerer

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