Im Jahr 2014 als Freiberufler gearbeitet und nicht angemeldet. Mache nun eine Steuererklärung und weiß nicht ob ich da Probleme bekomme?

1 Antwort

Hallo,

klären Sie lieber noch mal mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater, ob es sich überhaupt um eine unternehmerische (freiberufliche oder gewerbliche) Tätigkeit handelt oder um eine einmalige Tätigkeit einer Privatperson.

Siehe z.B. auch
https://www.finanzfrage.net/frage/erstellung-von-rechnung-privat---einmalige-taetigkeit

MfG
-Valeskix

Was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und einmalige Tätigkeit als Privatperson? erkenne ihn nicht aus der verlinkten Beitrag.

danke schonmal

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@ps2pedro

Eine freiberufliche Tätigkeit i.S.d. § 18 EStG mit der zumeist auch die Unternehmereigenschaft i.S.d. § 2 UStG einhergeht, unterliegt grds. weiterreichenden Pflichten.

Eine als Privatperson ausgeübte einmalige Tätigkeit ist grds. mangels Wiederholungsabsicht bzw. Beteiligung am wirtschaftlichen Verkehr nicht unternehmerisch/freiberuflich.

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@Valeskix

Habe mit dem Finanzamt gesprochen und die meinten das wenn man als Interviewer arbeitet das keine Freiberufliche Tätigkeit ist sondern eine gewerbliche. Im internet steht was anderes und die in der Firma meinten auch das ich freiberuflich arbeite. Der Finazamt Mensch meinte ich soll einfach den Gewinn in Anlge G mit reinschreiben und da ich unter der Freigrenze bin macht das sowieso kein Unterschied.

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@ps2pedro

Bei solch niedrigen Einkünften wird das auch keine weiteren Folgen haben. Steuerlich besteht der wesentliche Unterschied darin, dass Einkünfte gem. § 18 EStG ungeachtet der Höhe der Gewinne weder Gewerbesteuer zahlen, noch eine Bilanz erstellen müssen.

Gewerbetreibende Einzelunternehmer zahlen erst ab einem Gewerbeertrag von 24.501€ überhaupt Gewerbesteuer, welche sie dann jedoch auf die Einkommensteuer angerechnet bekommen. Eine Bilanzierungspflicht besteht auch erst unter den Voraussetzungen der §§ 140, 141 AO (häufigster Fall: Gewinn > 60.000 €).

"Finanzamt Mensch" -> auch eine nette Bezeichnung ;)

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ob es sich überhaupt um eine unternehmerische (freiberufliche oder gewerbliche) Tätigkeit handelt oder um eine einmalige Tätigkeit einer Privatperson.

Das kann doch dahinstehen. Hier fällt weder Umsatzsteuer noch Einkommensteuer an, egal, wie man es dreht und wendet.

Der Fragesteller hat nichts falsch gemacht. Er soll seine 600 Euro nehmen und fertig.

Hier ist überhaupt nichts zu veranlassen, solange sich das Finanzamt nicht meldet. Es wurden keine Steuern verkürzt oder gar hinterzogen und es ist auch sonst nicht erkennbar, gegen welche Pflichten in einer Weise verstoßen worden sein soll, dass es irgendwelche Folgen hätte.

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@EnnoWarMal

Wenn er Unternehmer ist und eine falsche Rechnung ausgestellt hat, dann könnte z.B. §14c UStG greifen. Wie genau die Rechnung aussieht, weiß man ja nicht. Außerdem wird ja eine Steuererklärung für 2014 erstellt, dann sollte man schon die 600 € irgendwo angeben, egal ob absehbar ist, ob insgesamt eine Steuer anfällt.

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@Valeskix

Bei dem anderen Fall (der mit dem Dozenten in Österreich) würde ich dir zustimmen. Aber hier steht im Sachverhalt

und auch keine Umsatzsteuer angegeben habe.

Und es steht auch dort:

Bin mit all meinen Einkommen 2014 bei ca. 8400 euro

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@EnnoWarMal

Wie bereits gesagt, geht es vor allem um die Pflichten von Unternehmern. Ein (Klein-)Unternehmer hat eine USt-Jahreserklärung nach amtlichen vorgeschriebenem Datensatz elektronisch authentifiziert zum 31.05. des Folgejahres zu übermitteln (§ 18 Abs. 3 UStG).

Eine verspätete Abgabe kann z.B. zur Festsetzung eines Verspätungszuschlages führen (§ 152 Abs. 1 und 9 AO).

Insbesondere daher auch die Frage nach der Unternehmereigenschaft.

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@Valeskix

Das mit dem Verspätungszuschlag greift hier zwar nicht, da Steuer 0 € aber die Abgabepflicht besteht weiter (Zwangsgeld).

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Verlustvortrag nicht angekreuzt?

Hallo ihr lieben,

ich bin etwas am verzweifeln.

Ich habe durch Zufall mitbekommen, dass es möglich ist eine Steuererklärung für das Zweitstudium zu machen. Dies habe ich auch getan für die Jahre 2014 und 2015. Habe auf dem Mantelbogen "einkommenssteuererklärung " angekreuzt und nicht "Verlustvortrag"

habe den Bescheid für beide Jahre erhalten und dort steht ganz unten drin, "Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium wurden mit - xxx€ als Sonderausgaben berücksichtigt.

Nun war ich dann 2 Jahre im Ausland und habe für 2017 (habe 15Tage Teilzeitz gearbeitet) eine Steuererklärung gemacht. Wieder nichts mit Verlustvortrag angekreuzt (wusste ich nicht und war mir auch nicht sicher ob ich dann was falsch mache)

Nun steht in dem Bescheid drin, Anstelle der anzuerkennenden Werbunsgkosten ist der höhere Arbeitnehmer Pauschbetrag abgezogen worden. Die Günstigprüfung hat ergeben, dass die Ermittlung der abziebaren Vorsorgeaufwendungen nach der Rechtslage 2004 zu einem günstigerem Ergebnis führt."

Was bedeutet das denn alles?

Wie kann ich denn meine Verluste noch geltend machen und mit der Steuereklärung 2018 in der ich voraussichtlich einkommenssteuer zahle angeben?

Habe ich die Sonderausgaben für 2014 und 2015 "verschenkt" weil ich nicht verlustvortrag angekreuzt habe? oder merkt sich das das Finanzamt sowieso.

Ich freue mich über jegliche Hilfe. Evtl ist es nicht gut beschrieben von mir, deshalb versuche ich bei Fragen dies besser darzustellen.

Danke

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