Haftplichtversicherung bei Ausverkauften Schuhen?

5 Antworten

Wie lange vor Silvester hast Du Dir die Schuhe geholt? Zwischen Weihnachten und Silvester, oder länger davor?

Wenn die noch neu waren, hast Du Anspruch auf neue Schuhe.

Aber nicht gegenüber der Versicherung (wir sind hier nicht bei der Kfz-Versicherung), sondern gegenüber Deinem dusseligen Freund, der die Gebrauchsanweisung der Böller nicht beachtet.

§ 823 BGB Schadensersatzpflicht

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Ob er sich das Geld von seiner Versicherung zurück holen kann, ist nicht Dein Problem. Wenn er nicht versichert wäre, würdest Du dann auf Schadenersatz verzichten?

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Nach Weihnachten also wirklich nagelneu. Danke für die Antwort :)

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wenn die Schuhe weniger als 6 Monate alt sind, leisten die meisten Haftpflichtversicherungen noch den Neupreis / Neuwert aus Kulanz in voller Höhe, weil die Ware noch als neu bzw. neuwertig eingestuft wird.

Das Prinzip........ man soll nach dem Schaden nicht besser gestellt sein, als vor dem Schaden.

Die mögliche Differenz müßte dann schon der Verursacher des Schadens tragen, denn der Tatbestand " Vorsatz " ist ihm zumindest anteilig anzulasten.

Jedes Kleinkind kennt die möglichen Konsequenzen eines unsachgemäßen Umgangs solcher Silvesterböller !

Schadensersatz geht nie auf den Neuwert, sondern immer nur auf den Wiederbeschaffungswert einer gleichwertigen Sache. Kleidungsstücke verlieren dramatisch schnell an Wert. Das Angebot aus eBay kannst Du daher vergessen. Wie hoch der Schaden dann wirklich ist, wird im Zweifel ein Sachverständiger zu beurteilen haben. Ich schätze mal, mehr als 80% des Neuwertes wird es nicht geben.

Kann arbeitsloser Akademiker als Schadensersatz überhaupt einen Verdienstausfall verlangen?

Ein Arbeitsloser, 50 Jahre alt, der schon sehr lang arbeitslos ist, wird schwer an seiner Person geschädigt, so dass er auch in seiner Erwerbsfähigkeit völlig gemindert ist. Er ist schwerstbehindert. Die Haftpflicht des Schädigers weigert sich jedoch eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu zahlen mit dem Argument, dass er eh keine Erwerbstätigkeit ausübte und diese voraussichtlich auch wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr finden wird. Der geschädigte Arbeitslose ist Akademiker und als hoch qualifiziert zu bezeichnen. Er kann auch durchaus schlüssig darlegen, dass er auf Dauer nicht ohne adäquate Beschäftigung und mithin eigene Einkünfte geblieben wäre. Kann er einen Verdienstausfall geltend machen?

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