Haftet Vermögensberater und Vermittler?

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4 Antworten

Ob mit oder ohne Provison ist zunächst uninteressant. Denn ohne PRovision hättest du bestimmt ein ordentliches Honorar zahlen müssen.

Der Vermittelr bzw Berater haftet nur, wenn er dir wissentlich dieses Investment verkauft hat oder er sich selbst nicht richtig informiert hat. Z.B. lesen der zugänglichen Fachpresse und sonstige Informationen. Wenn in einem Medium vor Abschluß der Investition schon bekannt gemacht wurde, das das Unternehmen nicht die Genehmigung hat, dann hat der Berater ein Problem.

Vermittler oder Berater?

Vom Vermittler oder Berater können Anlageopfer Schadenersatz verlangen, wenn er sie falsch informiert hat. Beide haben umfangreiche Aufklärungs-, Nachforschungs- und Beratungspflichten. Vermittler und Berater haften jedoch nach etwas unterschiedlichen Regeln. Denn ihre Leistungen unterscheiden sich.

Ein Vermittler verkauft in erster Linie und informiert lediglich über das Produkt. Wer sich dagegen ausdrücklich Anlageberater nennt, muss auch prüfen, ob Kunde und Produkt zusammenpassen.

Der Berater hat nicht nur die Pflicht, den Anleger vor Vertragsschluss über die Chancen und die Risiken der Geldanlage aufzuklären. Er muss auch den finanziellen Hintergrund, die Anlageziele, die Risikobereitschaft und die Vorkenntnisse des ­Anlegers abfragen und in die Beratung einfließen lassen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Jahr 2000 in seinem Fokker-Urteil die Maßstäbe gesetzt, nach denen Berater und Banken haften müssen (Az. XI ZR 159/99): Eine Beratung muss anlage- und anlegergerecht sein und sich auf alle Eigenschaften und Risiken der Geldanlage ­beziehen, die für die Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben können.

http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/-Falschberatung/1408322/1408322/

...liegt zu der seinerzeitigen Beratung ein Beratungsprotokoll vor ? Ggf. mit welchen Unterlagen und Aussagen wurde über die Anlage informiert ?

Nach meiner Meinung den Vermittler/Berater anschreiben mit dem Vorwurf der Falschberatung konfrontieren und zur schriftlichen Stellungnahme auffordern....

Der Berater hätte sich informieren müssen ob das Unternehmen überhaupt die entsprechenden Lizenzen hat.

In so einem Fall empfehle ich Dir dich direkt an das BaFin oder den Ombudsmann zu wenden und dies nach zufragen ob die das prüfen können.

Eine Prüfung ist kostenlos, hat dafür aber eine etwas längere Bearbeitungszeit von 4-6 Wochen.

Beide lassen sich leicht ergooglen.

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