Haftet das Mutterunternehmen einer Bank für die Einlagen bei der Tochter?

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4 Antworten

Wenn es nicht vertraglich explizit so geregelt ist, haftet die Mutter nicht für die Tochter. In der Praxis kleinerer Konzerne kommt das eher häufig vor, weil Töchter durch Ergebnisabführungsverträge oder anderes von der Mutter abhängig sind.

In dem Fall sieht das aber anders aus und ich denke, dass die Commerzbank nicht einspringen würde.

Nur steht die Comdirect ja super da und die Mutter Commerzbank hat die Probleme. Es ergibt sich also die Frage, ob die Comdirect für ihre Mutter einspringen müsste, wenn der Staat keine Lust mehr hat, für die Commerzbank gerade zu stehen. Der Fall wäre anders. Die Commerzbank könnte mit der Comdirect machen, was sie will. Sie haftet zwar natürlich nicht für die Einlagen der Tochter, könnte aber z. B. ihre Liquidität(ssituation) einbüßen müssen, um der Mutter zu helfen.

Dazu müßte man wissn, ob die Comdirekt voll eingegliedert ist und eine Patronatserklärung besteht.

Wäre m. E. aber nicht wichtig, denn die Comdirekt hat ja eine eigene Lizenz und ist selbst am Einlagensicherungssystm beteiligt.

Deine comdirect ist eine eigenständige Gesellschaft und sie haftet mit ihrer Einlage. Darüberhinaus ist sie dem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Eine Haftung durch die Mutter Commerzbank besteht grundsätzlich nicht. Diese würde bei der schlechten Kapitalausstattung und der bestehenden Probleme bei der Commerzbank wohl auch nicht allzuviel Sicherheit für die Anleger bedeuten und wäre nur Augenwischerei!

Nein, die Comdirekt ist eine eigenständige Gesellschaft und gehört dem Einlagensicherungsfonds an also nicht schlechter entschädigen als die "Mutter".

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