Hafte ich bei zusätzlicher Schwarzarbeit meiner Aushilfe mit?

2 Antworten

Dankeschön für Euere Antworten! Das mit dem protokollieren der Arbeitszeiten ist ein sehr guter Hinweis - damit sollte ich wohl in der Tat "aus dem Schneider" sein, wieso soll ich für das Privatleben anderer verantwortlich sein ...

Natürlich wäre es die einfachste Methode, meine Hilfe "einfach" zu entlassen, aber so einfach ist es nicht - zumindest menschlich, und auch aus eigenen egoistischen Gründen, nicht. Denn einerseits ist sie eine echte Perle, so jemanden findet man auch nicht an jeder Ecke (tatsächlich haben wir davor sehr lange gesucht...). Warum soll ich auf sie verzichten, obwohl ich mit ihrer Arbeit rundum zufrieden bin?

Zugleich braucht sie das Geld und die Anmeldung dringend, und hat (als das Angebot von den Nachbarn kam) wohl vielmehr voraus gesetzt, daß diese das mit mir abgesprochen haben, ich Bescheid wisse, und kein Problem mit ihrer Schwarzarbeit habe. Was nicht der Fall war/ist.

Auch, wenn das Vorgehen meiner Aushilfe keinesfalls korrekt war bzw. ist, sie wollte mich nicht bewusst hintergehen oder mir schaden, davon bin ich überzeugt - sonst hätte ich nicht sonderlich viele Skrupel und würde mir all diese Gedanken hier gar nicht erst machen.

Ich will ihr einfach nicht schaden, auch wenn ich absolut gegen Schwarzarbeit bin - rein menschlich kann ich aber nachvollziehen, daß sie das "günstige" Angebot nebenan nutzt. Mehr, als ein Haus in Schuss zu halten haben wir einfach nicht, daher kann ich ihr keine weitere Verdienstmöglichkeit bieten, die sie aber wohl dringend braucht, um über die Runden zu kommen. Und eine andere angemeldete Tätigkeit zu finden war für Sie zuvor wohl auch nicht so einfach - jeder wollte sie nur "schwarz" (so wenig nachvollziehbar das für mich auch ist). Wie gesagt, der menschliche Aspekt daran, sie ist mir eben nicht "egal".

Meine Auskunft zuvor war folgende: sie fällt z.B. während der Schwarzarbeit nebenan die Treppe runter und bricht sich etwas oder noch Schlimmeres, braucht einen Notarzt. Der protokolliert den Vorgang natürlich. Zahlen wird erstmal meine Versicherung, denn eine andere hat sie nicht. Aber irgendwann werden die sich dann auch wundern, warum zwar die Adresse und Hausnummer, aber nicht der Unfallort bzw. Name (der Nachbarn) mit der Anmeldung identisch ist. Also wird die Versicherung und/oder Zoll oder Genossenschaft mich kontaktieren und der Sache nachgehen - und ich stell mich dann nicht hin und lüge oder decke meine Nachbarn oder sie. Also fliegt die Sache auf. Und weil ich die Schwarzarbeit hingenommen habe, oder gar jemand gar als Schutzbehauptung von sich gibt, ich hätte das sogar noch vermittelt, stehe ich mit in der Haftung. Und eben DAS geht mir dann definitiv zu weit.

Wenn das aber - Eueren Antworten nach - doch nicht so ist, bin ich beruhigt und ignoriere wohl das Vorgehen. Das ist dann zwar auch nicht korrekt (und ich hasse es, daß man mich in so eine Situation überhaupt erst bringt...), aber ich bin nicht der Richter über die Vergehen anderer, und will auch nicht dazu gemacht werden...

Als Arbeitgeber bist du aus der Nummer raus, wenn die Frau außerhalb der Tätigkeit in deinem Haus etwas passiert - allerdings der Nachbar, der die Frau nicht angmeldet hat ist dran.

Nur... wenn der Zoll dahinterkommt, bist du natürlich auskunftspflichtig, du brauchst also alle Nachweise.

Ansonsten würde ich dir die ordnungsgemäße Kündigung der Kraft empfehlen, denn es ist durchaus ein Vertrauensbruch, wenn sie in der Nachbarschaft schwarz arbeitet - zumindest könnte dein guter Ruf damit beschädigt werden.

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