Haft vermeiden

4 Antworten

Als Psychiater/Neurologe, der tagtäglich mit Drogenpatienten zu tun hat, kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen, dass er besser in der Therapie bleiben sollte. 

Wenn es ihm darunter erstmal schlecht geht und er sich immer kränker fühlt, ist das ein Hinweis darauf, dass die Behandlung in ihm Dinge bewegt. Häufig ist auch der oft unbewusste Suchtdruck Schuld daran, sich der Therapie und der Konfrontation mit seinen Problemen zu verweigern. 

Wenn er einen guten Anwalt hat, wird der die Sache rauszögern, eine andere Therapieeinrichtung vorschlagen und ein Wahnsinns TamTam veranstalten, was die Kosten die eine solche Therapie verschlingt nur noch weiter in die Höhe treibt, was die Betroffenen aber nicht juckt, denn a) müssen sie es nciht zahlen und b) haben sie meistens auch noch keine Beiträge für die Institutionen gezahlt, die diese Kosten tragen.

Um auf den Anfang zurück zu kommen, ein geschickter Anwalt wird ihn vermutlich vor dem Knast bewahren.

Meine Frage holen die ihn sofort ab,

Sofort gibts bei der Justiz nur Kaffee, sofern man dort arbeitet. Alles andere brüht länger: Die Akte wird dem zuständigen Richter vorgelegt und der beschließt darauf, dass jene Maßnahmen ergriffen werden die im Urteil angeordnet wurden. Wäre insofern hilfreich, das Urteil im vollen Wortlaut kennen zu können. Ich glaube nämlich nicht, dass das so da steht wie von Dir angegeben wird.

bringen ihn in Bau

Er bekommt im Falle des Falles die Aufforderung, die Haft anzutreten. Nur wenn er nicht tritt, wird er getreten, dh, es ergeht Haftbefehl.

kann man das verhindern

Indem er die Therapie fortsetzt.

Das kann sehr schnell gehen.

Ein ehemaliger "Kunde" hat erzählt, dass das Krankenhaus seine Abbruchpläne weitergegeben hat und er direkt von der Klinik "abgeholt" wurde.

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@Privatier59

Das klappt nach meiner Kenntnis nur in Bayern und Rheinl-Pf.

In einigen Bundesländern dauert das ewig.

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