Hätte man hier eine Möglichkeit der Einkommensglättung in Bezug der Selbständigkeit?

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3 Antworten

nur Erwartung von ca. 5.-10.000 Euro Gewinn. ... Vorauszahlungen

Wenn man es entsprechend begründen kann, könnte man beantragen, dass für das laufende Jahr die Einkommensteuervorauszahlungen auf eine Sinnvolle Höhe gesetzt werden.

Die USt-Voranmeldungen sind unproblematisch, da sie ja monatsaktuell sind.

Dann habe ich auch noch zufällig festgestellt, dass es Buchungen in den Jahren 2011 und 2012 darunter waren, die Betriebsausgaben waren, aber auf privat gebucht worden sind.

Passiert dem "Steuerberater" öfter? Hmmmm. ....


Einkommensglättung

Wird zur Zeit noch mit einer EÜR gearbeitet, oder wird bilanziert?

Bei einer EÜR gilt das Zu- und Abflussprinzip. Entscheidend ist hier der Tag des Zu- oder Abgangs des Geldes - also nicht das Rechnungsdatum.

Bei der EÜR passiert Entscheidendes für den jählichen Gewinn nur am Jahreswechsel. Wenn eine 10.000€ Rechnung vom Kunden noch dieses Jahr gezahlt wird, erhöht sich der Gewinn für dieses Jahr. Wenn er erst im nächsten Jahr zahlt, erhöht sich der Gewinn im nächsten Jahr. ...

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Kommentar von baakbb
15.03.2013, 18:24
Wenn man es entsprechend begründen kann, könnte man beantragen, dass für das laufende Jahr die Einkommensteuervorauszahlungen auf eine Sinnvolle Höhe gesetzt werden.

Wenn nun im Januar und Februar Verluste sind, wo die BWAS bedingt durch die Dauerfristverlängerung aber erst gut 2-3 Monate später vorliegen, wie kann man dies dann begründen?

Dann habe ich auch noch zufällig festgestellt, dass es Buchungen in den Jahren 2011 und 2012 darunter waren, die Betriebsausgaben waren, aber auf privat gebucht worden sind. 

Hier sind leider bisher diese Privatbuchungen noch nicht umgebucht worden, dann stimmt doch meines Erachtens auch nicht mehr die festgesetzte Einkommenssteuer-Vorauszahlung und auch die zu zahlende Umsatzsteuer-Vorauszahlung, oder?

Wird zur Zeit noch mit einer EÜR gearbeitet, oder wird bilanziert?

Es wird nicht bilanziert, sondern eine EÜR erstellt. Dann ist es noch so, dass der Ehegatte im Betrieb auf 400 Euro-Basis mitarbeitet. Ich habe noch diese Woche von meiner Sparkasse erfahren, dass es hier steuerliche Möglichkeiten gibt, wo der Ehegatte, dann renten/-krankenversichert ist und man diesen Beitrag noch voll absetzen kann.

Auf solche Dinge hat mich mein Steuerberater noch nicht mal hingewiesen. Auch im Netz lese ich von Steuersparmodellen, hier gibt es sicherlich auch Gestaltungsmöglichkeiten, um die Steuer zu drücken (z.B. Anschaffungen, Abschreibung usw.). Im Detail weiß ich ja nicht, was man alles für Möglichkeiten hat.

Aber vielleicht sagt man mir noch mehr zu diesen Sachen bzw. zu meinen Ergänzungen. Danke im voraus.

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Eine andere Möglichkeit geht noch etwas weiter. Du kannst eine Kapitalgesellschaft gründen und Dir daraus ein regelmäßiges Gehalt zahlen.

GuV und Bilanz sind dann natürlich erst recht erforderlich, und Lohnbuchhaltung außerdem.

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Abgesehen von der zutreffenden Erfassung der richtigen Ausgaben und der Nutzung von Spezialvorschriften wie beispielsweise § 7g EStG könnte aus buchhalterischer Sicht der Umstieg auf die Bilanzierung eine Möglichkeit sein.

Das ist allerdings insofern problematisch, als eine Bilanz nebst GuV meist teurer ist als eine EÜR und der Totalgewinn über alle Perioden derselbe ist - man kann nur ein wenig besser hin- und herschieben.

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