Hälftiger Anteil an Eigentumswohnung an Miteigentümer verkaufen

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lillifee: Einige hilfreiche praxisnahe Empfehlungen liegen dir bereits vor. Hast du dir eigentlich Gedanken darüber gemacht, aus welchem Grunde sich der Preis der typengl. ETW innerhalb von nur einem Jahr gravierend verändert haben soll?

Praxisbeispiel: Sechs typengleiche Reihenhäuser wechseln innerhalb von 18 Monaten den Eigentümer zu folgenden Kaufpreisen:

1: 170 000 € Notverkauf, 2. 150 000 € Zwangsversteigerung 3. 160 000 € Freundschaftspreis, 4. 205 000 € Liebhaberpreis, 5. 200 000 € regulärer Marktpreis gem. Gutachten, 6. Welchen Preis würdest du bei Gestehungskosten von € 195 000 von deinem Ex erwarten?

Das Kaufinteresse an deiner Miteigentumshälfte an der ETW dürfte sehr gering sein; ob dein Ex überhaupt Kaufinteresse zeigt, weißt du nicht. Meine Empfehlung: Setze die Hälfte der Gestehungskosten und keine Cent mehr an. Damit könntest du zumindest den Einwand der „Bereicherung“ (erste Hürde) erst gar nicht aufkommen lassen. Übrigens: Wie würdest du reagieren, wenn dein Ex seinen Anteil dir zu dem erhöhten Preis anbieten würde?

Und noch eins: Die Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft ist aus meiner Sicht die unwirtschaftlichste Lösung überhaupt. Also: „Lieber Peter, ich verkaufe meine Miteigentumshälfte an der ETW zum Preis von 97 500 €. Teile mir bitte bis zum 30.06.2012 mit, ob du an dem Erwerb interessiert bist.“

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Eine gut nachvollziehbare Antwort. DH!

Aber der liebe Peter würde doch auch unter einer Zwangsversteigerung leiden. Die erste spannende Frage wäre, ob er zwecks Vermeidung der Zwangsversteigerung auch mehr Geld als "nur" die Hälfte der Gestehungskosten zahlen würde.

Und die zweite, ob Peter bei Interesse überhaupt die Finanzierung des Betrages sicherstellen kann. Daher scheint mir die Frist bis zum 30.06.2012 viel zu kurz.

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Lieben Dank für Deine hilfreiche Antwort. Die Idee, einfach meine Preisvorstellung für mein hälftiges Miteigentum zu nennen, finde ich sehr gut. Alles andere ist dann verhandlungssache und die lästige Diskussion um entstandene Ausgaben in Bezug auf die Immobilie entfällt!!! Danke!!!

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Kaufpreise entwickeln sich durch Angebot und Nachfrage. Insofern ist Deine Position im Augenblick reichlich ungünstig: Versuch doch mal, Deinen Hälfteanteil am freien Markt anzubieten. Eine Nachfrage wird nicht vorhanden sein oder allenfalls zu Preisen, die Dir die Zornesröte ins Gesicht treiben. Denn, wer kauft schon Eigentumsanteile? Das wird sich gegenüber Deinem Partner massiv auf die Preisbildung auswirken. Ob der Dir den hohen Preis der Vergleichswohnung zahlen will, steht in den Sternen. So wie Du Eure Beziehung beschreibst, glaube ich das eher nicht.

Den Miteigentumsanteil auf Deine Tochter übertragen kannst Du. Solange da kein Vorkaufsrecht notariell vereinbart ist, braucht das nicht die Zustimmung des Miteigentümers. Nur, was hast Du damit gewonnen? Es entstehen Kosten für Notar und Grunderwerbsteuer und trotzdem ist man keinen Schritt weiter.

Wenn eine Einigung garnicht zu erzielen ist, dann bleibt hier zur Auflösung der Gemeinschaft nur die Teilungsversteigerung. Das aber ist in jeder Hinsicht -gleich, ob Zeitbedarf, Kosten oder erzielbarer Kaufpreis das Kriterium ist- die schlechteste Lösung.

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Keine Grundsteuer, aber dafür einen Ergänzungspfleger, wenn die Tochter noch nicht volljährig ist.

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Vielen Dank privatier59! Natürlich wäre die Zwangsversteigerung nur die allerletzte und natürlich schlechteste Lösung. Die Übertragung meines Anteils auf meine Tochter hätte eben nur den einen Vorteil gehabt, dass sich beide bei kommenden Eigentümerversammlungen und der Vermietung der Wohnung arrangieren könnten, da sich meine Tochter mit meinem Expartner gut verstanden hat. Danke nochmals!

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hälftigen Anteil auf meine Tochter überschreiben

Warum sollte die Tochter mit diesem schlecht verwertbaren Miteigentumsanteil und den damit verbundenen rechtlichen, finanziellen und vertraglichen Verpflichtungen belastet werden? Diese Idee wäre m. E. die schlechteste Lösung und dann auch noch zulasten des eigenen Kindes, damit die "Rabenmutter" ihr eigenes Leben endlich in Ordnung bringen kann. Du solltest den Mut haben und hier die Initiative gemäß den übrigen, bisherigen Antworten ergreifen.

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littleArrow: verschone mich und das Forum hier mit solch` unqualifiziertem Kommentar !! Du kennst weder mich noch meine Situation und Beleidigungen stehen Dir schon deshlab nicht zu! Meine Tochter würde sehr wohl von auch von einer hälftigen Immobilie profitieren. Schließlich bleibt der Immobilienwert (zumindest weitgehendst) bestehen und Mieteinnahmen erhöhen ja auch noch ihr Einkommen..

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@lillifee1

Du magst meinen Kommentar als unqualifiziert empfinden. Ich habe vorallem Deine Idee, DEINE Probleme gegenüber dem Ex-Partner mit dem Anteilsverkauf auf DEINE Tochter zu übertragen, kritisiert.

Diese Spannungsprobleme kamen bereits in Deiner früheren Frage (http://www.finanzfrage.net/frage/eigentumswohnung-mit-2-eigentuemern---mietvertrag-zulaessig-wenn-nur-1-eigentuemer-darin-wohnt) zum Vorschein. Du solltest ihr nicht einmal - gut gemeint - diese Wohnung schenken; selbst wenn sie sich opfern würde! Wenn zwei Miteigentümer nicht an einem Strang ziehen, dann wird nicht nur das Vertragsverhältnis gegenüber dem Mieter, sondern auch gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft nebst Verwalter erschwert. Man denke auch mal an die finanzielle Nachschusspflicht bei Instandhaltungsarbeiten, die unvorhergesehen auftreten.

Ich habe offenbar erfolgreich eine emotionale Seite bei Dir angesprochen, was Dir weh tut und was ich auch nachvollziehen kann. Aber verschone bitte Deine Tochter mit dieser, DEINER Gemengelage! Bewahre sie davor! Ich habe ausreichend Erfahrung in diesen Ver-/Miet- und Eigentumsfragen, um das beurteilen zu können.

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Steht mir Geld aus dem Hausverkauf zu?

Wir,mein Ex-Partner und ich hatten ein Haus in Deutschland.Wir haben insgesammt 23Jahre zusammen gelebt,also eine eheähnliche Gmeinschaft geführt.Leider habe ich nicht im Grundbuch gestanden.10Jahre haben wir im Haus gewohnt und all mein Geld ist monatlich ins Haus geflossen.Dann sind wir im Jahre 2010 in die Schweiz gezogen und ich habe mich 2011 von meinem Partner gtrennt Ich hatte 2012 einen schweren Unfall und sitze seitdem im Rollstuhl..Er hat dann Ende 2013 das Haus in Deutschland verkauft.Und er meint das mir kein Geld vom Hausverkauf zusteht.Nun hoffe ich,das Sie mir helfen können.

Also meine Frage an Sie ist nun,steht mir Geld vom Hausverkauf zu?

Mit freundlichen Grüssen,Frau Kerstin Dreisow

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Ich möchte die Hälfte meines Einfamilienhauses auf meine Freundin übertragen, wie ist es dann mit der Grunderwerbssteuer?

Hallo,

meine Fragen beziehen sich auf die Höhe der zu entrichtenden Grunderwerbsteuer bei der Übertragung die helfte eines Einfamilienhauses (in NRW) auf meine neue Freundin (keine Ehegatte/eingetragene lebenspartnerin).

Folgende Eckdaten sind zu beachten: Das Haus wurde 2008 zu einem Kaufpreis von € 290.000 gekauft. Eigentümer: ich zusammen mit meine Ex-Freundin. Wir sind jeweils mit 50 Prozent im Grundbuch eingetragen. Ein Kredit in Höhe von € 255.000 wurde ebenfalls zu jeweils 50 Prozent von uns beiden aufgenommen. € 50.000 flossen als Eigenkapital von meine Seite in die Immobilie.

Inzwischen wurde der Kredit teilweise zurückbezahlt. Die Restkredit liegt nun bei € 248.000.

Jetzt soll nur der Eigentumsanteil von mijn Ex (50 Prozent) auf meine neue Freundin übertragen werden. Weiter soll sich nichts ändern. Auch das Kredit bleibt so wie es ist (50/50). Natürlich übernimmt meine neue Freundin dabei das 50 Prozent Kreditanteil - also € 124.000 - von meinem Ex. Die 50.000 Euro, die ich aus Eigenmitteln eingebracht hat, bleiben auch unangetastet.

Ich weiß nicht genau was der Wert des Hauses im moment ist. Der Wert kann jetzt veilleicht niedriger sein als der ursprüngliche Kaufpreis von € 290.000.

Meine Fragen sind nun:

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  • Falls Gegenleistung: Wie müssen wir das Steueramt informieren von diese Gegenleistung? Reicht ein Kaufvertrag zwischen mein Ex und meine neue Fruendin, wobei der vereinbarte Kaufpreis € 124.000 ist?

  • Wenn das Haus immer noch € 290.000 wert sein soll, kann es dann so sein dass Schenkungsteuer bezahlt werden muss? 290.000 – 248.000 = 42.000. Davon 50% ist € 21.000 und damit genau € 1.000 mehr als das Freibetrag. Wie wird sowas berechnet?

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Mit freundlichen Grüßen,

Roy

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