Haben ein Haus geerbt, das noch zum Teil finanz. ist. Wir wollen die Finanz. weiter führen. Jetzt will die Bank Selbstauskünfte, Kontoauszüge usw.? Normal?

5 Antworten

Vertrag soll ja unverändert weitere geführt werden.

Das ist schwer vorstellbar - der bisherige Eigentümer bzw. Kreditnehmer ist ja tot.

Die Bank kann doch nicht wissen, ob Ihr Sozialhilfeempfänger seid, oder in Privatinsolvenz seid.

Die sind nach Bankgesetzgebung verpflichtet die Bonität der Kreditkunden zu überprüfen.

Vermutlich wird ja alles glatt gehen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Du als Erbe tritts ja an die Stelle des Erblassers. Der Vertrag ist ja mit dem Erblasser geschlossen worden. Es geht dabei hier jetzt nur um die Konditionen. Die will die Bank ggf. anpassen. Es geht nicht um die Bonität, da der Erbe ja so oder so für die Schulden aufkommen muss. Kredite werden halt unter gewissen Bedingungen bewilligt. Diese Bedingungen können für den Erben anders sein als für den Erblasser. Die Sicherheit für den Kredit hat sich ja nicht geändert, wenn es ein Hypothenkredit ist. Da ist ja das Haus die Sicherheit.

Du must also richtig verhandeln. Ich würde da eher darauf hinweisen, das ja die Zinssätze für Kredite niedriger sind seit ca. 10 Jahren. Ist der Zinssatz denn festgeschrieben worden und wann läuft diese Frist aus? All dies must Du wissen und ggf. Angebote anderer Banken einholen. Damit Du was in der Hinterhand hast.

Emkael

"Vertrag soll unverändert weitergeführt werden." Unverändert? Ein Personenwechsel (= Wechsel des persönlichen Schuldners und Eigentümers) ist doch eine wesentliche Änderung und berechtigt den Darlehensgeber sehr wohl, die die Bonität betreffenden Auskünfte anzufordern.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wieso? Der Erbe tritt doch an die Stelle des Erblassers und muss ja für die Schulden so oder so aufkommen. Es geht dabei immer nur um die Konditionen. Die sollen angepasst werden. Davon ist auszugehen.

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@hildefeuer

Vielleicht überzeugt dich ein Blick in die seit 1.5. 2018 gültige ImmoKWPLV.

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@Franzl0503

Nein es wird ja kein neuer Kredit beantragt, sondern der Erbe tritt in den bestehenden Vertrag ein und führt den fort. Insofern ist diese Neue Verordnung gar nicht gültig in diesem Fall. Ist halt genauso als wenn man einen anderen Vertrag erbt. Da gelten dann ja auch die Konditionen die der Erblasser eingegangen ist. Warum sollte das bei Banken anders sein als beim Autokauf oder Fitnessstudio oder Zeitungsabo? Klar die Banken versuchen dann immer neue Verträge abzuschliessen mit entsprechenden Konditionen. Schießlich bekommen die Angestellten ja auch Provisionen. Wenn ein neuer Vertrag geschlossen würde, ist der Kreditnehmer ja frei, ähnlich wie bei einer Umschuldung. Ich denke das soll eine versteckte Umschuldung sein, mehr nicht.

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@hildefeuer

Die Banken haben in den Jahren viel gemacht, was rechtlich keinen Bestand hatte. Wenn ich an die ganzen Gebühren denke, die alle rechtswidrig waren....

Zitat:

Verstirbt ein Darlehensnehmer und treten die Erben des Verstorbenen das Erbe an, werden die Erben kraft Gesetzes dessen Rechtsnachfolger.Konkret bedeutet das, dass die Erben automatisch verpflichtet sind neben dem Haus auch die Schulden zu übernehmen. Dieses Prinzip nennt man Gesamtrechtsnachfolge. Die Erben dürfen ausstehende Ansprüche des Verstorbenen geltend machen,haften aber auch für Forderungen Dritter gegen den Verstorbenen.

Der Darlehensgeber (Bank, Sparkasse, usw.) kann der Rechtsnachfolge nicht widersprechen.

Demzufolge findet auch keine Kredit- bzw. Bonitätsprüfung statt.

Weil sie sinnlos ist.

So mal angenommen, der Erbe ist Sozialhilfeempfänger und könnte die Raten nicht zahlen. Was passiert dann? Entweder wird das Haus verkauft oder vermietet. Dann wird durch die Mieteinnahmen das Darlehn bediehnt und gut ist. Keine Bonitätsprüfung und das ganze Prozedere was die Bank jetzt will. Die bekommen nur Ihr Geld mehr nicht. Sie haben ja auch nur Anspruch darauf.

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