Haben die Landesbanken eine Zukunft?

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Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass Dein Kind bei einer Landesbank in Rente gehen wird. Bis dahin wird sich die Landesbankwelt noch mächtig verändern.

Der öffentliche Finanzsektor ist aber bekannt, dass dort eher kuschelig mit Veränderungen umgegangen wird. Massenentlassungen würde ich da nicht erwarten. Eher Sozialpläne mit langen Laufzeiten.

Die Zeiten von Banken als krisensicherer Arbeitgeber bis zur Rente sind lange vorbei. Andersherum kenne ich nur wenige Banker, die dauerhaft derselben Bank geblieben sind. Gilt auch für andere Berufsgruppen.

Wenn der Jon spannend ist, würde ich mich von der Diskussion um die Zukunft der LBen nicht anstecken lassen. Einfach die gute Zeit mitnehmen, lernen und dann im Zweifel später wechseln.

Wenn die Postition interessant ist, würde ich es wahrnehmen.

Die Landesbanken haben Probleme ihre Orientierung zu finden, haben aber gute Bezahlung.

Ich würde es machen. Bei Fusionen werden auch Arbeitsplätze abgebaut werden, aber bestimmt nicht im "HauRuck verfahren".

Bund, Länder und Sparkassen haben einen neuen Anlauf für eine Neuordnung des maroden Landesbanken-Sektors gestartet. Konkrete Ergebnisse gab es noch nicht. Im November soll erneut beraten werden. Drei der Geldinstitute gelten als Kandidaten für Fusionen. Wer den Poker um die Zukunft der Landesbanken verstehen will, muss zunächst in ihre Geschichte schauen. Dabei stand am Anfang meist die Idee, dem Gemeinwohl zu dienen. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zum Beispiel entstand aus einer der ersten Sparkassen Deutschlands. 1818 gründete Königin Katharina von Württemberg die Württembergische Sparkasse "zum Wohle der ärmeren Bevölkerungsschichten". 1916 wurde dann die Württembergische Kommunale Landesbank als Zentralbank der Sparkassen in Württemberg gegründet. Acht selbstständige Landesbanken mit eigenen Geschäftsgebieten gibt es noch: Die HSH Nordbank ist für Hamburg und Schleswig Holstein zuständig, die NordLB für Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die LBB ist in Berlin und Brandenburg tätig, die WestLB in Nordrhein-Westfalen, die Helaba in Hessen und Thüringen. Die LBBW ist für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen zuständig, die SaarLB für das Saarland und die BayernLB für Bayern. Drei Fusionskandidaten

Jetzt ist die Zeit reif für neue Fusionen, da sind sich Experten einig. Professor Michael Grote von der Frankfurt School of Finance and Management erklärt: "Die jüngste Krise hat gezeigt, dass das Halten von Landesbanken ihre Eigentümer, die Länder sowie die Sparkassen- und Giroverbände teuer kommen kann. Von daher ist die Bereitschaft zu fusionieren bei den Verantwortlichen stark gewachsen." http://www.tagesschau.de/wirtschaft/landesbanken136.html

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