Ich habe mich im Grundbuch eintragen lassen, der Eigentümer ist gestorben, die Erbschaft wird ausgeschlagen, wie komme ich jetzt an mein Geld?

4 Antworten

Statt den gesamten Text in die Fragezeile zu quetschen hättest Du besser den Sachverhalt ausführlich in das darunterliegende und dafür vorgesehene Feld eingetragen.

Anhand der äußerst dürftigen Angaben kann man jetzt nur Rätsel raten:

Du hast also "etwas" in das Grundbuch eingetragen. Das kann ja nur ein Grundpfandrecht sein, entweder durch den Eigentümer freiwillig bestellt oder zwangsweise eingetragen.

Niemand ist derzeit für die Erbschaft zuständig. Da beantragt man beim Amtsgericht Nachlaßpflege.

An Dein Geld kommst Du nur durch Zwangsversteigerung. Da mußt Du erst mal ordentlich Geld vorschießen. Ich würde vorab peilen, ob sich das lohnt. Wieviel ist das Grundstück wohl wert? Welche vorrangigen Rechte sind eingetragen?

Offengestanden: Nur wenige Erben schlagen ein werthaltiges Erbe aus. Da ist vermutlich mehr an Schulden als an Vermögen vorhanden. Überleg Dir genau, was Du tust.

Du hast also "etwas" in das Grundbuch eingetragen.

Lesen! Er hat SICH - aber nicht eingertragen, sondern eintragen lassen. Das heißt, ER steht jetzt im Grundbuch.

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@EnnoWarMal

In Zeiten des elektronischen Grundbuchs ein heikles Unterfangen. Hoffentlich verwenden die Schwachstrom.

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erstmal Danke für die Antworten, sorry das ich es nicht so ausführlich geschrieben habe.

Der Verstorbene war ein guter Bekannter hatte vor Jahren mal Geld bei mir geliehen das er nicht zurück zahlen konnte, da er aber eine Eigentumswohnung hatte, habe ich mir das Grundpfandrecht im Grundbuch gesichert.

Vor ca 2 Jahren hat der Verstorbene eine Privatinsolvenz beantragt deshalb schlagen die erben alle das Erbe aus, und nein die Wohnung war nicht in der Privatinsolvenz aufgeführt.Deshalb frage ich mich jetzt wie komme ich an mein Geld, weil so wie es aussieht wird der Fiskus erben.

Koffi

Du hast gegen den verstorbenen Grundstückseigentümer eine Forderung, die im Grundbuch gesichert ist, entweder durch eine Zwangssicherungshypothek oder eine vom Verstorbenen noch für dich bestellte Sicherungsgrundschuld.

Die Erben haben ausgeschlagen oder haben vor, auszuschlagen.

Ob du jemals einen Euro aus der Verwertung der Immobilie siehst, hängt ab: vom Marktwert der Immobilie, den Verwertungschancen, der Höhe der Grundstücksbelastungen, der Höhe der sonstigen Gläubigerforderungen, die auch ohne Grundbucheintrag allen Rechten im Grundbuch im Range vorgehen, wie z. B. rückständige Erschließungskosten, Kommunalabgaben, Schornsteinfegergebühren usw. und den Kosten des Zwangsversteigerungsverfahrens.

Vielleicht existiert noch ein entfernter Verwandte des Verstorbenen. Andernfalls wird der Staat gesetzlicher Zwangserbe. Dadurch wird sichergestellt, dann es keinen Nachlass ohne Erben gibt und die Nachlassabwicklung im Interesse der Nachlassgläubiger durchgeführt wird (Ordnungsfunktion des Staatserbrechts)

Der Staat erhält die gleiche privatrechtliche Stellung wie jeder andere Erbe. So kann der Staat eine Haftung für die Nachlassverbindlichkeiten in derselben Art und Weise auf den Nachlasswert beschränken.

Bei einer Überschuldung gehst du vermutlich leer aus.

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