Habe ich noch einen Anspruch auf Erbe?

3 Antworten

Der Pflichtteilanspruch verfällt nach drei Jahren. Der gleiche Zeitraum gilt auch für die Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs bei Schenkungen, dem Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten gegen die anderen Erben, dem Anspruch auf Vervollständigung des Pflichtteils, dem Pflichtteilsrestanspruch des oder der unzureichend bedachten Erben und dem Pflichtteilsanspruch des Vermächtnisnehmers.

http://www.erbrecht-einfach.de/pflichtteil-und-pflichtteilsanspruch/verjaehrung-des-pflichtteils.html

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Wie verhält sich dieser Fall? Ein deutscher Staatsbürger , gebürtige Polin aber mit deutschem Pass verstirbt. Während der Ehe, aber bereits in Deutschland verkauft der Ehemann Land und Haus das noch in Polen war. Stehen dem Kind nach dem Tod der Mutter ein Erbteil und greift hier das ausländische Erbrecht?

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@flocke80

Lebzeitig kann der Eigentümer verfügen wie er möchte, ohne dass die grds. gesetzl. erbbrechtigten Kinder hier Mitspracherecht oder Anspruch gelten machen können.

Und auf die Unmöglichkeit des Nachforderungsanspruches, selbst wenn die Immobilie anteilig im Eigentum der verstorbenen Mutter stand, habe ich bereits ausführlich verwiesen.

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Der Fall und auch Dein Kommentar zu Primus Antwort ist unklar und undurchsichtig.

  1. Wer hat was verkauft?

  2. Die gebürtige Polin war mit dem Mann verheiratet.

  3. Die Tochter, ist Tochter von beiden, oder nur von einem von beiden?

  4. Wann ist der Vater verstorben?

  5. wann ist die Mutter verstorben? nach Sachverhalt 2001. vor dem Mann, oder nach dem Mann?

6 Wann hat die Tochter jeweils von den Sterbefällen erfahren?

  1. Wenn hat denn geerbt, wenn nicht die Tochter?

  2. "aus der Ehe mit meinem Vater" Du meinst die Ehe mit Deiner Mutter. Aber Du müßtest doch direkt von Deinem Vater geerbt haben. Oder gab es ein Berliner Testament (der überlebende erbt alles).

Aber auch dann noch unklar, wer hat alles bekommen, als Deine Mutter starb.

Ich will Dir ja gerne helfen, aber aus dem Sachverhalt kann man nichts erkennen.

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Phuuu..... danke, ich dachte schon nur ich blicke da nicht durch ;-))

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Sorry, es ist etwas kompliziert, versuche es jedoch verständlich nahezulegen.

Ein polnisches Ehepaar ist nach Deutschland ausgewandert und erlangte zusammen mit der Tochter die deutsche Staatsbürgerschaft. In Polen hatte das Ehepaar viel Land und ein Haus. Dies wurde allerdings erst im laufe der Jahre verkauft, als das Paar schon in Deutschland lebte. Das gemeinsam erwirtschaftete Geld sowie der Verkauf in Polen floss in eine Kasse. Die Ehefrau verstarb 2001, der Vater lebt, das Ehepaar hat eine gemeinsame Tochter. Nur hat die damals nichts geerbt, der Vater behielt alles. Kann die Tochter heute noch Ansprüche geltend machen und greift das ausländische Erbrecht. Hat Sie heute eine Chance, Ihren gesetzlichen Anteil zu bekommen?

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@flocke80

Nein, es ist nur schon lange her und auch irgendwie verstrickt!?

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@flocke80

Nun ist es klar.

  1. Das Erbrecht auf das Erbe der Mutter ist durch Verjährung nicht mehr einklagbar. Das es einen Erbfall gab, war durch den Tod der Mutter bekannt (es wird unterstellt, dass jeder weis, dass man ein Erbrecht hat, wenn ein Elternteil verstirbt).

  2. Entweder kann der Vater freiwillig geben, oder Du mußt leider warten, bis bei ihm der Erbfall eintritt.

  3. da alle in Deutschland leben, gilt deutsches Recht.

  4. mir fällt noch etwas ein, wie alt war sie 2001 (also wie alt war die Tochter?).

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@wfwbinder

Das Erbrecht auf das Erbe der Mutter ist durch Verjährung nicht mehr einklagbar.

Inwiefern ist für den Erbfall aus 2001 keine Verjährungsfrist für erbrechtliche Ansprüche von 30 Jahren gem. § 197 I Nr. 7 BGB a.F. anwendbar?

G imager761

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IMHO gilt bei dem Erbfall vor der Erbrechtsreform unverändert eine 30jährige Verjährungsfrist gem. § 197 I Nr. 7 BGB a.F.

Dein größtes Problem wird nur sein, den nach 13 Jahren überhaupt noch zu beziffern, nachzuhalten, was der Mutter, auch aus den Immobilienverkäufen, überhaupt gehörte, welche Verbindlichkeiten 2001 bestanden usw.

Die zweite Problematik sind mögliche behauptete Schenkungen unter Eheleuten, deren Ergänzungsanpruch längst verjährt wäre.

Drittens stünde ein belegloses Nachlassverzichnis, dessen Richtkeit allenfalls noch an Eides Statt versichert würde, einer Forderung entgegen.

Im Ergebnis sehe ich da keine Chance, etwas nachfordern zu können :-(

G imager761

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