Habe ich einen Vorteil, wenn ich jetzt groß beim Großhändler einkaufe, um nächstes Jahr etwas an Steuern zu sparen?

5 Antworten

Allen hier gegebenen Antworten fehlt der Blick auf § 15a UStG.

Die abzugsfähige oder nicht abzugsfähige Vorsteuer wird bei dem Übergang von der Kleinunternehmerschaft zum Regelunternehmer und umgekehrt berichtigt, wenn es Anschaffungen betrifft. Und das 60 Monate bzw. 120 Monate (bei Grundstücken)

Beispiel:

Der KU kauft eine Maschine für 11.900 Euro - enthalten sind 1.900 Euro Umsatzsteuer, die er nicht als Vorsteuer ansetzen kann.

Nach einem Jahr wechselt er zum Regelunternehmer. 12 Monate von 60 sind nun vorbei, es verbleiben 48.

Folge: In Höhe von 48/60 (= 1.520 Euro) sind als abzugsfähige Vorsteuer vom Finanzamt zurückzuverlangen.

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Muss ich dann auch alle Rechnungen neu schreiben?

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@Flobias

Wenn sie vorher richtig waren, sind sie jetzt immer noch richtig.

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Ich bin Kleinunternehmer und bin dieses Jahr über die Grenze von 17.500€ Umsatz gekommen.

Sehr klug mitzurechnen, das schützt vor Überraschungen.

Wenn ich nun nächstes Jahr wieder über diese Grenze komme, falle ich aus der Kleinunternehmerregelung raus, 

Nein, einmal rüber reicht. Ab 2019 bist Du Regelbesteuerer.

Macht es jetzt aber Sinn, einen Großeinkauf beim Großhändler zu machen, weil mir dieses Jahr die Mehrwertsteuer erstattet werden? Würde ich nächstes Jahr diese Artikel kaufen, dann würde ich die Steuer nicht wiederbekommen.

Umgekehrt, noch bist Du Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug. Ab 01. 01. bist Du Regelbesteuerer mit Vorsteuerabzug. Also im Januar einkaufen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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§ 15a UStG beachten!

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@EnnoWarMal

Sehr guter Einwand, aber ich bezog die Frage eigentlich nur auf Ware:

einen Großeinkauf beim Großhändler zu machen
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@EnnoWarMal

Du hast natürlich recht. Aber wenn er erst im Januar kauf, spart er etwas Arbeit.

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Bei der Frage passt was nicht.

Entweder du bis Kleinunternehmer (das merkst du am ehesten daran, dass du keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgibst und keine Umsatzsteuer ausweist).

Oder du bist kein Kleinunternehmer. Dann hast du Vorsteuerabzug.

Bist du also in 2018 Kleinunternehmer oder nicht? Wenn du Kleinunternehmer bist, hättest du erst im kommenden Jahr (also 2019) Vorsteuerabzug, was gegen die Idee mit dem Großeinkauf spricht.

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Ich weise keine Umsatzsteuer aus, bin deshalb KU. Ich hätte aber immer gedacht, dass man 2 Jahre hintereinander über 17500€ liegen muss um den Vorsteuer abzug zu zahlen....

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@Flobias

Lese dir bitte den Anfang von § 19 UStG durch:

Die ... Umsatzsteuer wird ... nicht erhoben, wenn der ... Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat ... .

Ich habe alles auf deine Bedürfnisse zusammengekürzt. Nicht wirklich geheimnisvoll, oder?

Das sagt, dass wenn dein Umsatz 2017 über 17.500 € lag, bist du 2018 umsatzsteuerpflichtig. Es war dann in 2018 falsch, keine Umsatzsteuer gesondert auszuweisen und du hättest Vorsteuerabzug bei jedem Einkauf gehabt, bei dem die Umsatzsteuer richtig ausgewiesen wurde.

Wenn das so ist, rede dringendst und sofort mit deinem Steuerberater und wenn du keinen hast, suche dir einen. Eine eventuell schmerzhafte Nachzahlung lässt sich vielleicht wirklich durch einen Einkauf beim Großhändler vermeiden. Nur hast du dann einige Verpflichtungen (Umsatzsteuerausweis, Umsatzsteuervoranmeldung) nicht eingehalten und der Steuerberater kann Zwangsmaßnahmen verhindern.

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Jetzt sind hier aber auf meinem Bahnticket aber definitiv 7% ausgewiesen, obwohl die Strecke München-Regensburg ja eindeutig weit über 50km liegt.

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