Habe eine Bankvollmacht. Wirkt sie auch über den Tod hinaus?

2 Antworten

Es kommt auf die Vollmacht an. Es muss eine "über den Tod hinaus" sein.

Eine Normale Vollmacht verliert automatisch mit dem Tod hre Gültigkeit.

Es gibt auch spezielle Vollmachten, die nur im Falle eines todes gelten.

Mit der alten Dame noch mal zur Bank gehen.

Es wird unterschieden zwischen

gewöhnlichen Vollmachten (gelten zu Lebzeiten des Kontoinhabers und, soweit nichts anderes vereinbart, auch über den Tod oder die Handlungsunfähigkeit des Vollmachtgebers hinaus (im deutschen Recht nach § 672 i.V.m. § 168 BGB); im schweizerischen Recht gelten sie über den Tod oder die Handlungsunfähigkeit des Vollmachtgebers hinaus nur, falls dies in der Vollmacht ausdrücklich vorgesehen ist) Vollmacht nur für den Todesfall (postmortale Vollmacht Die Vollmacht erlischt gemäß deutschem Recht nicht mit dem Todesfall (§ 672 i.V.m. § 168 BGB). Ist ein Erlöschen mit dem Tode gewünscht, so ist eine entsprechende Ergänzung in der Vollmachtsurkunde vorzunehmen.

Genau umgekehrt ist das Erlöschen der Vollmacht im schweizerischen Recht geregelt. Nach schweizerischem Recht erlischt die Vollmacht im Todesfall, bei Handlungsunfähigkeit oder Verschollenheit des Vollmachtgebers, soweit der Vollmachtgeber nichts Gegenteiliges angeordnet hat (OR 35 Abs. 3).

Häufig verwendet wird auch die Vollmacht nur für den Todesfall (sog. postmortale Vollmacht). Diese ermöglicht dem Bevollmächtigten Bankgeschäfte z.B. zur Abwicklung des Erbes. Nach schweizerischem Recht sind solche Vollmachten höchstens für kurze Zeit nach dem Tode des Vollmachtgebers gültig und befähigen, sobald der Bevollmächtigte vom Tode des Vollmachtgebers Kenntnis hat, nicht zu mehr als dringlichen Verwaltungshandlungen. Im übrigen geht die Handlungsbefugnis nach schweizerischem Recht in jedem Falle auf die Erben über, es sei denn, der Erblasser habe einen Willensvollstrecker eingesetzt. Das Gesagte gilt auch für die Banken, also auch bei Vorliegen anderslautender Bankvollmachten.

Eigentümer des Kontos ist nach dem Tod der(die) Erbe(n). Die Bankvollmacht ist kein Testament und berührt die Rechte der Erben daher nicht (z.B.: Urteil BayObLG vom 19. April 2000). Die Erben können die Vollmacht als Rechtsnachfolger des Vollmachtgebers jederzeit widerrufen. Nach schweizerischem Recht bedarf es keines Widerrufes der Vollmacht durch die Erben. Hingegen tun die Erben gut daran, den Bevollmächtigten und die Bank vom Ableben des Vollmachtgebers in Kenntnis zu setzen und eine allfällige Vollmachtsurkunde zurückzufordern, da sie andernfalls gutgläubigen Dritten gegenüber, mit denen der Bevollmächtigte (sei es in Kenntnis oder in Unkenntnis des Todes des Vollmachtgebers) noch namens des Vollmachtgebers Rechtsgeschäfte tätigte, für den Schaden verantwortlich sind (OR 36 Abs. 2).

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