Habe bei ESt. 2009 Rechnung vergessen, kann ich in 2011 ff. noch etwas damit tun ?

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Einzige Hoffnung: War zum Zeitpunkt der Abgabe der EKSt-Erklärung 2010 (mit der bezahlten Rechnung aus 2009) der EKSt-Bescheid 2009 noch nicht bestandskräftig (also entweder noch nicht erhalten und/oder Einspruch eingelegt). Wäre er noch "offen" gewesen, hätte die Quittung das FA ja auch noch in 2009 berücksichtigen müssen als nachgereichte Rechnung. Allerdings, einen bestandskräftigen Bescheid bekommt man nicht wieder so leicht auf. Eine vergessene Quittung und/oder ein eigener Irrtum reicht da eben nicht aus.

steuerliche Verlustvorträge optimal nutzen

Hallo allerseits,

ich habe Verlustvorträge aus der Zeit meines Zweitstudiums (ich glaube, man nennt dies "vorweggenommene Fortbildungskosten"; es handelt sich um Studiengebühren, die das Finanzamt mir für 2008 bereits als Werbungskosten anerkannt hat). Aktuell habe ich einen Steuerbescheid für das Jahr 2008. In den Jahren 2009 und 2010 habe ich ebenfalls Kosten für das Zweitstudium gehabt, Einkommenstuererklärungen für diese Jahre habe ich noch nicht gemacht. Seit 2011 arbeite ich und zahle Einkommensteuer per Lohnsteuerabzug. Einkommensteuererklärungen für die Jahre ab 2011 habe ich ebenfalls noch nicht gemacht (ich bin nicht zur Abgabe verpflichtet und habe als freiwiliig Steuererklärendern ja 4 Jahre Zeit, meine Steuererklärungen abzugeben). Ich rechne also damit, für 2009 und 2010 noch weitere Verlustvorträge anzusammeln, die dann ab 2011 mein zu versteuerndes Einkommen mindern sollten. Mein Gehalt steigt mit der Zeit, war also 2011 niedriger als 2012 niedriger als 2013 und ich nehme an, das es so weitergeht.

Ich frage mich nun, wie ich meine Verlustvorträge optimal nutzen kann. Wenn der gesamte bis einschließlich 2010 aufgelaufene Verlustvortrag mit meinem ersten Gehalt aus 2011 verrechnet wird, ergibt eine niedrigere Steuerentlastung, als wenn ich meine Verlustvorträge weiterhin vortragen kann und z.B. erst 2014 verrechne (höherer Grenzsteuerdsatz).

Hat jemand Hinweise für mich, ob/wie letzteres möglich wäre? Was würde z.B. passieren, wenn ich Steuererklärungen für 2008 bis 2010 (die lediglich zu steigendem Verlustvortrag führen werden) abgebe, dann aber für 2011 bis 2013 keine Einkommensteuererklärungen abgebe und sobald mein Grenzsteuersatz sehr hoch ist, z.B. ab 2014, wieder eine Einkommensteuererklärung abgebe (um meine Verlustvorträge nur mit dem hohen 2014er-Einkommen zu verrechnen und nicht mit dem niedriegen 2011er Einkommen)?

Oder kann ich nichts dagegen tun, dass Verlustvorträge mit Einkommen verrechnet werden, sobald Einkommen da ist, bei mir also ab 2011?

Vielen Dank!

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Nachträgliche Korrektur eine Nebenkostenabrechnung für einen Mieter

Hallo, ein Bekannter hat von seinem Vermieter die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2011 erhalten. Es fiel ihm auf, dass die Kosten für Wasser/Abwasser (Preis je m³) gegenüber den Vorjahren extrem gestiegen sind. Daher hat er Widerspruch eingelegt. Der Vermieter teilte ihm nun mit, dass dieser m³-Preis ein rechnerisch ermittelter Wert wäre, da die Zähler in den Wohnungen wohl immer eine nicht unhebliche Differenz zum Verbrauch des Hauptzählers ausweisen würden (hätte diverse technische Ursachen). Dies wäre aber wohl für diese Abrechnung nicht die eigentliche Ursache. Vielmehr läge es daran, dass die Stadtwerke trotz Meldung der Zählerstände in den vergangenen beiden Abrechnungszeiträume den Verbrauch geschätzt hätten und dies zu niedrich. In 2011 wäre nun der abgelesene Verbrauch berücksichtigt worden und dadurch würde der in den beiden Vorjahren zu gering berechnete Verbrauch nachgeholt worden. Prinzipiell kann ich das nachvollziehen. Man hat also in den Jahren 2009 und 2010 zu wenig bezahlt und das wird nun in 2011 sagen wir mal ausgeglichen. Muss der Mieter dies so akzeptieren oder könnte der Vermieter die beiden vorangegangenen NKA korrigieren. Es gibt ja diese Jahresfrist, innerhalb der eine NKA erstellt werden muss, sonst muss der Mieter Nachforderungen daraus nicht mehr zahlen. Diese Fristen wurden eingehalten. Verjähren tun die rechtzeitig erstellten Abrechnungen m. W. dann nach 3 Jahren. Insofern wären die Abrechnungen 2009 und 2010 also rechtzeitig erstellt worden und noch nicht verjährt. Darf der Vermieter diese Abrechnungen nun noch korrigieren (würden dann zu höheren Kosten in 2009 und 2010 führen - dafür würde die 2011er geringer ausfallen)? Den Vermieter trifft ja eigentlich keine Schuld daran, dass die Stadtwerke den gemeldeten Zählerstand nicht verwendet haben (die wollen dort wohl scheinbar schon vor dem Jahresende den Zählerstand haben doch dieser wurde vom Hausmeister immer exakt am 31.12. abgelesen und dann gemeldet). Es gibt ja auch die Möglichkeit Kosten die nachträglich berechnet wurden auch noch innerhalb von 3 Monaten "nachzuberechnen". Der Vermieter sieht ja die Rechnung der Stadtwerke nicht (die geht ja an den Hausverwalter). Insofern konnte der also ja nicht sehen, dass hier geschätzt wurde (aber das wird ja auch getan, wenn eine Uhr mal kaputt geht). Kann das jemand beantworten? Danke!!!

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Sind bei fehlenden Mieten Werbungskosten nicht voll absetzbar? Welche Beweise sind vorzulegen?

Hallo Forumsgemeinde,

nachdem ich hier schon längere Zeit mitlese, möchte ich heute ein eigenes Problem posten und hoffe, auch Antworten dazu zu erhalten.

In meiner ESt-Erklärung für 2010 habe ich auch das Formular "Vermietung und Verpachtung" ausgefüllt. Dort habe ich (wahrheitsgemäss) angegeben, dass der Mieter in diesem Jahr nur sechs der zwölf Mieten gezahlt hat. (Natürlich habe ich mit dem Mieter Kontakt aufgenommen und auch die Zusage erhalten, dass die fehlenden Mieten nachgezahlt würden. Dies ist leider bis heute nicht geschehen. Ja, ich könnte dem Mieter kündigen, dann ginge es mir aber wahrscheinlich wie meinem Kollegen, der in dem gleichen Haus eine Wohnung hat. Er hatte seine Wohnung in den letzten fünf Jahren 26 Monate leer stehen.)

Als ich den Bescheid erhielt, stand dort, dass der Finanzbeamte annahm, ich hätte mich geirrt und deshalb mit 12 Mieten als Einnahmen gerechnet. Dagegen habe ich Einspruch eingelegt. Jetzt habe ich einen Brief mit folgendem Wortlaut erhalten:

"Ergänzend zu den Ausführungen in Ihrem Schreiben vom 13.02.2012 bitte ich noch um Vorlage des Schriftwechsels mit dem Mieter hinsichtlich der nicht gezahlten Mieten. Teilen Sie bitte auch mit, wie die Miete in 2011 und Januar bis März 2012 gezahlt wurde."

Jetzt meine Fragen:

a) Nachdem mein Rechner seinen Geist aufgegeben hat, ist vom Schriftwechsel mit dem Mieter nichts mehr übrig. Wie soll ich etwas vorlegen? Muss ich das überhaupt?

b) Was haben Mieteinnahmen von 2011 und 2012 mit der StE von 2010 zu tun und muss ich dazu Angaben machen? Kann man aus dem Brief lesen, dass der Finazbeamte Werbungskosten (evtl. anteilig) kürzen will?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

Grüsse zester

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