Günstigerprüfung bei Werbungskosten bzgl. doppelter Haushaltsführung und täglicher Heimfahrten?

2 Antworten

Nein, es gibt in diesem Bereich keine "Günstigerprüfung," sondern ganz einfach die Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse.

Man muss keine besonderen nachweise für die täglichen Fahrten bringen, aber wenn es sehr viel Kilometer sind, wo eine tägliche Fahrt unüblich/unwahrscheinlich ist, dann kann sich das Finanzamt durch Inspektionsrechnungen usw. davon überzeugen, dass der geltend gemachte Weg von 150 Kilometer Entfernung, also 60.000 gefahrene Kilometer an 200 Arbeitstagen, eben schlecht möglich ist, wenn das Auto in dem Jahr nur 30.000 Kilometer gelaufen ist.

Eine Günstigerprüfung gibt es nicht. Das Finanzamt hat aber auch nicht das Recht, Nachweise dieser ENTFERNUNGSPAUSCHALE anzufordern, du kannst theoretisch auch laufen um die 0,30 E pro km einfacher Entfernung zu bekommen, ABER :: bei 4500,00 €, .dh. ca 65 km einfacher Entfernung bei 230 Arbeitstagen x 0,30 €. Dann hört diese großzügige Regelung auf. Wird durch die Entfernungspauschale ein WK Betrag von mehr als 4500 € erreicht , so muß der Arbeitnehmer nur nachweisen oder glaubhaft machen, dass er den Kraftwagen auch tatsächlich benutzt hat . Dies könnt durch Vorlage des Arbeitsvertrages oder einer allgemeinen Bescheinigung des Arbeitgebers erfolgen (je nach Finanzamt ). Ein Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen für das Kfz ist für den Ansatz eines höheren Betrages als 4500 nicht erforderlich. Bei Nachweis z.B. durch Monatskarten von öfftl. Verkehrsmitteln gilbt die 4500 Grenze ohnehin nicht (aber nur bis zum Höchstbetrag von Entfernung einfach x 0,30 €). Bei Fahrten/ 2 Teilstrecken mit PKW und Bahn wird.s kompliziert, hier empfehle ich einen Steuerberater zu befragen.

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