Gültigkeit einer Vollmacht nach Grundbucheintragung der Erben

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4 Antworten

Ein zwischenzeitlich per telefonischer Rechtsberatung hinzu gezogener Rechtsanwalt antwortete hierzu: die Erben sind Rechtsnachfolger des Erblassers geworden.Sie sind in alle Rechte und Pflichten des Erblassers eingetreten, daher gilt auch die Vollmacht weiter. Allerdings nur bis sie evtl. widerrufen wird. Die Grundbucheintragung der Erben kompliziere alles, kann aber durch die Unterlagen erklärt werden. Leider erkennt der Notar diese Aussage nicht an, also bleibt nur der Weg der Erbenbefragung.

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Ein Verstorbener kann nichts mehr verkaufen. Das erschliesst sich dir nicht?

Richtigerwesie ging dessen (Mit-)Eigentumsanteil gem. § 1922 BGB an dessem Sterbetag automatisch auf die 7 Rechtsnachfolger (Erben) über.

Und jeder von Ihnen hätte ein Vorkaufsrecht, was deine Kaufabsichten empfindlich stören könnte :-O

G imager761

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Das ist leider korrekt von dem Notar. Wäre B noch im Grundbuch, dann wäre es so, wie Sie angenommen haben. Da B aber nicht mehr im Grundbuch steht, ist er nicht mehr Eigentümer und kann daher auch nichts mehr bestimmen, bzw. ein früherer Wille ist hinfällig.

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Kommentar von imager761
15.08.2013, 21:24

Wäre B noch im Grundbuch, dann wäre es so, wie Sie angenommen haben.

Ganz abgesehen davon, das die Vollmacht des B von den Erben widerrufbar wäre, schliesst das dennoch einen wirksamen Verkauf des A aus, zögen die Rechtsnachfolger des B ihr Vorkaufsrecht.

Jeder tüchtige Notar prüft daher Grundbucheintragungen und Vollmachten bei Erbfall der Eigentümer penibel.

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Die Auskunft des Notars erscheint mir logisch und nachvollziehbar.

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