Grundsicherung für ältere Menschen

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5 Antworten

Obwohl Du deutlich schreibst, es geht um Grundsicherung im Alter, wird Dir doch teilweise so geantwortet, als ginge es um Hartz IV / ALG II.

Du schreibst u.a.:

"... und hier in MG kommt man an die Sätze in Ddorf nicht heran ..."

Das ist für mich verwirrend - welche "Sätze" meinst Du? Falls Du die Miethöhe + Nebenkosten meinst, die hast Du doch zu Anfang schon genannt.

Du wohnst wohl in Düsseldorf, und deshalb will Deine Mutter auch nach Düsseldorf ziehen.

Es ist klar, dass man am Telefon keine entsprechende Auskunft gibt, die kann tatsächlich nur ein Sachbearbeiter geben. Zudem: Niemals sollte mit den Sozialämtern am Telefon etwas geklärt werden. Da kann man Euch ja alles mögliche erzählen, Ihr verlasst Euch darauf, könnt aber später eventuelle Zusagen nicht beweisen.

Weil die Miete nach Deinen Angaben höher ausfallen wird, liegt dies tatsächlich im Ermessen des Sachbearbeiters, ob das genehmigt wird oder nicht.

Liegt Dir die Auflistung von Harald Thome vor? Ich geb sie Dir vorsichtshalber rein:

http://www.harald-thome.de/oertliche-richtlinien.html

Wenn Deine Mutter nicht nach Düsseldorf fahren kann, dann lass Dir doch von ihr eine Vollmacht geben und gehe Du hin. Lass Dir eventuelle Zusagen schriftlich geben. Oder bestätige den Inhalt des Gesprächs schriftlich. Wenn dem nicht widersprochen wird, wird der Inhalt des Bestätigungsschreibens anerkannt.

Schreiben an Sozialbehörden gibt man immer am besten persönlich ab und lässt sich dies auf einer mitgebrachten Kopie mit Stempel und Unterschrift bestätigen. Das ist wertvoller als ein Einschreibbeleg, mit dem ja nur der Eingang eines Briefumschlags bestätigt wird.

Hallo,

zunächst muss Deine Mutter eine Genehmigung der Wohnung holen und sich die Angemessenheit bestätigen lassen. Dieses ist jedoch das Problem, dass die Angemessenheit nicht bestätigt werden wird, da die Mietkosten zu hoch sind.

Da aber zweistufig die Miete und die Nebenkosten nochmal separat geprüft werden müssen, würde ich ganz einfach die Bestätigung über die Angemessenheit beim Amt in Ddf beantragen.

Ansonsten kann Deiner Mutter aber auch nicht der Umzug in eine andere Stadt verwehrt werden - zur Not ist das Jobcenter Ddf in die Pflicht zu nehmen, eine definitive freie Wohnung zu benennen.

Gruß alphabet

Mark1980 03.11.2012, 20:49

Das Jobcenter ist für meine Mutter nicht mehr zuständig, da sie Rentnerin ist, eine Genehmigung nach Düsseldorf zu ziehen hat sie von Mönchengladbach bereits bekommen, ich werde Montag mal bei der Grundsicherungsbehörde in Ddorf anrufen und denen mal die Wohndaten durchgeben und schauen was die Leute dort von sich geben werden, es muss meiner Meinung nach auch möglich seine eine Auskunft am Telefon zu bekommen, ob sie diese Wohnung beziehen kann, meine Mutter wäre ja bereit die 53 € Differenz dazu zu zahlen, darum geht es ja nicht, wie gesagt, die Wohnungen von der Grundsicherungsbehörde, liegen zum teil auch über 385 € und sind auch nicht mehr aktuell, wie wir ein paar Mal feststellen mussten.

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hier kannst Du selber ausrechnen, ob Deiner Mutter eine Aufstockung durch die Grundsicherung zusteht :http://www.brutto-netto-rechner.info/grundsicherung.php

Mark1980 03.11.2012, 19:36

Danke, den Rechner kenne ich selbst, mir geht es darum, was passiert, wenn meine Mutter eine Wohnung bezieht, die über dem Regelsatz von 385 € in Düsseldorf liegt, laut dem Rechner kommen da ca. 260,00 € raus, so viel wird sie aber nicht bekommen, das wäre das Doppelte, was sie zurzeit in MG bekommt.

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Zunächst wäre Grundsicherung nur dann zu gewähren, wenn weder die Elternunterhaltspflicht der Kinder mangels Unterhaltsfähigkeit geleistet werden könnte noch ein Rückgriff gem. § 528 BGB auf innerhalb der letzten 10 Jahre (§ 529 BGB) vorgenommene Schenkungen, die über das sittliche Maß hinausgehend gewährt wurden, möglich wäre - dieser Regressanspruch ginge übrigens auch entgegen dem Willen der Bedürftigen auf das Sozialamt über (§ 93 SGB XII) :-O

Liegen diese Voraussetzungen einer Bedürftigkeit vor, wäre Grundsicherung zu gewähren.

Die Angemessenheit der KdU (Kosten der Unterkunft bei Mietwohnungen) bemisst sich nach der Zahl der Familienangehörigen und der Kaltmiete (einschließlich eventueller Nutzungsentgelte für Möblierung) der Wohnung.

Aufgrund der Gegebenheiten des Wohnungsmarktes in Mönchengladbach [Düsseldorf] werden Kaltmieten wie folgt zugelassen:

Haushaltsgröße: 1 Person
Wohnflächenobergrenze: max. 50 qm Kaltmiete/qm: 5,11 € [7,11 €] Kaltmiete (ohne Nebenkosten): 255,50 € [385,00 €]

Inwiefern das Amt einem Umzug demnach zustimmt, ist fraglich. Ob es die Angessenheit bestätigt, erst Recht. Ob sie das tun und ob deine Mutter zuzahlen muss oder nicht, hängt von den Heizkosten und damit dem Gesamtbedarf ab.

G imager761

cyracus 08.11.2012, 07:19

Du gehst gar nicht wirklich auf die Frage ein.

Und Du schreibst:

"... wenn weder die Elternunterhaltspflicht der Kinder mangels Unterhaltsfähigkeit geleistet werden könnte ..."

Es geht hier nicht um Hartz IV / ALG II, sondern um Grundsicherung im Alter. Kinder sind nur dann unterhaltspflichtig, wenn sie im Jahr mehr als 100.000 Euro verdienen.

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Nach Deiner Schilderung, wird es so sein, das Deine Mutter auf die Kulanz des Sachbearbeiters angewiesen ist, will sie mehr als den üblichen Satz bekommen. Aber es ist doch so: sie braucht den Wohnberechtigungsschein für Düsseldorf und die schriftliche Zusage eines Vermieters. Es wird sicher nicht einfach sein, überhaupt eine passende Wohnung zu bekommen. Erst dann kann und wird der zuständige Sachbearbeiter tätig werden. Rechne eher damit, das Deine Mutter nicht mehr als den Regelsatz bekommt. Alles andere ist Spekulation.

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