Grundschulden nach Erbe und Hausverkauf teilen

2 Antworten

Die Löschungsbewilligungen der eingetragenen Grundschulden bewilligt die Bank nur nach Rückzahlung der entprechenden Darlehen.

Und darf sich hier ausschiesslich an die jeweiligen Darlehensnehmer der beiden Hypotheken wenden.

Also zahlt jeder erst seinen eigenen Darlehensbeitrag an die Bank zurück, der Notar lässt diese Lasten dann mit den Löschungsbewilligungen aus dem Grundbuch streichen und erst danach zahlt der Käufer den vereinbarten Kaufpreis anteilig eurer grundbuchlichen Eigentumsanteille auf eure beide Verkäuferkonten ein.

G imager761

danach zahlt der Käufer den vereinbarten Kaufpreis anteilig eurer grundbuchlichen Eigentumsanteille auf eure beide Verkäuferkonten ein.

Kann sein, muß aber nicht.

Zahlung kann in einer Summe auf das Notaranderkonto erfolgen und der Notar kehrt dann entsprechend den Anteilen aus, nachdem er die Neueintragung beim Grundbuchamt beantragt hat..

Direkte Zahlungen an die beiden Verkäufer wären ungewöhnlich in der heutigen Zeit. Beide Verkäufer müssten dann dem Notar den Geldempfang erst noch bestätigen und das dauert und enthält Unsicherheiten für den Käufer.

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babapapa:

Ich bezweifele, dass die Realkreditinstitute (Bank, Bausparkasse, Versicherung etc.) sich mit der Belastung des jeweiligen Miteigentumsanteils statt der Gesamtbelastung einverstanden erklärten und auf die gesamtschuldnerische Haftung der Miteigentümer verzichteten.

Ohne genauen Wortlaut der Grundbucheinträge und Einsicht in die Schuldurkunden kann das hier niemand prüfen.

Da solltest die Chance nutzen, den beurkundenden Notar zu befragen. Er kennt zumindest den Grundbuchstand.

Muss sie hälftig die für meinen Bausparvertrag eingetragenen Grundschulden mittragen?

@Franzl0503

Das war die Frage, leider hast du sie nicht beantworten können oder wollen.

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@RatsucherZYX

Ratsuchender:

Für die Beurteilung der Verteilung des Restkaufpreises ist m. E. sehr wohl zu unterscheiden, ob nur MEA belastet wurden und die DN beispielsweise über die Darlehen frei verfügten oder das Objekt insgesamt belastet wurde und die Darlehen z. B. zur Pfandobjekt-Wert-Verbesserung eingesetzt wurden. Deshalb hatte ich mir erlaubt, zu fragen.

Was ist unter einem Grundbucheintrag "Grundschuld für Stiefmutter" zu verstehen? Eigentümergrundschuld? Grundschuld, die von der Schwiegermutter auf ihrem MEA für einen Darlehensgeber bestellt wurde? Oder hat sie die Forderung eines Gläubigers befriedigt und die Grundschuld ist entspr. der Anwendung von § 1143 BGB kraft Gesetzes auf sie übergegangen?

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@Franzl0503

Ich kann mir auch noch ein paar Fragen vorstellen, die man hier stellen könnte, für die es aber keinen Anlass gibt, weil der Fragesteller dafür nicht einmal ein Stichwort liefert. Deshalb gibt es vom Fragesteller offensichtlich auch keine weiteren Erläuterungen. Ist doch schön, wenn jemand mit den bisherigen Antworten schon zufrieden sein kann. :-)

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Die eingetragenen Grundschulden sind doch eigentlich bedeutungslos. Es können z.B. Grundschulden in Höhe von €50.000 eingetragen sein, die schon längst abbezahlt sind, aber bisher nicht gelöscht wurden. (Was durchaus einen guten Grund haben kann, aber lassen wir das mal beiseite.)

Entscheidend sind doch die effektiven Schulden, die noch darauf sind und die muß jeder selber tragen und entweder abzahlen, oder durch einen neuen Kredit finanzieren.

Stell dir vor, einer hat 50.000 eingetragen und der andere Schuldner 75.000, bezahlt sind davon 30.000 und 35.000. Was willst du daran teilen? Danach hat A noch 20.000 und B 40.000 abzutragen.

Wie ihr euch den erzielten Preis aufteilen müsst, hängt auch davon ab, wieviel ihr jeweils vom Haus geerbt und nicht von den Schulden.

Alles klar, ich hoffe, ich habe geholfen.

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